August 7, 2015 – 22 Av 5775
„Krieg oder Frieden“ oder der Untergang des Abendlandes

Deutschland wird extremer

Von Atilla Teri „Ja wo samma denn?“ – für meine lieben Freunde oberhalb des „Weißwurstäquators“: „Wo sind wir Zuhause?“ Die Frage stelle ich mir immer öfters. Als „Zuagroaste“ (Zugereister) fühle ich mich an sich bis heute recht wohl in meiner selbstgewählten neuen Heimat, in der ehemaligen „Hauptstadt der Bewegung“  – für mich der einzig erträgliche Wohnort der Republik – auch wenn es viele nicht verstehen mögen. Aber um München geht es mir gerade gar nicht. Eher um Deutschland, dessen Staatsbürgerschaft seit einem Vierteljahrhundert auch ich besitze. Ich war glücklich und stolz darauf  – zumindest auf dem Papier – Deutscher geworden zu sein. In einer Bundesrepublik zu leben, die nichts mit der Vergangenheit gemein hatte und ein Vorbild eines funktionierenden, demokratischen und toleranten Staates ist. Davon war ich überzeugt.

Dieses Gefühl bekommt allerdings immer größere Dellen, was mir wiederum zunehmend mehr Unbehagen bereitet. Auch in Deutschland, das bislang fast wie eine Oase in der Wüste, jedem Sandsturm Stand hielt, greift der Irrsinn um sich. Die einen machen sich in die Hose vor Überfremdung, einige der „Fremden“ versuchen ihr neues Zuhause abzufackeln und die anderen trällern ihr Lied vom farbenfrohen Land. „München ist bunt!“  – skandiert die eine Seite gebetsmühlenartig und nimmt für sich ohne Wenn und Aber in Anspruch, die einzig richtige Meinung zu vertreten. (...)

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