November 4, 2015 – 22 Heshvan 5776
Wie Judenfeinde Facebook instrumentalisieren

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Die erfolgreiche Löschung der populären Hass-Seite „Freiheit für Palästina2“  

Von Monty Maximilian Ott

(…)Was mit den dortigen Juden geschehen soll, wird keineswegs geheimgehalten. Ein Facebooknutzer, der dank Klarnamen eindeutig zu identifizieren wäre, verfasst folgenden Beitrag in der Kommentarspalte der Seite: „Die strafe gottes wird israel und jeden juden als treffen und dann wird es auf der ganzen welt frieden geben wenn es dieses volk nicht mehr gibt.“ An anderer Stelle heißt es: „Die Stunde wird nicht eintreten, bis die Muslime gegen die Juden solange kämpfen und sie töten und sich der Jude hinter einem Stein und einem Baum verstecken wird“.

Auf der Seite versammeln sich Verehrer der Hamas, die Hitler und den antisemitischen Schergen der NS-Zeit in Nichts nachstehen. Dabei sind nur wenige Beiträge auf der Seite zu finden, die wirklich der Realität entsprächen oder die ganze Wahrheit wiedergeben würden. Viele erinnern sich an die Aussage Abu Masens, in welcher er einen Kindermesserattentäter für tot erklärte, der tatsächlich aktuell im Jerusalemer Hadassah-Krankenhaus wieder gesundgepflegt wird. Über das Attentat des Jungen und über das israelische Krankenhaus, das ihn behandelt, wird geschwiegen, anstelle dessen heißt es: „Wir haben alle das Video gesehen was uns wütend gemacht hat als ein 13 Jähriger schwer verletzt auf dem Boden lag weil ihn ein Israeli angeschossen hat nebenbei wurde er gefilmt und von einen Zionisten übelst beleidigt“.

Ansonsten finden sich Abbildungen von Tieren, die israelische Soldaten zerfleischen oder Darstellungen, die zu Gewalt gegen Juden aufrufen. Eine Differenzierung zwischen Juden und Israelis findet nicht statt, für diejenigen, die diese Seite besuchen, steht fest, dass jeder Jude (egal, wo er sich befindet) ermordet werden soll. Egal welche Antisemitismus-Definition man anwenden möchte, hierbei handelt es sich um lupenreine Antisemiten. Es handelt sich hierbei um die Wegbereiter für Attentate wie in Paris oder in Brüssel.(…)

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