Schmini Azeret und Simchat Tora

An die sieben Tage von Sukkot schließt sich Schemini Azeret an. Der Name bedeutet „Achter Tag der Versammlung“. Obwohl das Fest eng mit Sukkot verbunden ist, gilt es als eigenständiger Feiertag. Dieses Jahr beginnt Schemini Azeret am Freitagabend, dem 2. Oktober, mit Sonnenuntergang und endet in Israel am Samstagabend, dem 3. Oktober, nach Einbruch der Dunkelheit; dort werden Schemini Azeret und Simchat Tora am selben Tag gefeiert. Simchat Tora bedeutet „Freude an der Tora“. Das Fest bildet den Abschluss des jährlichen Toralesungszyklus. Die Tora-Rollen werden bei feierlichen Umzügen, den sogenannten Hakafot, durch die Synagoge getragen und mit Gesang und Tanz geehrt. Seit dem 7. Oktober 2023 trägt dieses Fest eine zweite Last: Der Überfall auf Israel fiel auf Simchat Tora. Der Tag der Tora-Freude ist seither zugleich ein Tag der Trauer — und doch werden die Hakafot getanzt, als Bekenntnis dazu, dass man uns diese Freude nicht nehmen wird. (JR)

Von Chabad

Mit dem Ausgang des Sukkot-Festes beginnt sofort ein zweitägiges Fest: Schmini Azeret und Simchat Tora. In Israel werden beide Feste am gleichen Tag gefeiert.

Es wird von einem König berichtet, der seine Söhne zu einem mehrtägigen Fest einlud. Als die Zeit des Abschieds kam, sagte der König: „Meine Söhne! Bitte, bleibt noch einen Tag länger bei mir, es fällt mir schwer euch Gehen zu sehen!“ – der Midrasch.

Die Feiertagskerzen werden an beiden Nächten gezündet. Wir sprechen an beiden Feiertagen vor jeder der vier prächtigen Hauptmahlzeiten den Kiddusch. An diesen Tagen arbeiten wir nicht. Wir schreiben nicht und benutzen auch keine elektrischen Geräte; nur Kochen und Tragen sind erlaubt.

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