Das 250. Jahr der US-Unabhängigkeit – Wie Israel der stärkste Verbündete der USA wurde

Trump-USA und Israel habe eine starke Allianz gegen den Terror geschmiedet. 
© SAUL LOEB / AFP

Am 4. Juli, dem Beginn des 250. Jahres der amerikanischen Unabhängigkeit, ist die Trump-Regierung seit 165 Tagen im Amt. Während Europas Regierungen noch mit Gendersternchen und Klima-Irrsinn beschäftigt sind, schmieden die USA und Israel eine der engsten Militärallianzen der Neuzeit – zum Schutz der westlichen Welt vor dem Terror-Islam. Die suizidale Biden-Doktrin ist Geschichte, die Ära Trump ist zurück – mit der pro-israelischsten US-Regierung aller Zeiten. Inmitten islamo-faschistischer Propaganda, grün-linker Medienhetze und antisemitischer Netzwerke tritt Israel einmal mehr als Bollwerk gegen die Mörder-Bande Hamas, das Ajatollah-Regime in Teheran und deren Lügenallianz auf. Und während Europa zögert, handeln Amerika und Israel – gemeinsam, entschlossen, präventiv. (JR)

Von Collin McMahon

Das Trump-Kabinett, das am 20. Januar 2025 in Washington die Regierungsgeschäfte übernahm, ist von Israelfreunden durchsetzt. Außenminister Marco Rubio hat die Hamas als „gefährliche Bestien“ bezeichnet und für deren „völlig Auslöschung“ plädiert. Schon 2015 sprach er sich gegen das Iranabkommen aus, 2018 unterstützte er die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem. Seine erste Auslandsreise im neuen Amt führte ihn nach Israel, wo er sich mit Premierminister Benjamin Netanjahu und Außenminister Gideon Sa’ar traf. In den Gesprächen gab er dem Iran die Schuld an den Anschlägen vom 7. Oktober 2023 und unterstrich Amerikas unverbrüchliche Treue zu Israel.

Trumps Botschafter in Israel, Mike Huckabee, ist ein Baptistischer Pastor, der 1972 als 17jähriger zum ersten Mal in Israel war und seitdem etwa 100 Mal mit evangelikalen Reisegruppen das Heilige Land besucht hat. Huckabee unterstrich bei seiner Senatsanhörung am 25. März 2025 Israels „biblisches Recht“ auf sein Land, inklusive Jerusalem, Judäa und Samaria. Er trat sein Amt am Karfreitag, dem 18. April 2025, an und besuchte als allererste Amtshandlung mit dem Rabbiner der Klagemauer Shmuel Rabinowitz den ha-Kotel, wo er es eine „außergewöhnliche Freude“ nannte, von Präsident Trump „als evangelikaler Christ zu diesem Posten benannt zu werden.“

„Um ehrlich zu sein, war ich ein wenig besorgt, dass es von der israelischen Seite her Widerstand geben könnte. Aber was ich erlebt habe, ist genau das Gegenteil“, stellte er fest. Die Klagemauer habe erschon mehrere Dutzend Mal besucht, so Huckabee, und es sei niemals dasselbe: „Ich komme nie an den Punkt, an dem ich nicht etwas Neues lerne, wenn ich an diesem prächtigen Ort bin.“

Alles, was in Gaza passiere, sei die Schuld der Hamas, die „wie Wilde unschuldige Zivilisten massakriert haben, Kinder, Babys, wehrlose alte Menschen. Sie haben das selbst zu verschulden.“ Tragischerweise würden sehr viele Unschuldige jetzt „den Preis für die Hamas-Monster bezahlen“. Israel sei einer der wichtigsten Verbündeten der USA, so Huckabee, und die USA profitierten auch von Israel, nicht nur militärisch, sondern auch technologisch, medizinisch und landwirtschaftlich. „Es ist keine Einbahnstraße. Die Vereinigten Staaten profitieren auch von den außergewöhnlichen Errungenschaften und Erfindungen der Menschen in Israel.“

Präsident Trump habe es „sehr deutlich gemacht: Iran wird niemals eine Atombombe besitzen. Sie werden nicht in die Lage kommen, den Frieden zu bedrohen, nicht nur den von Israel, sondern auch den aller Menschen in der restlichen Welt. Sie sagen nicht nur ´Tod Israel` sie sagen auch ´Tod Amerika`. Israel wird oft als ´der kleine Satan` und die USA als ´der große Satan` bezeichnet. Und es gibt ein altes Sprichwort, dass man Menschen, die einem immer wieder sagen, dass sie einen töten werden, vielleicht ernst nehmen sollte.“

Bei seiner Antrittsrede räumte Huckabee jedoch auch ein, dass nicht er die US-Politik festlege, sondern sein Chef im Weißen Haus und Mar-a-Lago. Trump sei der Koch und er nur der Kellner, so Huckabee. „Der Präsident ist vom Volk gewählt worden, und ich werde seine Anweisungen befolgen“. Genauso würde er „niemals versuchen der Regierung Israels meine Meinung aufzudrücken.“ Doch in den USA gab es auch neue Mitspieler, die das anders sahen.

 

Katar unterwandert die Trump-Regierung

Eine Woche nach seiner Wiederwahl am 12. November 2024 nominierte Trump den New Yorker Immobilien-Investor Steve Witkoff als seinen Nahost-Unterhändler, der

einen Frieden in Gaza aushandeln und die Abraham-Abkommen wiederbeleben sollte. Der Jude Witkoff ist Trumps enger Freund und Golfpartner, der mal erzählte, wie er den Charismatiker Trump 1986 kennenlernte und sich sagte, „So will ich auch mal sein.“

Doch wie Trump hatte Witkoff nicht immer nur Erfolg im New Yorker Immobiliengeschäft. Als sein Investment in das Park Lane Hotel in Manhattan 2023 in Schieflage geriet, verkaufte er es für 623 Millionen $ an die katarische Investmentbehörde. Witkoff hat im Nahen Osten Geschäftsbeziehungen „auf beiden Seiten“, so der Immobilienanwalt Jon Mechanic zum „Jewish Insider“, zu Israel und den Golfstaaten, und investiert mit Kataris und Emiratis in Objekte am Golf und in London.

Im Mai 2025 enthüllten die Journalisten Frannie Block and Jay Solomon auf „The Free Press“ wie Hamas-Sponsor Katar 100 Milliarden $ ausgegeben hat, um amerikanische Politik, Medien, Universitäten und Thinktanks zu unterwandern, seit dem Sieg Trumps auch verstärkt die Trump-Regierung. Vor dem 5. November 2024 ging 90% des katarischen Geldes an die Demokraten, seit dem Trump-Sieg hat sich der Anteil der Republikaner auf 50% erhöht. Entgegen allen Verschwörungstheorien einer übermächtigen „Israellobby“ in Washington gibt Katar dreimal soviel Geld für Lobbyarbeit in Washington aus wie Israel.

Schon zum Amtsantritt der Trump-Regierung sorgte Steve Witkoff für Sorgenfalten in der israelischen Regierung, als er die Freilassung von 2.000 Hamas-Terroristen im Gegenzug für 33 Geiseln vereinbarte, darunter ca. 100 Massenmörder. Entgegen Donald Trumps Drohung dass „alle Geiseln“ freigelassen werden müssen, sonst werde „die Hölle ausbrechen“, sah das Abkommen vor, dass 65 Geiseln auch nach diesem Deal weiterhin in der Hamas-Gefangenschaft verbleiben sollten.

Es heißt, Witkoff sei am 11. Januar 25 von den Verhandlungen in Katar nach Jerusalem geflogen und habe verlangt, Premier Netanjahu zu sprechen. Darauf hingewiesen, dass Netanjahu den Sabbat achte, soll Witkoff gesagt haben, dies sei ihm „scheißegal.“ Bei dem darauf folgende Treffen soll Witkoff Netanjahu massiv unter Druck gesetzt haben, um vor Trumps Amtseinführung einem Geiseldeal zuzustimmen.

Witkoff war außerdem Mitorganisator der Amtseinführungszeremonie am 20. Januar 2025 in Washington, bei dem der radikale pro-Hisbollah Imam Husham Al-Husainy des „Karbalaa Islamischen Bildungszentrums“ aus dem islamisierten Dearborn, Michigan, als Sprecher vorgesehen war, bis dies vom „Middle East Forum“ enthüllt wurde.

 

Katar präsentiert: Steve Witkoff bei Tucker Carlson

Witkoff war am 21. März 2025 ausgerechnet beim unabhängigen Journalisten und ehemaligen „Fox News“-Moderator Tucker Carlson zu Gast, der als prominentester Israelkritiker im innersten Zirkel des Präsidenten gilt. Carlson hatte bereits vor der Wahl für Kontroversen gesorgt, als er dem revisionistischen Hobbyhistoriker Darryl Cooper eine Plattform bot, der Winston Churchill als den „Hauptübeltäter“ des Zweiten Weltkrieges bezeichnet, und behauptet dass Adolf Hitler in den 30er Jahren „Frieden“ gewollt habe. Winston Churchill war zu dieser Zeit Privatmann und hatte keinerlei Einfluss auf die britische Politik. Cooper behauptete bei Carlson außerdem, die „Endlösung“ sei das Resultat von drohenden Hungersnöten in den Ostgebieten gewesen und nicht einer gezielten Politik der Judenvernichtung.

Tucker Carlson interviewte in seiner Sendung auf X nicht nur Wladimir Putin, der den Polen die Schuld am Ausbruch des 2. Weltkriegs gab, sondern auch den Evangelischen Pastor Dr. Munther Isaac aus Bethlehem, der Israel vorwarf, Christen aus Judäa zu vertreiben, und Professor Jeffrey Sachs, der Benjamin Netanjahu einen finsteren Plan vorwarf, den Nahen Osten zu destabilisieren und seit 30 Jahren heimlich die US-Außenpolitik zu bestimmen. Sachs und die „Harvard-Boys“ waren in den 1990ern im Auftrag von Bill Clinton und George Soros für die katastrophale Russland-Politik der USA verantwortlich, die 1998 zum Kollaps des Rubels und den Aufstieg von Wladimir Putin führte.

Am 11. März 2025 hatte Carlson Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani des katarischen Herrscherhauses in seiner Sendung, den er ausgesprochen wohlwollend interviewte. Am 17. Mai 2025 enthüllte Robert Schmad im „Washington Examiner“, dass die Carlson nahestehende Lobbyfirma „Lumen8 Advisors LLC“ vom „IMO“ (Internationales Medienbüro Qatars) 180.000 $ im Monat für „Medien- und Kommunikationscoaching“ erhält. „Lumen8“ habe auch das Interview mit Scheich Al Thani arrangiert, so der Bericht. Bereits zu seiner Firmengründung 2024 habe Carlson 15 Millionen $ vom iranisch-pakistanischen Investor Omeed Malik erhalten, berichtete ZeroHedge am 9. September2024.

Im Gespräch mit Tucker Carlson lobte Steve Witkoff die Hamas-Geldgeber in Katar und nannte Vorwürfe, sie seien „nicht wohlmeinend“ „lächerlich“. Die Al-Thanis seien „gute, anständige Menschen, die als Friedensstifter gesehen werden wollen“, so Witkoff. Als Carlson kritisierte, dass die Katarer in den US-Medien „fast durchweg als Agenten des Iran dargestellt werden“, nannte Witkoff diese Anschuldigungen „absurd.“

„Zugegeben, sie sind eine muslimische Nation. In der Vergangenheit hatten sie einige Ansichten, die aus islamistischer Sicht etwas radikaler waren als heute, aber heute hat sich das erheblich gemäßigt,“ so Witkoff. Witkoff ebnete den Weg für Donald Trumps Besuch in Katar am 14. Mai 2025, bei dem Trump Deals in Höhe von 1,2 Billion $ vereinbarte. U.a. bot Katar Trump eine Boeing 747 im Wert von 400 Mio. $ als Geschenk an und arrangierte ein Treffen zwischen Trump und dem neuen Machthaber in Syrien, Abu Muhammad Al Jolani.

 

Die US-Regierung hatte seit 2013 bis zum 20. Dezember 2024 ein Kopfgeld von 10 Mio. US $ auf Al-Jolani ausgesetzt. Al-Jolani wurde 2006 im Iraq vom US-Militär verhaftet, weil er Sprengfallen für US-Soldaten gebaut hatte. Im Lager Camp Bucca saß er bis 2011 zusammen mit Abu Bakr al-Baghdadi in US-Haft, mit dem er in Anschluss den „Al-Qaida“-Ableger in Syrien gründete, die „al-Nusra-Front“. Der geborene Golaner Al-Jolani trat schon 2003 der „Al-Qaida“ im Irak bei, wo er Autobomben in schiitische Viertel schickte, um einen Bürgerkrieg auszulösen. Er war damals selbst dem „Al-Qaida“-Anführer Abu Musab al-Zarkawi zu radikal. Seine HTS Milizen (Hayat Tahrir al-Sham) massakrierten nach der Machtübernahme in Syrien im März 2025 Tausende von Alawiten. Nun bot er Trump an, einen „Trump Tower“ in Damaskus zu bauen.

 

Joe Rogan und Dave Smith gegen Douglas Murray

Am 10. April 2025 war der britische Bestsellerautor Douglas Murray („Der Selbstmord Europas“) beim weltgrößten Podcaster Joe Rogan mit 20 Mio. Abonnenten allein auf YouTube zu Gast, um über sein neues Buch über den 7. Oktober 2023 zu sprechen, „On Democracies and Death Cults“. Murray war schon wenige Tage nach der Al-Aksa-Flut und dutzende Mal seitdem in Israel und Gaza. Er sprach mit Soldaten, Überlebenden, Geiseln, Angehörigen, Politikern und Militärführern und schrieb darüber eines der bisher besten Bücher zum Thema. Doch dem ehemaligen Kickboxer und Komiker Joe Rogan reichte das nicht. Er bestand darauf, „zur Ausgewogenheit“ einen Israelkritiker in die Sendung zu nehmen, den Komiker-Kollegen und Hobby-Kommentator Dave Smith. Schon zu Beginn der Sendung nannte Rogan das Vorgehen Israels in Gaza ohne weitere Beweise „barbarisch“.

Murray hatte Rogan darauf hingewiesen, dass er verhältnismäßig wenige pro-Israel Stimmen in seine Sendung einlädt, dafür viele Israelkritiker wie Darryl Cooper, den Autoren Ian Carroll und den Pink-Floyd-Sänger Roger Waters. Daraufhin eskalierte die Sendung in einen zweieinhalbstündigen Streit über Israel und den Gaza-Krieg sowie das breitere Thema von Verschwörungstheorien im Netz, vor denen Murray ausdrücklich warnte. Der Erfolg von Sendungen wie Rogans habe dazu geführt, „dass Menschen daherkommen die sich sagen, ich werde die Grenze des Sagbaren ausdehnen und teils schreckliche Thesen vorantreiben, und wenn ich dann Gegenwind bekomme, werde ich sagen, ´ich bin ja nur ein Komiker.`“ Seit Jahren habe die Linke jede Menge abstrusen Blödsinn von sich gegeben, so Murray, was zu einer konservativen Reaktion führe. Nun gebe es aber auch auf der rechten Seite der Debatte Figuren, die „mit sehr finsteren und hässlichen Dinge kokettieren“, wie die Relativierung des Holocausts und die Absolution Hitlers. Dafür trügen Rogan und Smith Mitverantwortung, wenn sie diesen Gestalten eine Plattform geben.

Nach einigem Hin und Her fragte Murray Smith, wie oft der Komiker denn in Israel gewesen sei, da er ja scheinbar nun hauptberuflicher Israelkritiker geworden sei. Smith musste zugeben, noch nie im Heiligen Land gewesen zu sein. Murray, der in Südisrael unter Beschuss von Kassam-Raketen schon mal ein Interview mit Sean Hannity pausieren ließ, um im Anschluss weiterzusprechen, als ob nichts gewesen sei, fiel schier die Kinnlade herunter. „Wenn man eineinhalb Jahre über ein bestimmtes Land spricht, kann man sich wenigstens mal die Mühe machen, dort hinzufahren.“

Smith warf Murray daraufhin – und Wochen danach im Internet – vor, nur „Expertenmeinungen“ gelten zu lassen und andere Meinungen zensieren zu wollen, obwohl Murray dies immer wieder verneinte. Mehrere prominente US-Rechte wie YouTuber Mike Cernovich und Candace Owens outeten sich in Folge als rabiate Israelkritiker und beteiligten sich am Shitstorm gegen Murray, der mit typisch britischer Gelassenheit die persönlichen, anti-Israelischen und teils offen antisemitischen Anfeindungen abtropfen ließ.

Zeitgleich lobte Donald Trump ostentativ Murrays Buch, das „basierend auf Recherchen vor Ort die Barbarei des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023 und der heldenhaften Reaktion aus Israel dokumentiert. Das Buch ist eine wichtige Erinnerung, warum wir uns immer für die USA und unserem wichtigen Freund und Verbündeten Israel einsetzen müssen.“ Trump wurde vom Rechtsaußen und Holocaustleugner Nick Fuentes und seiner „America First“ Fraktion als Büttel der „Israellobby“ dargestellt, die von „Neokonservativen“ wie Murray in einen Krieg mit dem Iran gedrängt werden sollen. Diese einst randständige Meinung wurde zusehends durch rechte Influencer wie die Hodge Twins, Jack Posobiec und sogar Steve Bannon vorangetrieben, und wurde zur echten Zerreißprobe in der amerikanischen Rechten.

 

Der Konflikt erreicht das Weiße Haus

Die Auseinandersetzung zwischen den „pro-Israel“ und „America First“ Fraktionen in der Trump Regierung erreichte ihren einstweiligen Höhepunkt mit Trumps Nahostreise vom 13. Bis 16. Mai 2025 Der Reise war ein Tauziehen um die amerikanische Außenpolitik in Bezug auf Israel und dem Iran vorangegangen, bei dem „pro-Israel“-Vertreter wie der Nationale Sicherheitsberater Mike Waltz und Außenminister Marco Rubio für einen baldigen Angriff auf die iranischen Atomanlagen gedrängt, und „America Firster“ wie Vizepräsident JD Vance und Verteidigungsminister Pete Hegseth gegen „einen neuen Krieg im Nahen Osten“ plädiert haben sollen.

Am 1. Mai 2025 kündigte Trump an, dass Mike Waltz vom Sicherheitsberater zum US-Botschafter an die UNO wechseln würde, mutmaßlich auch eine Konsequenz aus der „Signal-Chat-Affäre“, bei der Waltz den linken Journalisten Jeffrey Goldberg einer Chatgruppe mit Hegseth hinzugefügt hatte, bei der es um Angriffe auf die Huthis im Jemen ging. Außenminister Marco Rubio wurde als einstweiliger Sicherheitsberater eingesetzt. Am 6. Mai 2025 kündigten die US eine Einigung mit den Huthis an, die nach massiven US-Schlägen aufhören sollten, US-Schiffe im Roten Meer anzugreifen – wobei Israel sich selbst überlassen wurde. Die überraschende Einigung soll in Jerusalem für große Verwunderung gesorgt haben. Am 8. Mai 2025 sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth einen für den 12. Mai 2025 geplanten Besuch in Isarel ab, Vizepräsident JD Vance sagte einen für den 20. Mai 2025 geplanten Israelbesuch ab, und Donald Trump machte bei seiner Nahostreise nach Saudi-Arabien, Katar und den VAE ebenfalls einen Bogen um „Amerikas wichtigsten Verbündeten.“ Die pro-Hamas und anti-Israel Medien freuten sich schon über einen angeblichen Bruch zwischen Trump und Netanyahu.

Im Gespräch mit Journalisten an Bord der Air Force One am 14. Mai 2025 nannte Trump seine Nahostreise jedoch „sehr gut für Israel“ und dementierte einen Bruch mit Netanyahu.

Nach dem tödlichen Anschlag auf zwei israelische Botschaftsmitarbeiter, den deutschen Christen Yaron Lischinsky und seine Verlobte Sarah Milgrim, vor dem Jüdischen Museum in Washington, besuchte die Heimatschutzministerin Kristi Noem am 25. Juni 2025 Israel, pflanzte mit Außenminister Sa’ar einen Baum für das junge Liebespaar, traf sich mit Premier Netanjahu und betete an der Klagemauer. Seitdem hat die Trump-Regierung robuste Schritte unternommen, um Hamas-Aktivisten des Landes zu verweisen, Universitäten für antisemitischen Terror gegen jüdische Studenten zur Rechenschaft zu ziehen und Einreisebeschränkungen für 12 Terrorhochburgen zu verhängen, darunter Afghanistan, Tschad, Eritrea, Iran, Libyen, Somalia, Sudan und Jemen.

Nach den massiven und erfolgreichen Angriffen der USA und Israels auf das Terrorregime im Iran deutet nun einiges darauf hin, dass die vermeintlichen Risse zwischen Trump und Netanjahu Teil einer ausgebufften Nebelkerze gewesen sein könnte, um das islamische Regime in Sicherheit zu wiegen, wie Ben Shapiro am 14.6. sagte: „Ich bin kein Fan davon, Trump geniale „4-D“ Schachzüge zu attestieren, aber in dem Fall könnte das zutreffen. Es kann gut sein, dass die USA mit Israel eine Art Desinformationsoperation gegen das iranische Regime durchgeführt haben, um eine historische taktische Überraschung zu erzielen.“

Politikwissenschaftler H.A. Hazony, Sohn des konservativen Vordenkers Yoram Hazony, vertrat ebenfalls die Theorie eines Ablenkungsmanövers, und fasste die „Trump-Doktrin“ der USA so zusammen: „Keine neuen Kriege. Lasst unsere Verbündeten für uns kämpfen. Wenn sie nicht kämpfen können, sind sie keine Verbündeten, sondern Ballast.“

Zu Beginn des 250ten Jahres der amerikanischen Unabhängigkeit wird Israel so zum besten Verbündeten der USA – und Deutschland und Europa Ballast.

 

Collin McMahon ist Autor von „Trump gegen den Deep State“, „Der Zensurkomplex“ und „George Soros‘ Krieg“. Im Mai ist sein neues Buch „Eroberung: Wie der politische Islam Deutschland unterwandert“ mit Irfan Peci erschienen.

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