Westliche Terror-Anhänger kapern Wikipedia – Elon Musk will mit „Grokipedia“ kontern

Elon Musk will mit einem eigenen Internet-Lexikon „Grokipedia“ ein Gegengewicht zu Wikipedia starten. © Bild von KI generiert
Das Online-Lexikon Wikipedia – einst als Hort des freien Wissens gefeiert – wird zunehmend zum Instrument ideologischer Manipulation. Eine kleine, aber einflussreiche Gruppe pro-Hamas-Redakteure hat zentrale Artikel über Israel, den Gazastreifen und die Terror-Bande Hamas systematisch umgeschrieben. Wo früher Fakten standen, regiert heute antiisraelische Propaganda. Hinweise auf die Vernichtungsfantasien der Hamas werden gelöscht, Terroristen als „Aktivisten“ etikettiert, israelische Opfer relativiert. Unterstützt von Netzwerken wie „Tech for Palestine“ entsteht so eine digitale Front im Krieg gegen die Wahrheit. Elon Musk will das Monopol der „Wokepedia“ brechen. Mit seiner „Grokipedia“ kündigt er nicht weniger als eine digitale Revolution an – eine Enzyklopädie, die sich dem Wahrheitsanspruch verschreibt und den ideologischen Nebel der Gegenwart lichten soll. (JR)
Am 30.9.2025 kündigte Elon Musk an, basierend auf seiner KI „Grok“ ein eigenes Internet-Lexikon zu starten, unter dem Namen „Grokipedia“. Die Ankündigung kam in Reaktion auf ein Interview des Wikipedia-Mitbegründers Larry Sanger mit Podcaster Tucker Carlson, in dem Sanger 9 Thesen präsentierte, um Wikipedia zu reformieren.
Larry Sanger erklärte, wie die Führungsebene von Wikipedia im Wesentlichen aus 62 mächtigen Redakteuren besteht, von denen nur 9 namentlich bekannt sind. 53 der Topentscheider bei Wikipedia sind also anonym, und können daher rechtlich nicht belangt werden. Dies scheint ein Verstoß gegen die Transparenzpflicht des Digital Services Act der EU, das eine Rechenschaftspflicht für „sehr große Internetplattformen“ (Very Large Online Platforms - VLOPs) mit mehr als 45 Mio. Nutzern fordert.
Die englische Wikipedia definiert eine „Schwarze Liste“ von zuverlässigen und unzuverlässigen Quellen, die (nicht) als Quellen benutzt werden dürfen. Zu den „zuverlässigen“ englischen Quellen zählen CNN, die New York Times, die Washington Post, MSNBC, linke Postillen wie The Nation und Mother Jones sowie die Schwule- und Lesben-Vereinigung GLAAD. Die „unzuverlässigen“ Quellen sind in erster Linie konservative Medien wie Breitbart, Epoch Times, Gateway Pundit, Daily Wire und The Federalist, und sogar große konservative Medien wie Fox News, die New York Post, Daily Mail und Daily Express, so Sanger. (Es gibt keine öffentliche Liste von zuverlässigen und unzuverlässigen Quellen für die deutsche Wikipedia, man findet dort jedoch extrem selten pro-Israel-Quellen wie die Jüdische Rundschau, NIUS, MENA-Watch oder NGO Monitor.)
Von pro-„palästinensischen“ Redakteuren unterwandert
Vor allem bei der Israel-Berichterstattung ist die politische Voreingenommen eklatant: So darf die linke jüdische Anti-Defamation League zwar als Quelle über Innenpolitik und Rechtsextremismus verwendet werde, nicht aber zum Thema Nahostkonflikt. Das von Katar finanzierte und in Israel als Hamas-Propagandaorganisation verbotene Al-Dschasira bekommt von Wikipedia dagegen grünes Licht, genauso wie das rabiat israelfeindlich auftretende Amnesty International und das linksextreme Ha’artez. Wichtige Quellen zu Nahost wie NGO Monitor und JihadWatch werden dagegen auf die „Schwarze Liste“ gesetzt.
„Die jüdische Perspektive zum Gaza-Krieg ist auf Wikipedia schlicht nicht mehr auffindbar,“ so Sanger. Carlson, der sich als extremer Israelkritiker profiliert und sich mit 15 Mio. $ vom iranischen Unternehmer Omeed Malik finanzieren lässt, war von dieser Information sichtlich verwirrt.
Sanger fordert 9 Reformen in der Struktur und Arbeitsweise von Wikipedia, darunter die Wiederherstellung des Neutralitätsgebotes, ein Ende der Anonymität der Entscheider, ein Ende der „Schwarzen Listen“ für Quellen, eine Möglichkeit, Artikel zu bewerten und ein Schiedsgericht für Beschwerden.
Nun ermittelt auch der Aufsichtsausschuss des US-Kongresses unter Leitung der Abgeordneten James Comer und Nancy Mace gegen „die Bemühungen ausländischer Organisationen und Personen“, mit Hilfe von Wikipedia „die öffentliche Meinung in den USA zu beeinflussen.“ Mehrere Studien hätten Versuche aufgezeigt, „Informationen auf der Wikipedia-Plattform für Propaganda zu manipulieren, die auf ein westliches Publikum abzielt“, so Comer und Mace, die umfangreiche Unterlagen zu dem Thema von der Wikimedia-Stiftung anforderten.
Comer und Mace stützen sich in erster Linie auf die Recherche von Ashley Rindsberg von „Pirate Wires“, der im Oktober 2024 enthüllte, wie die englischsprachige Wikipedia seit dem 7.10. gezielt von pro-„palästinensischen“ „Redakteuren“ unterwandert wurde, die sich teils heimlich auf Discord-Servern absprechen und im Rudel auftreten, um Artikel einen anti-Israel Einschlag zu geben.
Gezielte und organisierte Manipulation
Eine koordinierte Kampagne unter der Leitung von rund 40 Wikipedia-Redakteuren habe daran gearbeitet, Israel zu delegitimieren, radikale islamistische Gruppen in einem günstigen Licht darzustellen und randständige akademische Thesen über den israelisch-„palästinensischen“ Konflikt zu lancieren. Sechs Wochen nach dem 7. Oktober 2023 habe z.B. einer dieser Redakteure die Erwähnung der Hamas-Charta von 1988, die die Tötung von Juden und die Zerstörung Israels fordert, erfolgreich aus dem Artikel über die Hamas entfernt, so Rindsberg.
Das Thema Nahost war naturgemäß schon lange eines der Umstrittensten auf der frei editierbaren Online-Enzyklopädie – so sehr, dass es im Rahmen der Streitschlichtung auf Wikipedia eine eigene Rubrik hat: „Requests for Arbitration/Palestine-Israel Articles“ (ARBPIA). Seit dem 7. Oktober hätte sich jedoch neben der Gruppe aus 40 Wikipedia-Redakteuren, die sich auffallend oft mit dem Thema Israel beschäftigen, parallel auf dem Chat-Programm Discord unter dem Namen „Tech for Palestine“ eine etwa 8000 Mitglieder starke pro-„Palästina“-Gruppe gebildet, die bis zu ihrer Aufdeckung im Herbst 2024 an etwa 10.000 Artikel 2 Mio. Änderungen vollzogen hätten, schreibt Rindsberg.
Einer der aktivsten Geschichtsfälscher dabei war ein Nutzer namens Iskandar323, der zum Beispiel den Israel-Bezug aus dem Artikel über „Juden“ gelöscht und systematisch Bezüge zur Charta der Hamas, die die Zerstörung Israels und Ermordung von Juden fordert, aus mehreren Artikeln gelöscht habe. Iskandar323 habe außerdem Artikel über den berüchtigten Mufti Amin Al-Husseini geändert, um dessen Zusammenarbeit mit den Nazis zu vertuschen und sogar das Foto von Al-Husseinis Besuch im KZ Trebbin-Sachsenhausen 1942 zu entfernen. Iskandar323 habe mit zwei anderen Redakteuren über 1000 Änderungen allein am Artikel über Mufti Al-Husseini vollzogen, so Rindsberg.
Um möglichst unerkannt zu bleiben, arbeitet die Gruppe oft zu zweit oder zu dritt, damit die israelfeindlichen Änderungen nicht alle vom selben Konto kommen. Sie sprechen sich dazu auf Discord ab, ein Verstoß gegen die Wikipedia-Regel gegen „Rudelbildung“. Wenn jemand ihre Änderungen in Frage stellt, holen sie sich Unterstützung von ihren Mitverschwörern. Als ein Redakteur namens „Shane“ gegen die Löschung des Fotos aus Trebbin protestierte, nannte sie ihn einen „Troll“ und holten weitere Mitstreiter, um das Foto wieder zu löschen. Schließlich gab „Shane“ entnervt und überrumpelt auf und verließ die Diskussion. Das Foto wird bis heute auch auf der deutschen Wikipedia-Seite zu Al-Husseini nicht angezeigt.
Pro-iranische Administratoren
Die israelfeindliche Troll-Gruppe hätte außerdem „systematisch Menschenrechtsverbrechen durch iranische Beamte auf Wikipedia entfernt, und irreführende Informationen hinzugefügt, die Führung der Islamischen Republik in einem guten Licht darstellen,“ so eine Beschwerde beim Schiedsgericht von Wikipedia im März 2024. Ein Mitglied der Gruppe habe z.B. den Artikel über die Proteste um die 2022 getötete Mahsa Amini geändert, um fälschlicherweise weit verbreitete Unterstützung für das iranische Regime zu unterstellen und Gewaltaufrufe von Regierungsschlägern zu relativieren. Iskandar323 habe „große Mengen an dokumentierten Menschenrechtsverbrechen durch Regimebeamte“ gelöscht, u.a. Angaben über die Todeskommissionen nach der islamischen Revolution, die Tausende politischer Gefangene hinrichteten, und Angaben über Hinrichtungen, die von hochrangigen Mitgliedern der derzeitigen Regierung des Iran durchgeführt werden.
Die Schiedskommission bei Wikipedia musste zugeben, mit der Fülle an problematischen Einträgen schlicht überfordert zu sein: „Es ist klar, dass dem Schiedsgericht die Puste ausgegangen ist, um den Sumpf der Verhaltensprobleme der Redakteure zum Thema Palästina-Israel zu lösen“, schrieb ein Schiedsrichter.
Die Wikimedia Foundation, die Wikipedia betreibt, verfügt über ein Vermögen von rund 500 Mio. $, und wird von der deutschen Bundesregierung im Rahmen des Programms „Demokratie leben“ 2025 mit 424.967,50 € gefördert. Wikimedia erhielt 2018 2 Mio. $ vom linken Spender George Soros, 4 Mio. $ von Craigslist-Gründer Craig Newmark 2017-2019 und 4,5 Mio. $ von Correctiv-Geldgeber Pierre Omidyar 2009-2010. Wikipedia wird trotz der bekannten Probleme von der Google Suche und vielen KI-Programmen als absolut zuverlässige Quelle behandelt.
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