Israel ist kein „gestohlenes“ Land!

Kein anderes Land der Welt muss sein Existenzrecht so ständig verteidigen wie Israel.© EITAN SIMANOR / ROBERT HARDING PREMIUM / ROBERTHARDING VIA AFP
Der Vorwurf vom „gestohlenen Land“ gehört zu den beliebtesten Parolen im antiisraelischen Repertoire. Doch ein Blick in die Geschichte zeigt: Kaum ein Land der Welt entstand ohne Kriege, Eroberungen oder territoriale Verschiebungen. Gerade im Nahen Osten wechselten Herrschaften über Jahrtausende hinweg – von Assyrern und Römern über arabische und osmanische Imperien bis hin zum britischen Mandat. Wer ausgerechnet Israel zum einzigartigen Beispiel „kolonialen Landraubs“ erklärt, ignoriert nicht nur historische Tatsachen, sondern misst mit zweierlei Maß. Tatsächlich leben Juden heute auf jenem Land, in dem ihre Geschichte, Religion und Kultur vor mehr als drei Jahrtausenden ihren Ursprung nahmen – lange bevor andere Mächte die Region eroberten. Trotz Eroberungen, Vertreibungen und jahrhundertelanger Fremdherrschaft blieb die jüdische Verbindung zu diesem Land ununterbrochen bestehen. Die Rückkehr jüdischer Selbststaatlichkeit im 20. Jahrhundert ist daher alles andere als eine „koloniale Aneignung“ – es ist die Wiederherstellung einer historischen Nation. (JR)
Landanerkennungen sind bei akademischen Abschlussfeiern, Preisverleihungen und anderen Veranstaltungen mittlerweile zum guten Ton geworden. Sie lauten etwa: „Wir erkennen an, dass das Land, auf dem wir uns versammeln, den indigenen Völkern genommen wurde, die es jahrhundertelang bewirtschafteten, bevor europäische Kolonialisten es an sich rissen.“
Bei der Entgegennahme ihres Grammys nutzte die Singer-Songwriterin Billie Eilish die Gelegenheit, um die Einwanderungspolitik zu kritisieren, und sagte: „Niemand ist illegal auf gestohlenem Land.“
Aber natürlich werden Fragen des „rechtmäßigen“ Landbesitzes durch Geschichte und Realität enorm verkompliziert. Man denke an Europa, Amerika, Asien und den Nahen Osten in der Vergangenheit sowie an die Ukraine und Tibet heute.
Diese Länder wurden nicht gestohlen, so wie ein Einbrecher Schmuck an sich reißt. Die meisten wurden im Laufe der Menschheitsgeschichte weltweit durch Kauf oder Krieg und Eroberung erworben.
Sie werfen faszinierende Fragen auf. An welchen Punkten beginnen und enden Eroberungen und damit Landrechte? Wer besitzt einen „legitimen“ Anspruch, und wer entscheidet, was legitim ist? Sollten alle Ansprüche gleich behandelt werden, oder haben manche mehr „Legitimität“ als andere?
Sie können diesen Artikel vollständig in der gedruckten oder elektronischen Ausgabe der Zeitung «Jüdische Rundschau» lesen.
Vollversion des Artikels
Sehr geehrte Leserinnen und Leser!
Hier können Sie
die Zeitung abonnieren,
die aktuelle Ausgabe oder frühere Ausgaben kaufen
oder eine Probeausgabe der Zeitung bestellen,

in gedruckter oder elektronischer Form.
Sehr geehrte Leser!
Die alte Website unserer Zeitung mit allen alten Abos finden Sie hier:
alte Website der Zeitung.
Und hier können Sie:
unsere Zeitung abonnieren,
die aktuelle oder alte Ausgaben bestellen
sowie eine Probeausgabe bekommen
in der Druck- oder Onlineform

Werbung












