Weltweite Terrorwelle gegen jüdische und israelische Ziele

Beim Anschlag auf das israelische Konsulat in Istanbul hatten es die Attentäter auf die Mitarbeiter abgesehen. 
© WIKIMEDIA COMMONS

Die jüngste Serie von Anschlägen und Sabotageakten gegen jüdische und israelische Ziele offenbart eine anhaltende, prekäre Bedrohungslage – von Istanbul über Westeuropa bis nach Australien und in die USA. Viele Taten erfolgen mit einfachen Mitteln, spontan und schwer vorhersehbar. Zugleich zeigt sich eine ideologische Triebkraft sowohl aus islamischen als auch aus grün-linken Milieus – eine Konvergenz, die lange verharmlost wurde. Im Netz kursieren gezielte Aufrufe und Markierungen jüdischer Einrichtungen. Radikalisierung, digitale Mobilisierung und niedrige Hemmschwellen verschärfen die Lage zunehmend spürbar. (JR)

Von Stefan Frank

Die Welle von Anschlägen auf jüdische und israelische Ziele setzt sich fort. In Istanbul griffen im April drei Männer das israelische Konsulat mit Schusswaffen an. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sprach von einem „abscheulichen Terrorakt“.

Die Schützen wurden von den Behörden als Yunus E. sowie die beiden Brüder Unur und Enes Ç. identifiziert. Laut dem Sender CNN Türk versuchten die Männer, in das siebte Stockwerk des Gebäudes zu gelangen. Auf Videoaufnahmen der Nachrichtenagentur Reuters waren Polizisten mit gezogenen Waffen zu sehen. Einer der Täter feuerte über mehrere Minuten mit einem Schnellfeuergewehr und einer Handfeuerwaffe. Der Schusswechsel dauerte fünfzehn bis zwanzig Minuten.

E., der bei dem Schusswechsel getötet wurde, soll nach Behördenangaben Verbindungen zu einer terroristischen Organisation haben, die „Religion für ihre Zwecke ausnutzt“. Dies stellte offenbar eine Anspielung auf den Islamischen Staat (IS) dar, auch wenn keine Gruppe die Tat offiziell übernommen hat.

Das israelische Konsulat war zu diesem Zeitpunkt unbesetzt, da dort seit rund zweieinhalb Jahren keine israelischen Diplomaten mehr vor Ort sind. Das lässt Rückschlüsse auf die Täter zu, die offenbar nicht gut informiert waren. Das passt ins Bild der jüngsten Serie von Terroranschlägen, die – dem Anschein nach – mit wenig Vorbereitung durchgeführt wurden: mit Sprengstoff und Schusswaffen zwar, aber ohne sichtbare Organisation oder erkennbare akribische Planung. Keine bekannte Terrororganisation übernahm die Verantwortung.

Sie können diesen Artikel vollständig in der gedruckten oder elektronischen Ausgabe der Zeitung «Jüdische Rundschau» lesen.

Vollversion des Artikels

€ 1,75 inkl. MwSt.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Hier können Sie

die Zeitung abonnieren,
die aktuelle Ausgabe oder frühere Ausgaben kaufen
oder eine Probeausgabe der Zeitung bestellen,

in gedruckter oder elektronischer Form.

Vollversion des Artikels

€ 1,75 inkl. MwSt.
Zugang erhalten

Sehr geehrte Leser!

Die alte Website unserer Zeitung mit allen alten Abos finden Sie hier:

alte Website der Zeitung.


Und hier können Sie:

unsere Zeitung abonnieren,
die aktuelle oder alte Ausgaben bestellen
sowie eine Probeausgabe bekommen

in der Druck- oder Onlineform

Unterstützen Sie die einzige unabhängige jüdische Zeitung in Deutschland mit Ihrer Spende!

Werbung


Alle Artikel
Diese Webseite verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr dazu..
Verstanden