Juni 8, 2018 – 25 Sivan 5778
Paraguay eröffnet Botschaft in Jerusalem

image

Nach den USA und Guatemala verlegen auch die Südamerikaner ihre diplomatische Vertretung in die Hauptstadt Israels 

Von Israelnetz

Nach den USA und Guatemala verlegt auch Paraguay seine Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Der paraguayische Präsident Cartes drückt seine Bewunderung für Israel aus.

Paraguay hat am Montag seine Botschaft in Jerusalem eröffnet. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu lobte den paraguayischen Präsidenten Horacio Cartes als „großen Freund Israels“. Es sei jetzt die Zeit gekommen, in der die Beziehung beider Länder „wie Wasser fließen“ werde. Die Botschaft Paraguays befindet sich jetzt im Malha Technikpark. Im selben Gebäude hatte bereits Guatemala vergangenen Mittwoch seine Botschaft eröffnet.

Paraguay unterstützt Israel schon seit Jahrzehnten
Netanjahu erinnerte an die Hilfe, die Paraguay Juden bei der Flucht aus Deutschland vor und während des Holocaust gab. Das Land habe jüdische Flüchtlinge während des Krieges aufgenommen. „Es war ein Akt der Güte und Gnade, der sich für immer in unsere Herzen eingeprägt hat“, sagte Netanjahu. Auch habe Paraguay die Gründung des israelischen Staates bei der UN-Abstimmung 1947 unterstützt.

„Ich bin kein halbherziger Freund“, sagte Cartes. Die Liebe und die Bewunderung, die er für das israelische Volk verspüre, basiere auf gemeinsamen Werten wie Demokratie, Frieden und die Verteidigung der Menschenrechte. Cartes war der erste paraguayische Präsident, der Israel im Jahr 2016 besuchte.

Cartes hatte israelisches Beraterteam im Wahlkampf
Cartes‘ fünfjährige Legislaturperiode endet im August. Im Wahlkampf hatte er auch ein israelisches Beraterteam, darunter Netanjahus früheren Bürochef Ari Harow. Der paraguayische Präsident konnte wegen seiner bisherigen Amtszeiten nicht wiedergewählt werden. Sein Nachfolger Mario Abdo Benitez, ein Enkel libanesischer Einwanderer und aus derselben Partei wie Cartes, sagte, er sei in den Botschaftsumzug nicht einbezogen worden.

Die „Palästinensische Autonomiebehörde“ (PA) verurteilte den Botschaftsumzug. Es sei ein Akt der Aggression gegen die „Palästinenser“ und ihre Rechte. Auch verstoße die Verlegung gegen internationales Recht und wichtige UN-Resolutionen.

Komplett zu lesen in der Druck- oder Onlineausgabe der Zeitung. Sie können die Zeitung „Jüdische Rundschau“ hier für 39 Euro im Papierform abonnieren oder hier ein Onlinezugang zu den 12 Ausgaben für 33 Euro kaufen.


Sie können auch diesen Artikel komplett lesen, wenn Sie die aktuelle Ausgabe der "Jüdischen Rundschau" hier online mit der Lieferung direkt an Sie per Post bestellen oder jetzt online für 3 Euro statt 3,70 Euro am Kiosk kaufen.

Brief an die Redaktion schreiben