Schawuot - Die Übergabe der Torah

© GODONG / BSIP / BSIP VIA AFP
Schawuot erinnert an den Augenblick, in dem das jüdische Volk am Berg Sinai die Torah empfing und damit seinen ewigen Bund mit G-tt erneuerte. Das Fest schließt die sieben Wochen der Omer-Zählung seit Pessach ab und verbindet geistige Erhebung mit gelebter Tradition: nächtliches Torah-Lernen, das Lesen der Zehn Gebote, festliche Mahlzeiten, Milchspeisen und das Lesen des Buches Ruth. So ist Schawuot nicht nur Erinnerung an ein einmaliges Ereignis vor mehr als 3300 Jahren, sondern die immer neue Annahme der Torah, die jüdische Identität, Treue und Verantwortung bis heute trägt. (JR)
Die Tora wurde von G-tt dem jüdischen Volk am Berg Sinai vor über 3300 Jahre gegeben. Jedes Jahr an Schawuot erneuern wir unsere Annahme des g-ttlichen Geschenks, und G-tt gibt uns erneut SEINE Tora.
Das Wort Schawuot bedeutet „Wochen“. Es markiert den Abschluss der sieben Wochen, die wir seit Pessach gezählt haben.
Die Übergabe der Tora war ein weitreichendes spirituelles Ereignis, - sie berührte die Essenz jeder jüdischen Seele für alle Zeiten. Unsere Weisen verglichen es mit einer Hochzeit zwischen G-tt und dem jüdischen Volk. Schawuot bedeutet Schwur und an diesem Tag schwur G-tt eine ewige Hingabe seinem Volk, und wir versprachen unsere ewige Loyalität zu IHM.
Der Schawuot-Feiertag ist ein zweitägiges Fest, welches mit Sonnenuntergang des 5. Siwan beginnt und bis zum Anbruch der Nacht des 7. Siwan dauert.
An diesem Tag schwur G-tt eine ewige Hingabe seinem Volk, und wir versprachen unsere ewige Loyalität zu IHM.
Frauen und Mädchen zünden die Feiertagskerzen, und zwar an beiden Abenden.
Wir sprechen die beiden Segenssprüche:
Gelobt seist Du, Ewiger, unser G-tt, König der Welt, der uns durch Seine Gebote geheiligt und uns befohlen hat, das Jom Tow-Licht anzuzünden.
Gesegnet seist Du, G-TT, unser G-tt, König des Universums, der uns das Leben schenkt, uns erhält und uns erlaubt, dieses Fest zu feiern.
Es ist Brauch, die ganze erste Schawuot-Nacht aufzubleiben und Tora zu lernen.
Alle Männer, Frauen und Kinder sollten am ersten Tag von Schawuot in die Synagoge gehen, um die Zehn Gebote während der Toralesung zu hören.
Wie an anderen Feiertagen üblich, essen wir festliche Mahlzeiten. Das Arbeiten ist uns verboten.
Wir essen milchige Speisen zu Schawuot, um der Tatsache zu gedenken, dass die Kaschrut-Gesetze vor der Übergabe der Tora noch nicht verkündet worden waren. Die Juden wussten deshalb nicht, wie sie ihre Töpfe und Pfannen koscher machen können und mieden somit Fleisch an diesem Tag.
Am zweiten Tag von Schawuot wird Jiskor im Morgengebet gesprochen.
Wir lesen in der Gemeinde an Schawuot das Buch von Ruth. König David verstarb an Schawuot und war ein Nachfahre von Ruth der Moabiterin.
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