Dezember 7, 2018 – 29 Kislev 5779
Kolumne des Herausgebers DR. R. KORENZECHER

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Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Zeit ist ein ganz besonders subjektives Phänomen. Aber dennoch werden ganz sicher nicht wenige von Ihnen meine ganz persönliche Empfindung teilen. Das weltliche Kalenderjahr 2018 ist an uns vorbeigerast. Unsere Redaktion und ich präsentieren Ihnen bereits die Dezember-Ausgabe 2018 und freuen uns über Ihr großes und wohlwollendes Interesse an unseren Beiträgen.
Es sind vor allem Sie, die uns mit Ihrem Zuspruch, Ihren konstruktiven Zuschriften und Ihrem von Ausgabe zu Ausgabe wachsenden Interesse an unseren Beiträgen das für uns unverzichtbare Gefühl geben, mit der Herausgabe und der Ausrichtung unserer Publikation einen guten Schritt getan zu haben für den Erhalt unserer westlich-demokratischen Werte und für eine Welt ohne Antisemitismus und Israel-Delegitimierung.

Die Treue unserer bisherigen, und die stetig steigende Zahl neuer Leser, machen uns Mut und sind für uns Belohnung und Herausforderung zugleich. Unseren Dank an unsere Leser verbinden wir mit dem Versprechen auch weiterhin dem in uns gesetzten Anspruch zu entsprechen.
Die beiden großen Familien- und Lichterfeste des Christentums und des Judentums, das Weihnachtsfest und das Chanukka-Fest, machen weltweit den bevorstehenden Monat Dezember wie jedes Jahr zu einem Monat des familiären Miteinanders sowie der Besinnung auf das jüdisch-christliche kulturelle und religiöse Erbe der westlichen Hemisphäre, und leiten gleichzeitig den Wechsel des weltlichen Kalenderjahres ein.

Jahresend-Zeiten eignen sich hervorragend für gute Vorsätze, einige Vorausblicke und natürlich auch für den obligaten Rückblick auf das hinter uns liegende Jahr.
Unser guter Vorsatz ist vor allem, uns selbst und Ihrem berechtigten Anspruch an uns treu zu bleiben. Wir werden auch weiterhin ohne Vorbehalt oder auferlegten Maulkorb all die Themen aufgreifen, die uns in diesen nicht wirklich harmonischen Zeiten am Herzen liegen. Die Themen, die uns mit Sorge erfüllen und uns Kummer bereiten, beim Namen zu nennen, sind wir Ihnen, unseren Lesern, schuldig und daran werden wir zu messen sein.

Es bedarf leider nicht wirklich seherischer Fähigkeiten, um vorauszusehen, dass die gegenwärtige Situation und die politischen Entwicklungen in der islamischen Welt, besonders aber auch in Deutschland, in Westeuropa und in anderen Teilen der Welt, gerade für jüdische Menschen viel Potential zu großer Besorgnis enthalten. Dazu kommen gerade jetzt wieder von mehreren Seiten vorsätzlich angeheizte Eskalationen des im Osten Europas auf ehemaligem Gebiet der untergegangenen Sowjetunion schwelenden Grenzkonflikts.

Nicht zu übersehen ist auch die Rädelsführerschaft der hauptsächlich von der Wähler-fernen deutschen GroKo-Regierung, Frankreich und den BeNeLux-Staaten bevormundeten und dominierten Europäischen Union als Vorreiter eines massiven, vor allem mit der erfolgreichen Politik des Präsidenten Trump wachsenden Anti-Amerikanismus , einer hysterisierenden Klimareligion und der massiven Delegitimierung des demokratischen Staates Israel.

Europäische Armee
Dabei nehmen – wie etwa der vollkommen irrwitzige Merkel/Macron-Ruf nach einer europäischen Armee als Gegenpol zu der US-Führerschaft in der Nato beweist – die Vernunft-Verlassenheit, die ideologische Agonie, die Angriffe auf unsere freiheitlich-westliche Lebensart durch unsere Politik und die massive Diffamierung der immer lauter werdenden Kritiker dieser Politik mit jedem Prozent sinkender Akzeptanz noch trotzig und unbelehrbar zu.

Nichts zu ändern vermag daran wohl auch der bereits eingeleitete, durch die Erfolge der neuen Opposition erzwungene, längst überfällige politische Abtritt der für den größten Rechtsruck in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands, den Messerkrieg auf unseren Straßen und die wachsende Verunmöglichung jüdischen Lebens in der Bundesrepublik maßgeblich verantwortlich zeichnenden Destruktions- und Spaltungs-Kanzlerin unseres Landes.

Jedenfalls vermögen die bereits in allzu deutlicher persönlicher Motivation um die neue Macht kämpfenden Diadochen mit ihren halbherzigen politischen Statements keinerlei Hoffnung zu erwecken auf eine wirkliche Abkehr von der bisherigen Politik des suizidalen Islam-Appeasements samt ihrer von jedem gesunden Menschenverstand verlassenen gefährlichen Islam-affinen Migrationspakt-Unsinnigkeiten und der Nicht-Abschiebe-Praxis für gewalttätige und häufig massiv antisemitische vor allem islamische Straftäter.

In atavistischer Dummheit verharrende, rückschrittliche und zersetzende, auf unsere freiheitliche, hochtechnologisierte Lebensweise des Informations- und Internet-Zeitalters und besonders auf die Juden zielende Gewalt gibt es zurzeit nicht nur in Deutschland, sondern an vielen Orten der Welt. Sie hat die letzten Jahre zu dem ihren gemacht. Von Paris über Irak, Syrien, Jerusalem, Tel Aviv, wieder Paris, Brüssel, die europäischen Staatengrenzen und, und, und...um nur einige ihrer Herrschaftsorte zu nennen.
So unterschiedlich die Orte sein mögen, an denen sich diese Gewalt in polymorpher Gestalt ohne jede Rücksicht auf Humanität und Menschenleben entlädt, so leicht ist der weltweit entfesselte Krebsfraß der nur mangelhaft als Religion getarnten islamischen Weltbeherrschungsideologie als deren menschenverachtende Ursache auszumachen.

Mittelalterliche Rückschrittlichkeit
Dabei stimmt es – diese Gewalt ist aus fanatisierter Dummheit und mittelalterlichem Rückschritt geboren. Sie ist, wenn man es genau betrachtet, unseren fortschrittlichen, über hochtechnische Aufklärungs-, Verteidigungs- und Angriffssysteme verfügenden westlichen Gesellschaften nicht einmal im Ansatz gewachsen und könnte eigentlich schon längst aus unserer Welt verbannt, gemeinsam mit ihrer kranken Ideologie auf den Müllhalden unserer modernen Zivilisation verschimmeln.

Aber sie hat Verbündete in dieser Welt. Dies sind die sich als Gutmenschen tarnenden „der-Islam-ist-eine-Religion-des-Friedens“-, „der Terror-hat mit-dem-Islam-nichts-zu-tun“- und „Asyl-kennt-auch-bei-Straftaten-keine-Obergrenze“- Demagogen, Terrorversteher und Volksverdummungs-Missionare aus unserer Politik und unseren vielfach öffentlich-rechtlichen Mainstream-Medien.

Sie haben aus dem „Juden-ins-Gas“-Gegröhl der hiesigen Muslime, aus den von den oftmals in den hiesigen Schlupfnestern verbildeten Islam-Anhängern in Paris, Syrien, Irak und anderswo begangenen Köpfungen und aus den Messer-Mord-Attacken nichts gelernt.
Sympathie oder auch nur Mitleid mit den unschuldigen jüdischen Opfern in Tel Aviv und Jerusalem kennen sie nicht. Gemeinsamkeiten zwischen den Opfern von Paris und Israel wollen sie nicht sehen.

Judenfeindliche Journalisten
Zur Solidarität mit Israel und den Juden im gemeinsam aufgezwungenen Kampf gegen den durch stets islamische Täter verübten blutigen Terror sind sie nicht bereit.
Haarsträubend Fakten-verdrehende Schuldzuweisungen an die jüdischen Todesopfer, Freisprechen des Islam von jeder Urheberschaft an den Mordtaten und verständnisvolles Sympathisieren mit den islamischen Judenmördern ist schon eher ihre Sache.
Zu wieviel Judenfeindschaft deutscher Mainstream-Journalismus in diesem Sinne nur gerade etwas über 70 Jahre nach dem Ende der Schoah schon wieder fähig ist, beweist er mit der Delegitimierung des jüdischen Staates Israel beinahe jeden Tag. Dabei steht ihm die Politik in nichts nach. Unter Verantwortung und mit Billigung des deutschen Außenministers fanden auch in diesem Jahr reihenweise Verurteilungen Israels in der von muslimischen Diktatoren und ihren Sympathisanten dominierten UN(nütz)Organisation statt.
Unsere Islam-Appeaser und Terror-Relativierer verbünden sich – statt sich mit dem Terror-überzogenen Israel zu solidarisieren – ohnehin viel lieber mit Pan-Islamisten wie Erdogan. Sie versorgen die iranischen Juden-Vernichtungs-Mullahs und Zivilisationsfeinde mit den nötigen Atombomben, sie liefern den Mördern bei uns den Lebensraum und versorgen den Hamas-Terror mit Geld und Waffen.

Sie sind unschuldig erstaunt, wenn das von ihnen zum Abschuss freigegebene Europa von Terroranschlag zu Terroranschlag taumelt. Sie werden ihre verfehlte Politik und ihr Versagen natürlich niemals einräumen. Viel eher werden sie ihre Kritiker, die unsere säkularen, westlichen, freiheitlich-demokratischen Post-Aufklärungs-Gesellschaften für uns und unsere Kinder erhalten wollen, verleumden, diffamieren und rechter Gesinnung bezichtigen.
Dafür sorgen sie sich hysterisch um unser Klima, verbieten unseren Kühen das Pupsen und würden am liebsten dafür sorgen, dass wir zur Vermeidung von CO2-Ausstoß nicht mehr atmeten.
Aber die Geschichtsschreibung wird sie – wenn auch leider zu spät – gnadenlos enttarnen.
Sie, die Islam-Appeaser aus Politik und Medien sind die Totengräber unserer über Jahrhunderte mit vielen Opfern erkämpften freiheitlichen Lebensweise.
Sie sind erheblich mitschuldig an den Tränen und der Trauer der Mütter, Väter, Frauen, Männer und Kinder der islamischen Mordopfer. Sie vergießen Krokodilstränen bei inhaltsleeren Trauerreden für die Opfer statt vor Scham über den Zustand, in den sie unsere Republik und Westeuropa gebracht haben, in den Boden zu versinken.

Parallelen zum untergegangenen Römischen Reich
Werden sie aber nicht tun, unsere Klimahysteriker – und wir, wir lassen es als Wähler immer noch geschehen. Wir sind damit ihre nur allzu willigen Erfüllungsgehilfen und werden wohl, wenn kein neues Wunder geschieht, wie weiland das Römische Reich mit ihnen und ihrer dekadenten Attitüde untergehen.

Auch hier können der Staat Israel und seine Menschen als Beispiel für Unverzagtheit, Lebensfreude und positives Denken angesehen werden. Das jüdische Volk hat bereits Vieles und Schreckliches überstanden und ist oft aus tiefster Bedrängnis gestärkt herausgekommen. So sehen wir auch das im Dezember – genauer am 25. Kislev – beginnende fröhliche Chanukka-Fest. Chanukka ist damit durchaus auch ein Symbol und ein Fanal für die Neuzeit.

Unseren christlichen Lesern wünschen wir etwas wehmütige Erinnerung an das zwischenzeitlich, dank arabischer Zuwendung zu diesem Teil Israels, fast Christen-freie Betlehem und ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest.
Unseren jüdischen Lesern ein wundervolles Chag Chanukah Sameach.

Allen anderen Freunden und nichtjüdischen Lesern einige fröhliche und gesunde Widmungs-neutrale Feiertage/Nichtfeiertage.
Uns allen und dem Staat Israel einen schönen Jahreswechsel und alles erdenklich Gute im hoffentlich gesunden und friedvollen Neuen Jahr 2019.

Ihr
Dr. Rafael Korenzecher