Studenten immer anfälliger für anti-israelische Verschwörungstheorien

Der Archäologe und Historiker Alexander H. Joffe über den „dramatischen Anstieg“ der antizionistischen und antisemitischen Rhetorik an amerikanischen und westeuropäischen Hochschulen nach der Tötung von George Floyd, an der Juden und Israel in gar keiner Weise beteiligt waren.

Die anti-israelische "Jewish Voice for Peace”-„Rabbinerin” Alissa Wise (zweite von links) im Streitgespräch mit der türkischstämmigen islamischen Trump-Unterstützerin Rabia Kazan (mit erhobenem Zeigefinger).© Brendan Smialowski , AFP

Von Redaktion Audiatur

„Was wir gesehen haben … ist ein klassisches Beispiel für die rot-grüne Synthese in Aktion“, sagte Joffe und bezog sich dabei auf die Allianz zwischen Islamisten im Westen und der extremen Linken, die in den vergangenen Jahrzehnten den anti-israelischen Aktivismus anführte. Ihr Ziel sei es, „Juden, insbesondere amerikanische Juden, als Weiße, als Feinde farbiger Menschen zu rassifizieren und an den Rand zu drängen.“

Die Unruhen in amerikanischen Großstädten nach Floyds Tod seien insbesondere von drei Gruppierungen ausgenutzt worden, um ihre antizionistischen/antisemitischen Narrative voranzutreiben: der „Black Lives Matter“-Bewegung („die ideellen Erben der Black Panthers“), der Antifa-Bewegung („antikapitalistisch und anti-israelisch“) und das Netzwerk der Muslimbrüder in den USA (American Muslims for Palestine, die Dachgruppe der Vereinigung Studenten für Gerechtigkeit in Palästina und die Muslim Students Association, welche alle „die Rubrik Menschenrechte“ nutzen, um ihre anti-israelische Agenda voranzutreiben). Zu diesem anti-israelischen Trio gehören laut Joffe weitere „progressive“/links-jüdische Frontgruppen, beispielsweise die Organisation „Jewish Voice for Peace“ (JVP).

Diese Gruppen haben das formuliert, was Joffe eine „große gemeinsame Theorie“ der Unterdrückung nannte, die „den großen Satan in den USA“ und „den kleinen Satan, den israelischen ‚Siedlerkolonialismus'“ mit dem Kapitalismus, der weißen Vorherrschaft und anderen realen und eingebildeten Übeln verschmilzt.

Israel – und Juden, die es unterstützen – werden beschuldigt, „ein System des anti-schwarzen Rassismus in den USA aufrechtzuerhalten“ und vornehmlich „die Hauptursache“ für Polizeigewalt in Amerika zu sein. Als „Beweis“ führen die Ankläger die Tatsache an, dass das „Jüdische Institut für Nationale Sicherheit Amerikas“ (JINSA) und andere jüdische Gruppen in den Jahren nach dem 11. September 2001 Schulungsprogramme zur Terrorismusbekämpfung für US-Polizisten in Israel gefördert haben. (Programme, die nichts mit Fragen oder Taktiken der einheimischen Polizei zu tun haben).

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