August 3, 2018 – 22 Av 5778
Moslembrüder: Die verkannte Gefahr

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Die Moslembrüderschaft ist mit ihrer Lobbyarbeit und Unterwanderung die gefährlichste islamische Organisation der Welt 

Von Anastasia Iosseliani



In meinem Freundeskreis pflege ich immer mal wieder Umfragen zu machen, welche islamistische Organisation als die Gefährlichste angesehen wird. Dabei kommen sehr unterschiedliche Antworten zu Tage. Manche sehen in der Hisbollah, beziehungsweise im Regime der Islamischen Republik zu Teheran, die gefährlichste islamistische Organisation der Welt, weil das Regime Israel immer wieder mit Vernichtung gedroht hat und, durch die Hisbollah, den Anschlag auf das AMIA-Gemeindezentrum in Buenos Aires begangen hat.

Andere finden, dass Saudi-Arabien wegen seiner Unterstützung des salafistischen Islams die gefährlichste islamistische Organisation der Welt ist. Andere sehen den IS in dieser Rolle, aufgrund der zahlreichen Verbrechen des «Islamischen Staates» gegenüber unschuldigen Zivilisten, darunter der Versklavung zahlreicher Jesiden.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: All die oben genannten Organisationen sind auf ihre Art und Weise gefährlich. Aber es gibt eine islamistische Organisation, welche die oben genannten Organisationen in den Schatten stellt und nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient.

Dabei sind die Ziele dieser Organisation und des IS im Grunde genommen identisch: Beide Organisationen streben ein weltweites Kalifat an, in welchem die Scharia herrscht und Nicht-Muslime entweder nicht existieren, oder, bestenfalls als Bürger zweiter Klasse.

Sie fragen sich nun wahrscheinlich, um welche Organisation es sich handelt: Es ist die Muslimbruderschaft. Deren Mitglieder schaffen es in West- und Mitteleuropa Kontakte zu den mächtigsten Menschen des Kontinents zu knüpfen. Wie zum Beispiel Tariq Ramadan, der nicht nur der Enkel von Hassan Al-Banna ist und sich selber als «Reform-Salafist» sieht, sondern auch bis zu seinem Skandal in der Schweiz und Frankreich als Experte für die Integration von Muslimen gepriesen wurde.

Der Verfassungsschutz beendete plötzlich die Beobachtung
Deutschland hat hingegen Aiman Mazyek, welcher heute mit Angela Merkel diniert und der Sohn eines Mannes ist, welcher als Muslimbruder aus dem Syrien der Assads fliehen musste. In Deutschland angekommen, gründete der Vater von Aiman Mazyek in Aachen eine Moschee, welche wegen ihrer Verbindung zur Muslimbruderschaft lange vom Verfassungsschutz beobachtet wurde. Diese Beobachtung wurde mittlerweile eingestellt. Es ist wohl unschicklich in Deutschland einem Gast der Kanzlerin nachzuspionieren. Aber Aiman Mazyek ist nicht der Einzige mit Verbindungen zur Muslimbruderschaft und zu den höchsten Zirkeln der Macht. Franziska Giffey, die Familienministerin, scheint, entweder aus Ignoranz oder Fahrlässigkeit, eine Wiederholungstäterin zu sein, wenn es um Kontakte mit Personen und Organisationen mit Verbindungen zur Muslimbruderschaft geht, wie zum Beispiel der Dar-as-Salam-Moschee in Berlin-Neukölln. (…)

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