Die „arabische Solidarität“ bleibt wie bei den Palästinensern eine Floskel  

  • Oktober 4, 2015 – 21 Tishri 5776
  • Politik, Welt
  • 1094 mal gelesen

Von Monika Winter

Während Deutschland gerade Flüchtlinge und solche, die vorgeben es zu sein, in Scharen aufnimmt, stellt sich unter anderem die Frage, warum die reichen arabischen Golfstaaten wie Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Katar und Bahrain syrischen (also ebenfalls arabischen) Flüchtlingen kein Asyl gewähren.

Diejenigen, die wirklich syrische Flüchtlinge sind, könnten aufgeteilt werden zwischen Europa und den Golfstaaten. Aber das ist wohl nicht gewollt. Es heißt, die Golfstaaten hätten die Genfer Konvention nicht unterzeichnet, so dass sie keine Flüchtlinge aufnehmen müssen. Die Golfstaaten selbst äußern Bedenken wegen Terror und Unruhen, den die Flüchtlinge angeblich in ihre Länder tragen könnten.

In Saudi-Arabien erwartet den jungen Ali Al-Nimr die Hinrichtung, was Enthauptung und anschließende Kreuzigung der Leiche bedeutet. Er wurde verhaftet, als er 17 Jahre alt war. Der Grund dafür war, dass er an einer Protestkundgebung im Jahre 2012 teilnahm. Weil er später einer angeblich „kriminellen“ Vereinigung beitrat, wurde er zum Tode verurteilt. Welche Qualen der Junge durchstehen musste, darüber mag man nicht nachdenken. In diesem Jahr gab es 134 Hinrichtungen, im Vorjahr 90 alleine in Saudi-Arabien. Saudi-Arabien erhielt gerade in geheimer Wahl einen Sitz im UN-Menschrechtsrat. Das geschah ein paar Tage nachdem die Berufung des jungen Ali Al-Nimr abgewiesen wurde und damit seine Hinrichtung feststand.

Die reichen Golfstaaten gewähren kein Asyl. Wer einreisen will, muss ein kostenträchtiges Visum und bestenfalls ein dickes Scheckbuch besitzen. Muslime helfen Muslimen nicht.
Es ist kein Geheimnis, dass die Golfstaaten Präsident Baschar-Al-Assad weghaben wollen und den syrischen Krieg unterstützen. Trotzdem gibt es für Millionen von Flüchtlingen keine direkte Hilfe, lediglich Geld, wie die UNHCR berichtete.
Es heißt, dass einige Privatpersonen aus den Golfstaaten große Spender für syrische Flüchtlinge seien. Sie spenden an das UNO-Flüchtlingswerk. Einige Spenden werden jedoch als problematisch angesehen, denn sie fließen an konservative islamische Hilfsorganisationen, die sich ausschließlich um sunnitische Syrer kümmern und gleichzeitig ihre Islam-Interpretation mitliefern. Auch radikal-islamistische Gruppen in Syrien wurden unterstützt.

Die Golfstaaten verlangen, dass sich die Weltengemeinschaft mehr für die Syrer einsetzt ohne eigenen Einsatz durch Aufnahme ihrer arabischen Brüder und Schwestern. Riad bietet an für syrische Flüchtlinge in Deutschland 200 Moscheen zu bauen. 20 hätten vielleicht gereicht, aber gleich 200, damit ist die Frage nach einer fortschreitenden Islamisierung Europas auch nicht von der Hand zu weisen.

Gehen wir etwas zurück in die Geschichte. Arabische Solidarität war auch gegenüber den Palästinensern stets nur eine Floskel. (…)

Komplett zu lesen in der Druck- oder Onlineausgabe der Zeitung. Sie können die Zeitung „Jüdische Rundschau“ hier für 39 Euro im Papierform abonnieren oder hier ein Onlinezugang zu den 12 Ausgaben für 33 Euro kaufen.


Sie können auch diesen Artikel komplett lesen, wenn Sie die aktuelle Ausgabe der "Jüdischen Rundschau" hier online mit der Lieferung direkt an Sie per Post bestellen oder jetzt online für 3 Euro statt 3,70 Euro am Kiosk kaufen.

Lesen Sie die ganze Geschichte bei pocketstory

Brief an die Redaktion schreiben