Die Botschaft von Lag BaOmer

An Lag BaOmer wird freudig gefeiert. Auch Trauerbräuche werden ausgesetzt.© MENAHEM KAHANA / AFP
Lag BaOmer ist ein jüdischer Feiertag, der auf den 33. Tag der Omerzählung fällt – also die Zeitspanne zwischen Pessach und Schawuot. Er markiert im jüdischen Kalender einen Wendepunkt: Die Phase der Trauer weicht einem Tag der Freude und des Gedenkens. Im Zentrum steht Rabbi Schimon bar Jochai, dessen Lehre die mystische Tradition des Judentums nachhaltig geprägt hat und dem das grundlegende Werk der Kabbala, der Sohar, zugeschrieben wird. Lag BaOmer verweist auf die Weitergabe eines inneren Wissens, das über Generationen tradiert und auf die Offenbarung am Berg Sinai zurückgeführt wird. In dieser Verbindung von Geschichte und Mystik erhält der Tag bis heute seine besondere geistige Bedeutung. (JR)
In mehreren Quellen finden sich Hinweise auf Lag BaOmer, den 33. Tag im Omer und Erklärungen seiner Bedeutung. In Bezug auf die Pluralität der Erläuterungen gilt hier, wie anderswo, das Diktum unserer Weisen: „Diese wie jene sind die Worte des Lebenden G-ttes“. Diese Regel kommt sogar dort zur Anwendung, wo eine klar erkennbare Unterschiedlichkeit oder Gegensätzlichkeit in den Erklärungen feststellbar ist. Oft aber lässt sich sehr wohl die Ansicht vertreten: „Der eine Meister hat eine Sache gesagt und ein anderer eine andere, und doch widersprechen sie sich nicht.“
Was Lag BaOmer betrifft, so nennt der Schulchan Aruch – unser halachischer Kodex für die tägliche Praxis – für das Begehen dieses Tages den bekannten Grund, dass bei einer schlimmen Epidemie, die unter den Schülern Rabbi Akiwas wütete, das Massensterben an diesem Tage aufhörte. Dies ist eher ein passiver Grund, und zwar deshalb, weil nichts wirklich getan wurde, keine menschliche Aktion erfolgte, es war lediglich das Ende einer Katastrophe.
Auf der anderen Seite aber wird uns bedeutet, dass Lag BaOmer ein großer Freudentag für den Tannaiten Rabbi Schimeon bar Jochai (Raschbi) war. An ihm starb er, und er schwang sich himmelwärts, wie er es ausdrückte: „Dies ist ein Tag von Erfüllung … Meine Seele ist mit ihm vereint, entfacht durch Ihn, vertieft in Ihn …“. „Diese Freude war so groß, dass daraus ein Freudentag für alle Juden wurde; für alle wurde es eine Mizwa, sich in Raschbis Freude mitzufreuen.“
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