Nach Jom Kippur kommt die Freude: Die tiefere Bedeutung von Sukkot

Das Laubhüttenfest erinnert Jüdinnen und Juden an das Leben Ihrer Vorfahren während ihrer Flucht aus Ägypten. © GIUSEPPE CACACE / AFP
Sukkot nimmt unter den jüdischen Feiertagen eine besondere Stellung ein: Die Tora gebietet gleich dreimal, sich an diesem Fest zu freuen, weshalb es in den Gebeten auch als die „Jahreszeit unserer Freude“ bezeichnet wird. Das siebentägige Laubhüttenfest erinnert nicht nur an die schützenden „Wolken der Herrlichkeit“ während der 40-jährigen Wanderung der Israeliten durch die Wüste, sondern ist zugleich ein Fest der eingebrachten Ernte. Seine tiefere Bedeutung erhält Sukkot unmittelbar nach Jom Kippur: Nach Teschuwa, Reue und göttlicher Vergebung darf der Mensch nun die geistigen „Früchte“ seiner Umkehr ernten. So verbindet Sukkot als eine Art Erntedankfest die Dankbarkeit für den materiellen Ertrag mit der Freude über einen geistigen Neubeginn und trägt diese Zuversicht in das kommende Jahr. (JR)
An allen jüdischen Feiertagen gilt die Mizwa, sich zu freuen. An Sukkot kommt der Freude jedoch eine besondere Bedeutung zu: Wie der Midrasch hervorhebt, fordert die Tora gleich dreimal ausdrücklich dazu auf, sich an Sukkot zu freuen. Bei Schawuot findet sich dieses Gebot nur einmal, bei Pessach wird die Freude dagegen nicht ausdrücklich angeordnet.
Auch in den Feiertagsgebeten wird jedem Fest eine eigene Bezeichnung gegeben: Pessach ist die „Zeit unserer Befreiung“, Schawuot die „Zeit der Gabe unserer Tora“ und Sukkot schlicht die „Zeit unserer Freude“.
Warum ist Sukkot Herausgepickt?
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