„Die Thais kennen keinen Antisemitismus“

Ein Besuch beim Rabbi des Chabad-Hauses von Bangkok

Von Janina Krupop

Versteckt in der berühmt-berüchtigtsten Straße Bangkoks, der Kaohsan Road, liegt das Chabad-Haus „Ohr Menachem“. Günstige Restaurants, billige Hostels, unzählige Massagesalons, Bars und Tätowierstudios reihen sich hier aneinander, um Rucksacktouristen anzulocken. Zwischen den jungen Menschen aus aller Welt fahren hupend und kreischend Taxi- und Tuktukfahrer entlang. Das Chabad-Haus gegenüber dem Ibis-Hotel wirkt zwischen dem bunten Treiben unscheinbar. Im Gegensatz zu den übrigen Hotels und Restaurants, gelangt man hier erst hinein, nachdem der Wachmann den Pass kontrolliert und sein OK gegeben hat.

1994 eröffnete das erste Chabad-Haus in Bangkok. Weitere Häuser befinden sich in Chiang Mai, Phuket und Kho Samui. Die jüdische Gemeinde Thailands ist klein: etwa 4.000 Juden leben hier. Aber Thailand ist das beliebteste Reiseziel junger Israelis. Jedes Jahr strömen 100.000 israelische Touristen in das südostasiatische Land. Das Chabad-Haus Bangkok bietet ihnen ein Zuhause. Neben einem großen Gemeinschaftsraum und einer Synagoge gibt es ein koscheres Restaurant. Die meisten koscheren Produkte werden importiert, Hühner werden selbst geschlachtet. Jede Woche treffen sich hier hunderte israelische Rucksacktouristen. Sie tauschen ihre Erfahrungen aus und finden ein Stückchen Heimat in der Ferne. Eine von ihnen ist Tal Avidan. Die 30-jährige Israelin reist seit 10 Monaten durch die Welt. Für sie ist Thailand das beste Reiseziel Südostasiens. „Es ist ein sicheres Land und man wird als Tourist sehr zuvorkommend behandelt. Ich habe eine solche Qualität in keinem anderen Land erlebt.“ Das Chabad-Haus ermöglicht ihr Kontakt zu ihrer Heimat und Kultur zu halten. „Ich treffe hier viele jüdische Reisende, wir essen gemeinsam, feiern gemeinsam. Für uns Juden ist es sehr wichtig, im Ausland mit unseren Wurzeln verbunden zu bleiben“, so Avidan. Die meisten Touristen kommen tatsächlich wegen des koscheren Essens hierher und um die Schabbat-Abende zu feiern, aber auch um das Gespräch mit Rabbi Wilhelm zu suchen.

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