Während Trumps Amerika boomt, geht es mit seinen journalistischen Gegnern wirtschaftliche bergab. 

  • März 8, 2019 – 1 Adar II 5779
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März 8, 2019 – 1 Adar II 5779
Gut für die USA – schlecht für die Medien

Von Daniel Greenfield

Der Winterfrost mag ganze Städte lahmgelegt haben – nicht stillzulegen aber war der Zuwachs an Arbeitsplätzen in der brummenden Wirtschaft, der alle Erwartungen überstieg.

Es gab überall eine Zunahme an Arbeitsplätzen: im Transportwesen (27.000), in der Gesundheitsversorgung (42.000) und im Hotelgeschäft (74.000). Unter der Führung Trumps gab es in den letzten 12 Monaten 338.000 neue Arbeitsplätze im Bauwesen, während in Produktionsfirmen 261.000 hinzukamen. Das waren gute Nachrichten für viele Industriezweige, aber schlechte Nachrichten für andere.

Die Medien nämlich sind festgefroren und verzeichneten den Verlust von tausenden Arbeitsplätzen im Januar und Februar diesen Jahres.

Der Medienkonzern Gannett, der Gigant hinter „USA Today“ und vielen linksgerichteten Lokalzeitungen wie der „Arizona Republic“, der „Detroit Free Press“ und der „Milwaukee Journal Sentinel“, musste 400 Mitarbeiter entlassen.

McClatchy, ein anderer Pressegigant, der neben vielen anderen den „Miami Herald“, den „Kansas City Star“ und den „Charlotte Observer“ verlegt, musste 140 Personen im August entlassen. Tronc, ein weiterer Presseriese, musste große Einsparungen bei Zeitungen wie der „New York Daily News“ und der „Los Angeles Times“ machen.

Reuters rechnet damit 3.200 Jobs oder 12 Prozent seiner Angestellten weltweit zu entlassen und 55 Büros bis 2020 zu schließen. BuzzFeed entließ 15 Prozent oder 220 seiner Angestellten.

Verizon, das durch eine Reihe von schlechten Entscheidungen die „Huffington Post“ übernommen hatte, musst 7 Prozent (800 Jobs) in seiner Medienabteilung kündigen. Die „HuffPo“ hat ihr Gesundheits- und Meinungsresort aufgegeben, und einige Reporter entlassen. Vice Media musste sich von 10 Prozent seiner Angestellten (250 Personen) trennen. Die Angestellten von Mic (ein Internet- und Medienunternehmen mit Sitz in New York City) wurden zum Großteil im vergangenen November entlassen. Und der Aderlass ist noch nicht vorbei – dies ist nur der Anfang.

Warum gehen die Medien unter, während der Rest der Wirtschaft boomt?

Es gab einmal den Slogan: was gut für General Motors ist, ist gut für Amerika. Was aber gut für die Medien ist, ist schlecht für Amerika. Und was schlecht für die Medien ist, scheint offensichtlich gut für Amerika zu sein.

In wirtschaftlich schlechten Zeiten steigen die Bewerbungen bei Journalistenschulen

Im Jahre 2009, als die Wirtschaft den Bach herunterging, stiegen die Bewerberzahlen für Journalistenschulen steil an. Als die Wirtschaft sich erholte, gingen die Immatrikulationen bei denselben Schulen wieder zurück. Man könnte es den „Geier-Effekt“ nennen. Aasfresser werden vom Tod angezogen. Wenn die Todesrate zurückgeht, dann müssen sie entweder lernen, wie man die Beute tötet, oder sie sterben aus. Wenn man die zerstörerische Kraft der Medien in den letzten Jahren betrachtet, so kann man beispielsweise am Aasfresser CNN erkennen, dass er die Jäger anstachelt sich gegenseitig zu zerfleischen, um dann die Überreste zu fressen.

Im Jahre 2016 hat das Büro für Arbeitsstatistik einen Rückgang von 10 Prozent der Arbeitsstellen bei Reportern und Korrespondenten verzeichnet. Nach diesem Winter wird das BLS seine Schätzungen weiter nach oben korrigieren müssen. Die großen Medienorganisationen setzen 10 Prozent ihrer Angestellten vor die Tür – als Reaktion auf die Veränderung ihrer Geschäftsmodelle.

Den Medien geht es am besten, wenn die Lage schlecht ist. Aus dem gleichen Grund haben Demokraten ihren Stammsitz in Städten mit riesiger Armut, Waffengewalt und hoher Kindersterblichkeit. Linke geben vor die Dinge verbessern zu wollen, aber sie kommen nur an die Macht, indem sie die Dinge verschlechtern.

Die Medien sind völlig unfähig gute Nachrichten zu produzieren. Ihre kreischende Insistenz, dass die Wirtschaft sich fünf Minuten nach der Einschwörung Obamas verbessert hat, war Einbildung und hat niemanden überzeugt. Nach fünf Jahren wurde es zu einem „running gag“ mit dem Beigeschmack der spätsowjetischen Propaganda bezüglich der Weizenernte. Aber es kann sehr wirksam sein, schlechte Nachrichten zu verbreiten und die Menschen davon zu überzeugen, es handele sich um die Wahrheit.

Schlechte Nachrichten verkaufen sich in guten Zeiten schlechter

Man denke dabei einmal an den Erfolg der Medien, die Menschen davon zu überzeugen, dass der globale Erderwärmungshimmel über ihnen einstürzt, dass Facebook-Trolle eine Gefahr für die nationale Sicherheit sind und Präsident Trump alle seine Anweisungen aus Moskau bekommt.

Wenn die Medien Geld verdienen und ihre Macht festigen wollen, dann muss es negativ werden. Aber Negativität ist schwieriger zu verkaufen, wenn es den meisten Menschen gut geht. Außer natürlich den brütenden Aasgeiern der Medien selbst.

Ein trump‘scher Winter des Wirtschaftswachstums war für diese Vögel verheerend.

Die Entlassungen in der Medienbranche im Januar betreffen zwei Zweigen dieser Zunft. Zum einen den toten Zweig der Zeitungsgiganten, der immer mehr ausblutet, seitdem seine Kunden festgestellt haben, dass sie nicht zwölf Dollar bezahlen und ihre Hände mit Druckerschwärze beschmieren müssen, um die linksgerichteten Nachrichten aus New York und Washington in ihrem Lokalblatt wiedergekäut zu bekommen.

Und dann gibt es noch die digitalen Medien, die durch Risikokapitalanlagen finanziert wurden, die die neue große Hoffnung der Mainstream-Medien waren und schlüpfrige, abfällige Stories brachten, samt ihren eigenen Werbeapparaten und zahllosen Millennials, die in den sozialen Netzwerken über soziale Gerechtigkeit für andere Millennials schreiben.

Das ist die neue Medienkatastrophe. Und diese hat das wirkliche Schluchzen und Zähneknirschen hervorgerufen.

Die BuzzFeed-Entlassungen als demokratischer Notfall“, zeterte Farhad Manjoo in der „New York Times“. Farhad wollte über die Demokratie sprechen, aber seine Schlagzeile war aus Versehen korrekt [bezogen auf die Demokraten]. Diese Medienanstalt war ein Multiplikator für die Demokraten. Wenn es sie nicht mehr geben würde, dann würde sich die Politik im Lande radikal verändern.

Stellen sie sich ein Amerika vor, indem die Demokraten Republikaner belauschen, Polizeimörder fördern, der IS, der Iran und Kindestötung sofort in Medienverdrehungen reingewaschen werden, und Lügen und Fake News von durchtriebenen Kommentatoren und verfälschenden „Faktenchecks“ begleitet werden. Und dann stellen sie sich ein Amerika mit Grenzmauer vor, mit einer Wähleridentifizierung und einem wirklichen Krieg gegen den Terror.

Das ist der „demokratische Notfall“ – keine Frage.

Wenn die Medien fallen, wird dies der siegreichste Moment für die Demokratie seit dem Fall der Berliner Mauer sein. Der Zusammenbruch der Sowjetunion enthüllte, dass das böse Imperium nichts weiter war als eine Bande langweiliger Bürokraten, die – durch die Magie der Ideologie und des Massenmordes – die Fähigkeit erlangt hatten, Millionen von Menschen zu terrorisieren.

Viele Journalisten haben geringe Qualitäten

Die Abwickeln der Medien-Konzerne, die uns sagen, was wir zu tun und zu denken haben, die Milliarden von Dollar kosten, und ganzen Generationen den Fortschritt und einem Land den Wohlstand versagten, würde enthüllen, dass wir es zum großen Teil im Medienbetrieb lediglich mit einer Bande marxistischer Uni-Absolventen zu tun haben, die sonst nirgendwo eingestellt worden wäre.

Die Medien haben Google und Facebook dafür verantwortlich gemacht, nicht genügend Reichweite zu haben. Sie strengen sich an, von den „.com“-Firmen noch mehr Geld zu bekommen (Google und Facebook haben bereits hunderte Millionen in die Medien gepumpt), für ihre Inhalte Privilegien im Netz zu erhaschen und konservative Medien unter dem Deckmantel von „Fact Checking“ zu zensieren, indem sie einen „fake-news“-Notstand ausrufen.

Hass geschürt wird auch gegen die Manager von Gannett, McClatchy, Tribune, BuzzFeed, Bustle und Vice, die versuchen Abteilungen zusammenzulegen, wobei noch mehr Medienjobs auf der Strecke bleiben werden. Sie decken auf, dass Entlassungen bei diesen Mediengiganten in Wirklichkeit durch kapitalistischen Geiz getrieben wird.

Ja, bestimmt.

Der erhoffte Profit durch digitale Medien kommt nicht

Die digitalen Medienimperien mit ihren Fake News, Moderatoren und abfälligen „Sozialen Gerechtigkeits“-Kommentaren wurden dadurch aufgebaut, dass Investoren überzeugt wurden, diese Medienhäuser könnten genauso profitabel sein wie wirkliche Technologie-Unternehmen. BuzzFeed und der Rest der Bande könnten einfach mit den Schultern zucken und zugeben, dass ihre enttäuschten Erwartungen die neue Wirklichkeit sind. Und wenn ihre Investoren dies nicht mögen, dann sollen sie eben gehen und in Tech-Startups investieren. Dann würden in einigen Jahren nicht ein paar hundert Jobs gekündigt, sondern ein paar tausend.

Digitale Medien sind gefüllt mit sozialistischen Millennials mit einem „Ocasio-Cortez“-Verständnis von Wirtschaft, die sechsstellige Summen für ein nutzloses Universitätsdiplom der Columbia-Universität ausgegeben haben, und überzeugt sind, dass die Zerstörung von Facebook sie retten wird. Obwohl Facebook der einzige Grund ist, warum Klickköder-Parasiten wie BuzzFeed überhaupt existieren.

Schlussendlich geben viele in den Medien Präsident Trump die Schuld. In einem Ozean des wirtschaftlichen Aufschwungs wurden die Medien zu einer Wüsteninsel mit kannibalischen Wilden, die sich gegenseitig zerfleischen, während sie Mueller anbeten.

Aber die Ursache für das alles ist nicht, was Trump mit den Medien gemacht hat. Sondern, was er nicht mit ihnen macht.

Obamas polarisierende Politik schaffte soziale, kulturelle und wirtschaftliche Unsicherheit auf der ganzen Linie. Trumps Politik hat Wohlstand und wirtschaftliche Sicherheit gebracht. Und die Medien haben sich nun darauf konzentriert Unsicherheit bei den Demokraten und Trump-Hassern zu schüren, denn sie waren ihre einzige verbleibende Verbraucherbasis.

Die goldenen Zeiten sind da – hier und jetzt. Und die einzigen verbleibenden Medienkunden sind jene, die dies nicht glauben.

Wachsende Medien stehen für einen Vertrauensverlust bei den Amerikanern. Es würde zeigen, dass die polarisierenden linken Taktiken der Medien sich in großer Angst, Unsicherheit und Zweifel bei den einfachen Menschen auszahlen. Schrumpfende Medien hingegen bedeuten eine Zunahme an Optimismus im Volke.

Der Arbeitsplatzverlust bei den Medien ist eine sehr gute Sache. Es ist ein Statement des Vertrauens der Amerikaner auf Amerika.

Übersetzung aus dem Englischen von Jan Bentz

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