Die leckeren Feiertage

Was, wie und wann: alle Bräuche rund ums Essen und Fasten während der Hohen Feiertage einfach erklärt

Selbst Zootiere bekommen in diesem israelischen Zoo in Ramat Gan Honig zu Rosch Haschana.© JACK GUEZ. AFP

Von Rabbiner Elischa Portnoy

Von Mitte September bis Mitte Oktober erleben wir jedes Jahr einen Marathon der Feiertage, der viel zu bieten hat. Das sind sowohl tief in die Seele dringende Melodien von Chazonim (Vorbetern) am Jom Kippur, als auch sehr spezielle Gebote wie der Schofar am Rosch Haschana oder die Laubhütte am Sukkot, und die nie endenden Tänze mit den Tora-Rollen zu Simchat Tora.

Ein Fest wäre jedoch kein Fest, wenn dabei nicht auch gegessen würde. Das leckere Essen ist eine sehr wichtige Komponente des Feierns, und da ein Fest auf das andere folgt, sind die Hausfrauen in den jüdischen Familien und die Köche in den Gemeinden in diesem Monat im Dauerbetrieb.

Auch wenn gutes Essen auch während des Jahres, zum Beispiel am Schabbat immer ein wichtiges Thema ist, so sind rund um die Feiertage zahlreiche Bräuche entstanden, die diese Feiertage besonders machen und worauf sich viele Menschen schon Monate im voraus freuen.

Diejenigen, die sich mit jüdischem Leben ein wenig auskennen, würden sofort bei Sufganijot (ähnlich den Berliner Pfannkuchen) an Channuka, bei Matza an Pessach und bei Käse-Kuchen an Schawuot denken. Doch was wird bei europäischen Juden traditionell während der Hohen Feiertagen gegessen? Erstaunlicherweise gibt es sehr viele interessante Bräuche und sogar verpflichtende Gesetze!

 

Apfel, Honig und Fischkopf

Schon zu Rosch Haschana (Neujahresfest) wird es in der Küche heiß. Es müssen nicht nur vier obligatorische Festmahlzeiten für zwei Feiertage gekocht werden, sondern hinzu kommen noch mehrere kulinarische Extras, die dieses Fest umrahmen.

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