Islamophobie: Warum Angst nicht ausgerottet werden kann und soll

Keir Starmer kündigt an, „Islamophobie auszurotten“ – ein politisches Versprechen, das weniger nach Aufklärung als nach Gesinnungskontrolle klingt. Der Begriff selbst ist irreführend, weil er berechtigte Kritik an einer Ideologie kriminalisiert, sowie gleichzeitig pathologisiert und in den Bereich des Irrationalen verschiebt. Doch die Geschichte lehrt: Religionen waren stets Gegenstand scharfer Kritik – und genau diese Kritik war Voraussetzung für geistige Freiheit und gesellschaftlichen Fortschritt. Wer heute versucht, den Islam von dieser geschichtlichen Notwendigkeit auszunehmen, stellt nicht nur die Prinzipien der Aufklärung infrage, sondern öffnet auch Tür und Tor für eine neue Form ideologischer Unantastbarkeit. Angst vor Machtansprüchen von Religion ist kein Vergehen, sondern ein gesunder Reflex politischer Vernunft. (JR)

Von Gerd Buurmann

„Also lassen Sie mich glasklar sein: Ich bin immer entschieden gegen anti-muslimischen Hass in all seinen Formen. Ich werde Islamophobie ausrotten: Ich werde dagegen vorgehen. Meine Regierung wird meinen Worten die Taten folgen lassen, die sie verdienen.“ Das hat Großbritanniens Premierminister Keir Starmer bei einer Rede im Rahmen eines muslimischen Fastenbrechens gesagt. Damit hat Starmer eine neue Inquisition angekündigt, diesmal eine britisch-islamische. Allein das Wort, das Keir Starmer benutzt, ist irreführend. Das Wort Islamophobie unterstellt nämlich, die Angst vor dem Islam sei irrational und unbegründet, eine Phobie halt. Die Angst vor dem Islam ist jedoch mehr als begründet.

Religionen sind nicht moderat. Sie sind immer radikal. Sie sind eine Manifestation des Glaubens an einen allmächtigen Gott. Das ist nicht moderat. Deshalb kann es auch keinen moderaten Islam geben. Es kann nur moderate Muslime geben. Sie zeichnen sich dadurch aus, den Koran nicht wörtlich zu nehmen. Man darf Angst haben, wenn jemand erklärt, es gäbe ein Buch, das Gottes Wort verkündet. Man muss besonders Angst haben, wenn diese Religion nach staatlicher Macht greift. Manche Menschen nennen es Islamophobie; ich nenne es Aufklärung.

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