Frankfurt: Von Synagogen, koscherem Eis und einer Rabbinerin

Der bevorstehende Deutsche Ökumenische Kirchentag in Frankfurt nimmt auch das Judentum in den Blick. Eine gute Gelegenheit, die Mainmetropole und das jüdische Leben dort einmal näher zu erkunden.

Das Jüdische Museum von Frankfurt© WIKIPEIDIA

Von Leticia Witte (Audiatur)

Der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker hat einmal gesagt, Frankfurt am Main sei die „jüdischste Stadt“ Deutschlands. Die jüdische Gemeinde der Metropole zählt laut eigenen Angaben mit 6.500 bis 7.000 Mitgliedern zu den vier grössten Gemeinden bundesweit und hat eine lange Tradition. An den Main soll auch ein wichtiges Projekt des Zentralrats der Juden in Deutschland kommen: die Jüdische Akademie, eine bundesweite Denkfabrik und Bildungsstätte. Der geplante Neubau gilt als Pendant zu den Katholischen und Evangelischen Akademien.

In Frankfurt ist es möglich, jüdische Religion und Tradition aktiv zu leben – eingebettet in eine Infrastruktur, wie es sie ähnlich auch in einigen weiteren Städten mit grossen Gemeinden wie Berlin und München gibt, in vielen anderen Teilen Deutschlands aber eben nicht. Die Frankfurter unterhalten etwa ein Gemeindezentrum mit koscherem Restaurant, zwei Kindergärten, Krippen, eine Kindertagesstätte, die I.E.-Lichtigfeld-Schule mit Grundschule und gymnasialer Oberstufe, ein Alten- und ein Jugendzentrum. Auch gibt es jüdische Friedhöfe.

Darüber hinaus hat die Bildungsabteilung des Zentralrats ihren Sitz in der Stadt, ebenso finden sich dort unter anderen auch der Jüdische Turn- und Sportverband Makkabi, die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland und das Jüdische Museum, das im Herbst vergangenen Jahres nach einer Sanierung und Erweiterung wieder eröffnet wurde. Ist jüdisches Leben in Frankfurt also etwas „ganz Normales“?

„Normalität würde bedeuten, dass man das jeweils andere kennt“, sagt Michaela Fuhrmann, Leiterin für politische Beziehungen der Gemeinde. Viele Menschen hätten jedoch selbst in Frankfurt kaum Berührung mit der Gemeinde. Diese biete gleichwohl Veranstaltungen an, die auch von Nichtjuden angenommen würden. „Wir laden alle ein, die Unkenntnis zu überwinden und jüdisches Leben kennenzulernen und zu erleben“, betont Fuhrmann.

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