Die Tora – ohne Ende

Tiefe Vergleiche, heilige Partnerschaft und existenzielle Fragen in der Übersicht der Wochenabschnitte der Tora des Monats Oktober

Studium der Tora© FETHI BELAID, AFP

Von Rabbiner Elischa Portnoy

Im Oktober wird mit den Parschjot „Wajelech“ („Und er ging“), Haazinu („Höret!“) und „Wezot haBracha“ („Und dies ist der Segen“) die ganze Tora beendet und mit dem 1. Wochenabschnitt der Tora „Bereschit“ (Am Anfang) gleich von vorne begonnen.

 

Einfluss der Umgebung

In der Parascha „Wajelech“ finden wir die zwei letzten der 613 Gebote der Tora. Eins davon heißt „Hakhel“, und es handelt sich hierbei um die Versammlung aller Juden einmal in sieben Jahren im Tempel anlässlich eines besonderen Rituals, und im letzten Gebot der Tora wird jedem Juden befohlen eine eigene Tora-Rolle für sich zu schreiben.

Auch wenn das keine Gesetze fürs alltägliche Leben zu sein scheinen, beinhalten diese beiden Gebote wichtige und zeitlose Botschaften.

„Versammle das Volk, die Männer und die Frauen, und die Kinder und deinen Fremdling, der in deinen Toren, so dass sie hören und so dass sie lernen und fürchten HaSchem, euren G‘tt, und beobachten all die Worte dieser Lehre auszuüben“ (31:12). So beschreibt die Heilige Schrift die Mitzwa von „Hakhel“ (Versammlung). Auch wenn es nicht erkennbar ist, wann diese Versammlung stattfinden soll, erklärt uns die Mündliche Tora, dass es einmal in sieben Jahren am Ende vom Schmita-Zyklus zum Sukkot-Fest passieren soll. Alle Männer, Frauen und Kinder kommen zum Tempel, und der König liest bestimme Abschnitte der Tora für alle laut.

Während die Anwesenheit von Männern (Talmud: damit sie lernen) und Frauen (Talmud: damit sie hören) gut nachvollziehbar ist, stellt sich die Frage, wofür Kinder bei diesem seltenen Ereignis anwesend sein sollen. Eigentlich wird der Grund dafür schon im nächsten Vers der Tora erklärt: „Und ihre Kinder, die (noch) keine Einsicht haben, sollen hören und lernen, zu fürchten HaSchem, euren G‘tt, all die Tage, die ihr lebt auf dem Boden, dahin ihr über den Jarden geht, ihn einzunehmen“.

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