Der Zionismus hat viele Väter 

Von Tom Brenner

Auch wenn die Völker so unterschiedlich sind, „…in ihrem Widerwillen gegen die Juden reichen sie sich die Hände…“. Er gibt aber ebenfalls an, die Juden wollen auch nicht von anderen geschützt werden. „Als Jude geplündert sein oder als Jude beschützt werden zu müssen, ist gleich beschämend…“. Was nun als Hürde noch bevorsteht, ist, dass das jüdische Volk keine Nation habe, in der sie sich verschanzen könne. Aber um dies erreichen zu können, müsse sich der Jude ändern, denn zurzeit ist es so: „Wenn wir misshandelt, beraubt, geplündert, geschändet werden, dann wagen wir es nicht uns zu verteidigen und, was noch schlimmer ist, fast finden wir es so in der Ordnung“. Aber es wäre auch egal was die Juden machen, sie würden niemals Einheimische werden. Sie würden immer Juden in dem entsprechenden Land bleiben. Im Anschluss definiert Pinsker das jüdische Volk: „Wir zählen nicht als Nation in der Reihe der anderen Nationen und haben keine Stimme im Rate der Völker, auch nicht in Dingen, die uns selbst angehen. Unser Vaterland- die Fremde, unsere Einheit- die Zerstreuung, unsere Solidarität- die allgemeine Anfeindung, unsere Waffe- die Demut, unsere Wehrkraft- die Flucht, unsere Originalität- die Anpassung, unsere Zukunft- der nächste Tag“. Er sagt weiter, die jetzige Lage sei angeboren und nicht ausrottbar.
(…)
„Autoemancipation. Mahnruf an seine Stammesgenossen von einem russischen Juden“ ist wohl die bekannteste Literatur aus der Feder Leo Pinskers. Diese Broschüre war eigentlich für westeuropäische Juden gedacht. Sie wurde anonym auf Deutsch verfasst, denn Pinsker konnte Russisch nur mittelmäßig, Hebräisch gar nicht und Jiddisch lehnte er als „Jargonsprache“ ab.

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