Juli 6, 2018 – 23 Tammuz 5778
Schluss mit dem Palästina-Blödsinn!

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Noch in den 1960er Jahre nannten sich die Bewohner des Westjordanlandes einfach „Araber“
  

Von Gerd Buurmann

Das Problem bei der Debatte um Palästina besteht darin, dass zwar alle „Palästina“ sagen, aber alle damit was anderes meinen. Es gibt keine einheitliche Definition des Begriffs „Palästina“ und dort, wo es Definitionen gibt, sind sie oft judenfeindlich. Es wird Zeit, dass wir diesen Blödsinn endlich beenden.

Golda Meir, die Ministerpräsidentin des Staates Israel von 1969 bis 1974, erklärte einst: „Ich bin eine Palästinenserin!“

Warum überrascht uns dieser Satz heute so? Weil wir heute ein völlig falsches Verständnis von Palästina haben. Das „palästinensische“ Volk, so wie es heute mehrheitlich definiert wird, entstand erst vor gut fünfzig Jahren. Davor gab es kein „palästinensisches“ Volk. Es gab keine „palästinensische“ Sprache, keine unabhängige „palästinensische“ Kultur, kein „palästinensisches“ Staatsoberhaupt und kein „palästinensisches“ Volk. Es gab lediglich eine Menge Menschen verschiedenster Glaubensrichtungen und Nationalitäten, die einzig und allen durch den Umstand vereint wurden, dass sie in einem Gebiet lebten, das von den alten Römern einst Palästina genannt wurde. Nach der Zerschlagung des jüdischen Volkes im Jahr 135, nannten die Römer das Gebiet Judäa in Palästina um, um durch das neue Wort jeglichen Bezug der Region zum jüdischen Volk zu verwischen.

Das Wort „Palästina“ wurde seitdem knappe zwei Jahrtausende lang als Gebietsbeschreibung genutzt, ähnlich wie das Wort „Rheinland“. Rheinländer ist, wer im Rheinland lebt. „Palästinenserin“ ist, wer in Palästina lebt. Willy Millowitsch war ein Rheinländer und Golda Meir war eine „Palästinenserin“.

Nach dem 1. Weltkrieg und durch den Untergang des Osmanischen Reiches wurde das Gebiet Palästina herrschaftslos. Ab 1922 verwaltete dann der Völkerbund das Gebiet. Alle Menschen, die zwischen 1923-1948 im britischen Mandat Palästina geboren wurden, hatten damals „Palästina“ in ihre Pässe gestempelt. Wenn man damals allerdings Araber als Palästinenser bezeichnete, waren sie beleidigt und erklärten: „Wir sind keine Palästinenser, wir sind Araber. Die Palästinenser sind die Juden!“

Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff „Palästinenser“ als Synonym für „Jude“ benutzt! In den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts zum Beispiel gab es in Jerusalem ein sogenanntes palästinensisches Orchester. Es bestand ausnahmslos aus Juden.

Palästina war das Land der Juden! Wie also konnte es geschehen, dass ein Volk der „Palästinenser“ erfunden wurde, das sich heute dadurch auszeichnet, dass Juden nicht mehr dazugehören?

Der mit Abstand größte Teil Palästinas liegt im heutigen Jordanien. Weitere Gebiete Palästinas sind der Golan, der Gazastreifen, das Westjordanland und Gebiete von Ägypten und Saudi-Arabien. Nur ein sehr kleiner Teil Palästinas befindet sich im heutigen Israel. Alle, die in dem Gebiet Palästina leben, mögen es nun Jordanier, Israelis, Araber, Juden, Christen oder Moslems sein, sind „Palästinenser“ im Sinne dieser Gebietsbeschreibung!

Im 20. Jahrhundert wurden jedoch Juden aus der Gruppe der „Palästinenser“ vertrieben. Der PLO-Führer Zuheir Mohsen erklärte im März 1977 in einem Interview mit der niederländischen Zeitung Trouw:

„Das palästinensische Volk existiert nicht. Die Schaffung eines palästinensischen Staates ist nur ein Mittel, um unseren Kampf gegen den Staat Israel für unsere arabische Einheit fortzusetzen. In Wirklichkeit gibt es heute keinen Unterschied mehr zwischen Jordaniern, Palästinensern, Syrern und Libanesen. Nur aus politischen und taktischen Gründen sprechen wir heute von der Existenz eines palästinensischen Volkes, denn die arabischen nationalen Interessen verlangen, dass wir die Existenz eines eigenen palästinensischen Volkes als Gegenpol zum Zionismus postulieren (…) Aus taktischen Gründen kann Jordanien, ein souveräner Staat mit definierten Grenzen, keine Forderungen auf Haifa und Jaffa aufstellen, während ich als Palästinenser zweifellos Haifa, Jaffa, Beer-Sheva und Jerusalem fordern kann. Doch in dem Moment, in dem wir unser Recht auf ganz Palästina zurückfordern, werden wir nicht eine Minute warten, Palästina und Jordanien zu vereinen.“

Israel ist keine Gefahr für den Weltfrieden
Das „palästinensische“ Volk ist somit nur eine Erfindung! Das „palästinensische“ Volk, wie wir es heute kennen, ist ein mörderischer Blödsinn, der in Schulen, Filmen, Massenveranstaltungen, im Fernsehen und von unzähligen Nichtregerungsorganisationen propagiert wird. Er wurde als Massenvernichtungswaffe gegen Israel geschaffen, um das jüdische Volk zu diffamieren, Israel zu dämonisieren und dem Judenhass eine neue Ausdrucksform zu geben. Aus dem alten „Kauft nicht bei Juden“ wurde so „Boykott Israel“ und die Parole „Die Juden sind unser Unglück“ wandelte sich zu der Aussage „Israel ist die größte Gefahr für den Weltfrieden“.

Letztere Aussage wird sogar vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen vertreten, der Israel öfter verurteilt hat als alle anderen Länder der Welt zusammen, inklusive Syrien, Nordkorea, China, Saudi-Arabien und dem Iran.

Viele „palästinensische“ Parteien und Organisationen von der Hamas bis zur Fatah nutzen das erfundene „palästinensische“ Volk als Massenvernichtungswaffe. Sie verstecken ihre Waffen in Hospitälern, nutzen ihre Kinder und Schulen als Schutzschilde und benennen Stadien und Straßen nach Menschen, die als sogenannte Märtyrer Juden und Israelis getötet haben. Die Hinterbliebenen dieser „Märtyrer“ erhalten stattliche Renten, die unter anderem durch Fördergelder der Europäischen Union und der Vereinten Nationen finanziert werden. In arabischen Kindersendungen werden Kinder zu Kanonenfutter erzogen, die Freude daran verspüren sollen, Juden zu töten, sogar wenn sie selber dabei sterben. (…)

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