„… doch der Segen kommt von oben.“

Die „Lob-Preisung“ (Bracha) ist ein zentraler Ausdruck im Judentum. Lob und die Lobpreisung sind neben dem Dank die wichtigste Haltung des Menschen gegenüber G‘tt. Beides äußert sich vor allem in der Liturgie in besonderen hymnischen Gebeten wie den Segenssprüchen, Lob-Psalmen oder den Lobliedern.

© CHARLY TRIBALLEAU / AFP

Von Theodor Joseph

Lob und die Lobpreisung sind neben dem Dank die wichtigste Haltung des Menschen gegenüber Gott. Beides äußert sich vor allem in der Liturgie in besonderen hymnischen Gebeten wie den Lob-Psalmen oder den Lobliedern.

„Lob-Preis“ (Bracha, Mehrzahl Brachot – hebr. ברכה, jiddisch: Broche) ist ein zentraler Ausdruck im Judentum, im religiösen wie im allgemeinen jüdischen Leben schlechthin. Dieser Begriff bedeutet in der jüdischen Religion Segen oder Lobpreis. In der hebräischen Sprache wird ein und dasselbe Wort verwendet, während im Deutschen differenziert wird zwischen dem Handeln Gottes (Segen) und dem, was der Mensch Gott gegenüber zum Ausdruck bringt (Lobpreis). „Broche machen“ heißt, den Segen vor dem Essen sprechen. Indes ist es viel mehr: Die Broche wird zu allen möglichen Gelegenheiten gesprochen – beim Händewaschen, beim Anlegen von Teffilin oder Tallit, vor Antritt einer gefährlichen Reise, bei jeder religiösen Handlung und bei all dem anderen Tun. Für einen die Bräuche achtenden Juden gibt es u.a. folgende Anlässe für eine broche:

- Sie ist das erste nach dem Aufstehen;

- Das letzte vor dem Zubettgehen;

- Sie wird vor und nach jeder Mahlzeit gesprochen;

- Bei der Genesung von einer Krankheit;

- Bei Ankunft einer neuen Jahreszeit;

- Beim Anblick des Mondes;

- Bei der Wahrnehmung eines neuen Geruchs;

- Beim Anblick eines Gewitters, beim Anblick der Berge, eines Sonnenuntergangs;

- Beim Anblick eines schönen Menschen oder eines schönen Tiers;

- Auch: Beim Anblick besonders hässlicher Geschöpfe lautet die Broche: „Gesegnet seist Du […], der die Geschöpfe variiert“;

- Beim Eintreffen schlechter Nachrichten;

- Beim Anblick eines Weisen oder Gelehrten;

- Beim Anblick gekrönter Häupter …

 

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