Juni 8, 2015 – 21 Sivan 5775
Nahost-Konflikt ganz ohne Israel

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Der Krieg im Jemen ist Ausdruck eines sunnitisch-schiitischen Kampfs um Vormachtstellung  

  • Juni 8, 2015 – 21 Sivan 5775
  • Politik, Welt
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(…) Irans fünfte Kolonne: Bereits kurz nach dem Start der Militäroperation im Jemen Mitte März meldeten Presseagenturen übereinstimmend, dass regierungstreue Truppen zwei iranische Offiziere in verschiedenen Provinzen gefangengenommen hätten. Die Offiziere sollen Angehörige der Revolutionsgarden sein und damit einer Spezialeinheit, die das Regime in Teheran auch an anderen Kriegsschauplätzen wie beispielsweise in Syrien und im Libanon immer wieder zur Unterstützung lokaler Alliierter entsendet hat. Fachleute waren nicht überrascht. Bereits 2014 hatte der Iran den Huthis kostenlose Öllieferungen und weitreichende Investitionen in die Infrastruktur versprochen, sollten sich diese um ein „stärkeres politisches Gewicht“ im Lande bemühen. Diese Ankündigung wertete die jemenitische Regierung damals als indirekte Aufforderung zum Putsch. Anfang April erklärte dann auch Außenminister Kerry, dass Geheimdienstinformationen die Unterstützerrolle Irans für die Aufständischen belegen würden. „Der Iran muss verstehen, dass die Vereinigten Staaten
nicht tatenlos eine Destabilisierung der Region hinnehmen werden“, so Kerry. Die iranische Führung hat eine Unterstützung für die schiitischen Aufständischen stets zurückgewiesen. „Die Jemeniten brauchen unsere Waffen nicht“, erklärte Ajatollah Chamenei im Mai. Auch wenn das tatsächliche Ausmaß militärischer Hilfe nur schwer einschätzbar ist, ist die ideologische Nähe der Islamischen Republik zu den Rebellen allzu deutlich.

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