November 4, 2015 – 22 Heshvan 5776
Tamuti! – Stirb!

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Die Saat von Oslo geht als „Messerintifada“ auf!  

  • November 4, 2015 – 22 Heshvan 5776
  • Israel
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Von Ulrich Becker

Terrorattacke reiht sich an Terrorattacke. Man kommt kaum nach. Man sitzt vor den Nachrichtenseiten und drückt ständig auf „aktualisieren“. Die Überschrift lautet „Erneuter Anschlag“ und man fragt sich, ob damit noch der „alte“ Anschlag von vor drei Stunden gemeint ist, oder der vor einer Stunde, oder ob es schon wieder einen neuen Anschlag gab. Und wenn man eine halbe Stunde lang keinen neuen Anschlag im Ticker sieht, fragt man sich, ob etwas mit der Internetverbindung nicht stimmt.

Aber im Ernst: Eigentlich sollte dieser Artikel mit einer Liste und Zusammenfassung aller Anschläge der letzten zwei Wochen beginnen, aber das wäre ziemlich hoffnungslos, denn der Platz würde einfach nicht ausreichen und wer weiß was bis zur Veröffentlichung dieses Artikels noch alles passiert (behüte!).

Momentan sieht sich Israel in einer Terrorwelle, die mittlerweile alle Teile des Landes erfasst hat.
Tagtägliche Angriffe mit Messern, Molotowcocktails, Steinen, Strassenkrawalle überziehen Jerusalem, Judäa und Samaria, aber auch Städte und Gegenden in Zentral- und Nordisrael. Der blutrünstige Schussanschlag einer organisierten Hamaszelle in Samaria, bleibt bis jetzt noch die Ausnahme, aber die Massenkrawalle vor allem auch der israelischen Araber bringt die israelische Polizei schon jetzt, nach den Worten eines führenden Beamten, „an die Grenze ihrer Belastbarkeit“. Reservegrenzzschutz und -polizeieinheiten mussten schon einberufen werden.

Die hauptsächliche Terrormethode dieser Welle aber sind die Messer. Sie wird schon als „Intifada der Messer“ auf einschlägigen Seiten gefeiert.
Gleichzeitig sorgt die Hamas für mittlerweile tagtägliche versuchte Grenzstürmungen von Gasa aus und ihr „Westjordanland“-Befehlshaber, der bei Erdogan in der Türkei residiert, unternimmt große Anstrengungen den Terror dort weiter anzukurbeln und zu unterstützen, während der „Raketenniesel“ aus Gasa auch wieder zunimmt.

Bis jetzt haben sich die Beduinen im Negev diesem landesweiten Aufstand noch nicht angeschlossen. Bis jetzt belässt es auch die Hisb'Allah im Norden „nur“ bei rhetorischen Angriffen und Ermutigungen der Terroristen in Israel. So bekräftigte ihr Führer Nasrallah gerade seine Untergangsphantasien gegenüber Israel in der aktuellen Terrorwelle:

„Dank des Irans befindet sich Israel heute auf dem ihm zustehenden Weg der Schwächung und Auslöschung“.

Der Hamas und dem „Islamischen Dschihad“ in Gasa, beide vom Iran finanziert und bewaffnet, scheint es auch in den Fingern zu jucken sich dem muslimischen Aufstand in Israel mit einem weiteren Gasa-Raketenkrieg anzuschließen. Diese Befürchtung äußerte zumindest der israelische Militärgeheimdienst, während die Hamas ihrerseits Israel bereits vor „Dummheiten“ warnte und ihre Propagandamaschine scheint schon für einen weiteren Krieg warmzulaufen, der natürlich nicht ohne dschihadistischen Soundtrack bleiben darf. So veröffentlichte die Hamas gerade ihren neuen „Kriegshit“, betont mit einer bekannten israelischen Popmelodie und auf Hebräisch: „Wir sind die Soldaten Gottes und wurden geschickt, um die Zionisten zu vernichten…“

Offenes Bekenntnis zum gezielten Judenmord
Und ehrlicher als die Hamas kann man kaum zusammenfassen, was gerade passiert: Von Hamas, Hisb'Allah, Gruppen von muslimischen Israelis, Moslems in Jerusalem, Judäa und Samaria, sowohl unter israelischer als auch „palästinensischer Verwaltung“, schließt man sich zu einem landesweiten, mörderischen Pogrom zusammen, bei dem es darum geht, Juden umzubringen und den jüdischen Staat zu erschüttern, wenn nicht zu vernichten.

Einige Israelis sind überrascht über das plötzliche Massenphänomen des arabischen „Volksterrors“, diesseits und jenseits der Grünen Linie, welche es für diesen antisemitischen Terror sowieso nicht gibt. Aber wenn man sich ein wenig das Profil der Terroristen ankuckt, die gerade die Anschläge verüben, und nach den Gründen fragt, sollte es eher überraschen, dass es es nicht schon viel früher und viel häufiger und heftiger passiert, was gerade geschieht.

Die antisemitischen Kinder Oslos mit Messer und Facebook
Einen sicheren Hinweis über die Beweggründe der Täter bekommt man gerade aus der Identität der Opfer. Sie sind Juden, aber vor allem ultraorthodoxe Juden, und zumindest Juden mit Kippa, Bart und Schläfenlocken oder uniformierte Staatsdiener des jüdischen Staates.
Genau auf diese zwei Typen bezieht sich auch die muslimische Hetzte der letzten Monate in den sozialen Netzwerken, die vor allem aus Gasa kommt, aber auch aus den PA-Gebieten. Da ist es egal, dass ein Großteil der Ultraorthodoxen dem zionistischen Staat kritisch gegenübersteht, nicht in der Armee dient etc., denn diese Propaganda ist vor allem eins: Klassisch antisemitisch.
Ihr geht es um die Schläfenlocken, um den Tallit, um die Kippa, die ermordet werden müssen und zwar im großen Stil, als Genozid. (…)

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