Mai 11, 2016 – 3 Iyyar 5776
Menschenleben vor Menschenrecht und politischer Korrektheit

Von Israel zu lernen rettet Leben

Von Ulrich Sahm

Die EU will nach den Anschlägen von Brüssel die Sicherheit auf den Flughäfen verbessern. Flughäfen sind seit Jahren Ziele terroristischer Anschläge: Wien, München, Zürich. Warum sind die EU-Behörden nicht schon früher auf diese Idee gekommen?

Es gibt ein von Terror besonders betroffenes „westliches“ Land, wo sich viele Maßnahmen zum Schutz der Fluggäste längst bewährt haben. Im terrorgefährdeten Israel hat es schon lange keinen erfolgreichen Anschlag etwa auf den Ben-Gurion-Flughafen gegeben. Es wäre ein Leichtes, die israelischen Methoden zu kopieren.

Schon 2001 nach 9/11 in New York, erklärte der Sicherheitschef der EL AL, dass mit seinen Maschinen ein Anschlag auf das WTC „nicht hätte passieren können“. Die Terroristen waren nur mit japanischen Teppichmessern bewaffnet und konnten mühelos in die Pilotenkanzel eindringen. Der Rest ist Geschichte. Mit der EL AL hätte das nicht passieren können, weil allein die Israelis der Überzeugung waren, dass ein Flugzeugentführer nicht unbedingt „sicher landen“ wolle, sondern auch ein Selbstmordattentäter sein könnte. Keine einzige Fluggesellschaft in dem Dachverband IATA konnte sich das vorstellen. Und deshalb wurde lediglich den Israelis eine „Ausnahmegenehmigung“ erteilt, ihre Pilotenkanzeln mit Stahltür und Schleuse (zur Toilette) während des Fluges zu sichern.

Auch bei der Absicherung der Flughäfen haben die Israelis Methoden entwickelt, die jeder Fluggast erleben kann und leicht kopiert werden könnten.

Jede Zufahrt zu einem Flughafen ist eine Art Nadelöhr. Da ist ein erster Kontrollpunkt eingerichtet, eine Straßensperre, an der bewaffnete Sicherheitsleute einen schnellen Blick in Innere der ankommenden Fahrzeuge werfen. Gemäß Kriterien, die natürlich nicht veröffentlicht werden, picken die bewaffneten Männer und Frauen „Verdächtige“ heraus und lassen sie an die Seite fahren. Dort steht eine Durchleuchtungsmaschine. Mir ist es selber schon passiert, dass ich meinen Koffer vollständig auspacken und durchsuchen lassen musste. Warum war ich verdächtig? Weil ich aus Jerusalem mit einem arabischen Taxifahrer zum Flughafen gekommen war. Das gilt als ungewöhnlich und wenn man so tut, als verstünde man kein Wort Hebräisch, erfährt man so einiges aus den Gesprächen der Sicherheitsleute. (…)

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