Alle Jahre wieder

Pünktlich zu Weihnachten erwacht wie jedes Jahr in unseren wundervoll wahrhaftigen Regierungsmedien wieder ein ganz besonderes Interesse an Bethlehem. Nach Matthäus 2,1 und Lukas 2,4–11 wurde der Jude Jehoschua (יְהוֹשֻׁעַ) (gleich Jesus) nämlich in dem im 1. Buch Samuel unter Vers 16,1 genannten Herkunftsort des jüdischen Königs David Betlehem (בית לחם) geboren.

Touristen und Pilger auf dem Platz vor der Geburtskirche in Bethlehem in Vor-Corona-Zeiten am 24. Dezember 2019.© HAZEM BADER , AFP

Von Dr. Rafael Korenzecher

Diesen Beitrag, den der Autor bereits im Jahr 2018 verfasste, hat trotz der Corona-Gegebenheiten nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Wir sind sicher, dass sich die im Text angesprochene Situation auch nach Corona nicht verbessern wird.

Die jüdische Geburtsstadt Jesus Christi rückt damit alljährlich für kurze Zeit ins Rampenlicht der Öffentlichkeit – natürlich unter tunlichster Berichts-Vermeidung jeden historischen Bezuges zur jüdischen Identität dieses neben allen biblischen Belegen u.a. durch ein aufgefundenes 3.000 Jahre altes Siegel auch außerbiblisch als historisch existent nachgewiesenen Ortes im Königreich Judäa.

Tausende Christen aus aller Welt kommen über die Weihnachts-Feiertage in die kleine Stadt südlich von Jerusalem und feiern in Partylaune und trauter Eintracht mit den arabischen Besetzern des historischen jüdischen Landes den Geburtstag des großen Sohnes der nicht etwa schon in biblischer Zeit, sondern erst in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts durch den Judenmörder (und folgerichtig im Gegensatz zu Hitler nicht nur vorgeschlagenen Friedensnobelpreisträger) Arafat erfundenen und von unseren westlichen Israel-Delegitimierungs-Medien am Leben gehaltenen „palästinensischen“ Fake-Nation.

Vergessen der kleine jüdische Makel des göttlichen Geburtstagskindes – Jesus war eindeutig „Palästinenser“. Oder – wenn es denn schon sein müsste – im ungünstigsten Falle ein illegaler jüdischer Siedler von der bösen, genau unter die progressiven „Kauft nicht bei Juden“-BDS-Regeln unserer judenfeindlichen Bessermenschen fallenden ultra-orthodoxen Sorte. Aber wer wird denn gleich an das Schlimmste denken wollen – ausgerechnet bei der Geburtstagsfeier noch dazu.

Und Grund zum Feiern gibt es für die Christen in Betlehem ja schließlich mehr als genug. Wie im Olympia-Deutschland des Jahres 1936 seitens der Nazis gegenüber den Juden herrscht nämlich jedes Jahr zu Weihnachten Medien-wirksames Tauwetter mit gemeinsamem Gesang seitens der Muslime gegenüber der das ganze Jahr über deutlich diskriminierten und durch natürliche Vertreibung sichtbar schwindenden christlichen Minderheit in dieser eigentlich und lange Zeit mehrheitlich von Christen bewohnten Weltkulturerbe-Stadt der christlichen Geburtskirche.

Natürlich fällt dank der Kirchenführer vom Schlage Marx, Bedford-Strom, Käßmann aber auch dank des Papstes, des griechisch-orthodoxen Patriarchen und nicht zuletzt auch dank unserer westlichen Mainstreammedien nichts davon auf die arabischen Usurpatoren zurück.

Viel lieber werden Israel und die jüdischen Verwandten Jesus für das Leid der arabischen Christen von Betlehem verantwortlich gemacht. Dass aber diese Christen unter ihren moslemischen Nachbarn leiden, kommt in keiner Weihnachtspredigt und natürlich auch kaum in unseren Medien vor. Kritik an den Moslems ist für „palästinensische“ Christen viel zu riskant. Dennoch gibt es genügend belastbare Aussagen gegenwärtiger und ehemaliger christlicher Bewohner Betlehems, dass Widerstand gegen die muslimische Mehrheit angesichts der Machtverhältnisse unter arabischer Verwaltung kaum noch möglich ist. Heute nehmen einflussreiche Moslem-Clans unbeachtet und unerwähnt durch unsere Medien den Familien christlicher Araber einfach das Land. Klagen dagegen sind zu gefährlich und führen weder zum Erfolg noch werden sie durch die Justiz der arabischen Autonomie unterstützt.

Und – wie bei den falschen Opfern auch an anderer Stelle selbstverständlich möchte man beinahe sagen – gibt es schon gar keine moralische Rückendeckung durch unsere Rückgrat-losen Islam-Anbiederungskirchen oder gar durch unsere die Friedfertigkeit des Islam Lügen-propagierenden Bessermensch-Medien.

Entrechtete christliche Familien aus Betlehem berichten, dass ihre besten und Repressions-freiesten Jahre auf die Zeit der israelischen Verwaltung nach der 1967er Befreiung aus jordanischer Besatzung und vor der arabischen Autonomie in die 1970er und 80er Jahre fielen.

„Wir lebten in Freiheit und fühlten uns sicher. Diese Freiheit kennt die neue Generation nicht, weder wir noch unsere Kinder“: Stattdessen verlassen vor allem junge arabische Christen in zunehmender Zahl Bethlehem, weil es dort seit dem faktischen Weggang der Israelis keine Zukunft mehr für Nicht-Muslime gibt.

 

Have a great Xmas-Season!

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