Januar 4, 2016 – 23 Tevet 5776
„Wenn der Kanarienvogel nicht mehr singt…“

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Die Juden als „Frühwarnsystem“  

  • Januar 4, 2016 – 23 Tevet 5776
  • Politik, Welt
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„Wenn der Kanarienvogel nicht mehr singt, ist Europa in der Krise.“ So die neue EU-Koordinatorin zur Bekämpfung von Antisemitismus, Katharina von Schnurbein, während ihrer ersten offiziellen Rede auf einem Symposium der „European Coalition for Israel“ (ECI) im Europäischen Parlament in Brüssel.

Anfang Dezember hat die Europäische Kommission erstmals einen „Koordinator zur Bekämpfung von Antisemitismus“ gewählt. Einige Tage später gab die neu ernannte Koordinatorin, Katharina von Schnurbein, ihre erste offizielle Rede auf einem Symposium der „European Coalition for Israel“ (ECI) im Europäischen Parlament in Brüssel zum Thema „jüdische Beiträge zu Kultur und Werten Europas“.

In ihrer Rede verglich sie die Situation der Juden in Europa mit der des Kanarienvogels in einer Kohlegrube. „Wenn der Kanarienvogel nicht mehr singt, ist Europa in der Krise“, warnte sie.

Der Ausdruck bezieht sich auf die historische Rolle der Kanarienvögel in der Bergbauindustrie. Solange der Vogel sang, wussten die Bergleute, dass die Luftzufuhr für die Atmung sicher war. Wenn der Kanarienvogel starb, wurde die Mine sofort evakuiert.

Auf dem Symposium sprach von Schnurbein über die Bedrohung des jüdischen Lebens in Europa und die Notwendigkeit eines Frühwarnsystems. Sie wird direkt an den ersten Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Frans Timmermans, berichten, der seine Entscheidung, zwei Koordinatoren, einen für Antisemitismus und einen anderen für anti-muslimischen Hass, zu ernennen, auf einem EU-Kolloquium in Brüssel Anfang Oktober angekündigt hatte.

Das neue Büro soll eine EU-Kontaktstelle für alle sein, die antisemitische Angriffe erfahren, und das Büro wird auch Strategien entwickeln zur Bekämpfung von Antisemitismus in Europa. Von Schnurbein erinnerte daran, dass das Problem nicht bei der EU läge. Sie wies darauf hin, dass „obwohl die EU die Leugnung des Holocaust verboten hat, nur 13 Mitgliedstaaten von 28 die Richtlinie umgesetzt haben“. (...)

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