Juli 6, 2015 – 19 Tammuz 5775
Was tun, Herr Jung?

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Franz-Josef Jung, religionspolitischer Sprecher der CDU/CSU im JR-Interview mit Ali Yildiz  

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Die türkische AKP unter Erdogan wird teilweise als moslemische CDU der Türkei bezeichnet, ihre Anhänger in Deutschland seien daher besonders CDU-tauglich, sehen Sie Gemeinsamkeiten?

Von einer muslimischen CDU ist mir nichts bekannt! Jede und Jeder, der in Deutschland wahlberechtigt ist und unsere politischen Überzeugungen teilt, findet in der CDU seine Heimat.

Sagen Sie eigentlich auch „Der Islam gehört zu Deutschland“ oder „Der Islam ist Teil der CDU“ ?

Weder noch. Menschen muslimischen Glaubens gehören zu Deutschland. Genauso wie Menschen christlichen oder jüdischen Glaubens oder anderer Glaubensrichtungen, die in Deutschland leben.

Ihre Partei bekennt sich zum christlich-jüdischen Erbe Europas. Was ist damit gemeint?

Einerseits verbindet Christen und Juden der Glaube an denselben Gott. Die fünf Bücher Mose sind Grundlage der jüdischen Tora und finden sich ebenso im Alten Testament der Bibel. Gleichzeitig
gibt es eine lange gemeinsame Geschichte von Christen und Juden in Europa – auch mit schwarzen Stunden wie dem Holocaust. Nach der Zerstörung des Zweiten Weltkrieges und der fast vollständigen
Vernichtung der jüdischen Bevölkerung suchte man nach einem einenden Band, das ein Aufeinanderzugehen, Versöhnung und Vergebung zwischen den Völkern Europas und vor allem
gegenüber den Juden möglich machen könnte. Die Besinnung auf das gemeinsame kulturelle, historische und christlich-jüdische Fundament ebnete den Boden für das Europa und das gute,
freundschaftliche Verhältnis zu Israel wie wir es heute kennen.
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