Januar 11, 2018 – 24 Tevet 5778
Kolumne des Herausgebers DR. R. KORENZECHER

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Liebe Leserinnen und liebe Leser,

die erste Ausgabe des neuen Jahres 2018 liegt vor Ihnen. Mit der Auslieferung unserer JÜDISCHEN RUNDSCHAU ist das bewegte Jahr 2017 endgültig Geschichte geworden, das hoffentlich trotz aller politischen Turbulenzen für alle unsere Leser und ihre Lieben persönlich ein gutes und erfolgreiches Jahr war.

Jeder Jahreswechsel ist auch ein Stück Neubeginn, eine Zeit der Wünsche und guten Vorsätze und wie immer in diesen Tagen sind unser aller Augen, Erwartungen und Hoffnungen auf die noch unbeschriebenen Seiten des vor uns liegenden neuen Jahres gerichtet, das entgegen allen aus dem alten Jahr mitgebrachten Probleme, denen Israel, Deutschland, Europa, die Welt und wir alle ausgesetzt sind, für uns nur Gutes bringen möge.

Wir, die Redaktion, die Autoren und der Herausgeber unserer JÜDISCHEN RUNDSCHAU möchten Ihnen allen besonders an dieser Stelle noch einmal auf das Herzlichste danken, dass Sie uns wie alle Jahre zuvor auch im vergangenen Jahr Ihre Treue gehalten und unsere Arbeit mit konstruktiven Anregungen und großem Wohlwollen begleitet haben. Dies wünschen wir uns ebenso auch für das Jahr 2018 und werden von unserer Seite – wie auch bisher – alles dafür tun, um Ihre Sympathie und Unterstützung mit interessanten, unangepassten und kritischen Beiträgen zu belohnen.

Im hinter uns liegenden Jahr war es gerade der letzte Monat, zu dessen Beginn ein geschichtlich richtiges, legitimes Statement der neuen amerikanischen Regierung den Staat Israel, die Juden weltweit und alle anständigen Menschen mit gesundem und normalem Urteilsvermögen mit großer Genugtuung erfüllt hat und mit Recht als historisch bezeichnet werden darf. Am 6. Dezember 2017 erklärte der amerikanische Präsident für die Vereinigten Staaten von Amerika die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt des Staates Israel und kündigte die Verlegung der US-Botschaft in die Hauptstadt des jüdischen Volkes an.

Nun ist die Bestimmung der eigenen Hauptstadt eines Landes ein autonomer und weitestgehend unspektakulärer Willens- und Verwaltungsakt eines Staates, seines Volkes und seiner Regierung, der weder einer Zustimmung noch einer Anerkennung durch einen fremden Staat und schon gar nicht einer Abstimmung durch die diese Bezeichnung ohnehin kaum noch verdienende Völkergemeinde bedarf. Nicht wenige Staaten haben dazu im Laufe ihrer Geschichte ihre Hauptstädte auch ausschließlich entsprechend ihrer eigenen Erwägungen gewechselt und waren weder verpflichtet noch sahen sie sich jemals veranlasst, diesen Wechsel und die Festlegung ihrer Kapitale mit irgendwelchen externen Staaten abzustimmen oder gar deren Genehmigung einzuholen.

Obwohl beispielsweise gerade Berlin als Hauptstadt des Dritten Reiches ein negatives Symbol für das Zentrum der Nazi-Blutherrschaft, den Ausgangsorts des Zweiten Weltkrieges und vor allem den Holocaust und somit die willkürliche Ermordung von sechs Millionen jüdischen Kinder, Frauen und Männer darstellte, bedurfte es keiner Zustimmung und keines Einverständnisses eines externen Staates als die BRD nach der – übrigens besonders von der SPD und den anderen Linken angefeindeten – Wiedervereinigung mit Hilfe einer keinesfalls unumstrittenen Annexion der als Staat gescheiterten DDR, die ursprünglich Hauptstadt Bonn in das damals vor kurzem mit dem Ostteil vereinigte Berlin verlegt hat. Es gab weder eine UNO-Abstimmung noch eine Anerkennung durch Dritte. Die Festlegung wurde im deutschen Parlament beschlossen, wobei es bestenfalls galt, die Bedenken der um die fallenden Marktpreise ihrer Zweitwohnungen in Bonn besorgten politischen Pendler zu zerstreuen.
Nichts von alledem trifft für Jerusalem zu. Jerusalem haftet ein derartiger negativer Odor, wie es bei Berlin der Fall sein mag, nicht an.
Jerusalem ist seit ca. dem Jahre 1000 vor der Zeitrechnung, als der jüdische König David die Stadt somit vor mehr als 3.000 Jahren zu seinem Sitz und durch Überführung der Bundeslade aus dem jüdischen Hebron zur religiösen und politischen Hauptstadt des Königreiches Israel machte und seit sein Sohn, der König Salomon eine Generation später den ersten jüdischen Tempel in Jerusalem errichtete, die ewige, heilige und ungeteilte Hauptstadt des jüdischen Volkes. Sie ist das Zentrum jüdischen Seins, jüdischen Denkens und jüdischen Glaubens.

Niemals wurde Jerusalem von den Juden aufgegeben. Es wurde den Juden im Laufe seiner langen und leidvollen Geschichte immer wieder gewaltsam geraubt, zuletzt auch durch den Islam. Es ist von den Juden 1967, zu einem Zeitpunkt als die unter ägyptischer Führung vereinte Übermacht arabischer Armeen die Juden Israels erklärtermaßen ins Meer treiben wollte, allen Widernissen und allen Wahrscheinlichkeiten zum Trotz in übermenschlicher Anstrengung und gegen alle Wahrscheinlichkeit befreit und wiedervereinigt worden.

Nichts kann geschichtsfälschender und schlichtweg absurder sein als zu behaupten, die Klagemauer und das alte jüdische Viertel seien besetztes Gebiet. Das Gegenteil ist der Fall. Die von den Arabern ausschließlich zur Delegitimierung des jüdischen Anspruchs nachträglich zum drittklassigen Heiligtum erklärte Moschee auf dem jüdischen Tempelberg ist eine von den islamischen Eroberern des jüdischen Jerusalem errichtete Eroberungs- und Demütigungs-Moschee, wie sie üblicherweise auch bei anderen islamischen Raubzügen, etwa im Falle der Hagia Sophia im den Christen geraubten Konstantinopel erbaut oder zweckentfremdet wurde.

Der verstorbene Friedensnobelpreisträger und Auschwitz- und Buchenwald-überlebende Philanthrop Elie Wiesel sagte zu Jerusalem: „Jerusalem steht über aller Politik. Es wird über 600 mal in der Thora erwähnt und nicht einmal im Koran. Es gehört dem jüdischen Volk und ist viel mehr als eine Stadt.“

Gerade deshalb ist es beschämend und kaum nachvollziehbar, dass besonders die gegenwärtige deutsche Regierung meint legitimiert zu sein, eine islamische Fremdherrschaft Jerusalems befürworten zu sollen. Besonders unter dem fadenscheinigen Argument einen faktisch – trotz weitestgehenden Entgegenkommens Israels – von den Arabern nicht einmal im Ansatz gewollten Friedens- und Verständigungs-Prozess nicht behindern zu wollen, stimmen unsere Politiker an erster Front für die Dauerverurteilung und Delegimierung Israels in der UNO und behindern genau dadurch jede Möglichkeit auf eine Verständigung.

Dabei ist die Politik des vielgescholtenen Präsidenten Trump trotz der Kübel von Hass und Unrat, die täglich von den Obama-Nachweinern und Fans der gescheiterten Lügenkandidatin Hillary Clinton sowie vor allem von den hiesigen Bessermenschen aus Politik und Medien über ihn geschüttet werden, pragmatisch und zeigt Wirkung. Donald Trump hat nüchtern und ohne ideologische Filter betrachtet in seiner bisherigen Amtszeit, die sich in diesem Monat zum ersten Mal jährt, nicht nur den IS eingedämmt und – für unsere hiesigen Politiker ungewohnt – weitestgehend seine Wahlversprechen eingehalten, sondern sich um Amerika, Israel und den Erhalt unsere westlichen Welt mehr Verdienste gemacht als es der hier so unsinnig hochgelobte Islam-affine Obama in den schädlichen acht Jahren seiner viel zu langen Amtszeit wenn überhaupt, dann auch nur angedacht hatte zu tun. Vor allem hat er die sinnleeren Sprechblasen unserer europäischen Politik sichtbar gemacht und bereits jetzt gezeigt, dass nicht die hier fast ausnahmslos praktizierte rückgratlose Bauchkriecherei und Anbiederung, sondern beherzte Entschlossenheit den richtigen Weg zur Eindämmung und Überwindung des Übels weisen.

Sehr zum Ärger der westeuropäischen und hiesigen Trump- und Israel-Basher sowie Terror-gegen-Israel-Unterstützer aus Politik und Medien gab es für den Anti-Israel-Beschluss der eigens herbeigerufenen UNO-Vollversammlung nur noch 128 Befürworter.
Etwa ein Drittel (knapp 33 %) der 187 Abstimmungsstaaten waren diesmal nicht zu gewinnen für den antisemitischen und israel-feindlichen historischen Lügen-Unsinn, Jerusalem sei nicht die 3.000 Jahre alte, ewige Hauptstadt des jüdischen Volkes und des ohnehin schon weiter Teile seines ursprünglichen Gebiets beraubten neuen Staates Israel.

Dies ist ungewöhnlich und ein großer Schritt in die richtige Richtung in dem sonst nahezu einstimmig gegen Israel, die Wahrheit und die Vernunft votierenden UNO-Gremium. Dies stellt, wenn auch kaum von unseren Israel-aversen Medien thematisiert, bereits einen deutlichen Riss in der Anti-Israel-Front der UNO dar. War sie doch zuvor besonders unter dem Islam-affinen vorherigen US-Präsidenten Obama, dem Liebling der europäischen und deutschen Judenfeinde mit der Gedenktags-Heuchel-Attitüde für bequem tote Juden, zur sinnentleerten Israel-Dauerverurteilungs-Lobby degeneriert.

So verweigerten 35 Länder die Zustimmung und enthielten sich zumindest der Stimme. Darunter befanden sich neben afrikanischen Staaten wie Uganda, Malawi und dem Südsudan auch europäische Länder wie Polen, Ungarn, Kroatien, Tschechien, Rumänien und Lettland und weitere außereuropäische Mitglieder wie Australien, Philippinen, Kanada, Argentinien und Mexiko. 21 Staaten ließen ihre Diplomaten gar nicht erst erscheinen. Neun Staaten stimmten gegen die Resolution: Neben den USA und Israel waren dies Guatemala, Honduras, die Marschall-Inseln, Mikronesien, Palau, Nauru and Togo.
Aufs unerträglichste bestürzend und beschämend, aber angesichts der bisherigen Haltung keineswegs überraschend ist, dass die sich ohnehin vor der Desintegration befindliche – im Grunde ihrem eigenen europäischen Kontinent massiven Schaden zufügende – EU der Merkels, Gabriels, Junkers, Mogherinis, Wallströms, um nur einige der Protagonisten des europäischen Desasters zu nennen, auch hier wieder einsichtsfrei und unbelehrbar ihrer bisherigen Israel- und Trump-aversen Politik treu geblieben ist.

Ein jeder Faktenlage unzugänglicher links-ideologischer Anti-Trumpismus, geradezu pathologische Islamanbiederung und von massivem antijüdischem Vorbehalt geprägte Israel-Delegitimierung dürften der maßgebliche Grund dafür sein, dass sich die europäischen Staaten – von den Vernunft-getragenen Gegnern dieser suizidalen Politik aus Osteuropa abgesehen – wieder einmal gegen Israel die USA und Israel gestellt haben.

Das ist schlecht, politisch kurzsichtig und überaus desintegrativ für die westliche Bündnispolitik. Es gefährdet den Zusammenhalt der westlichen Welt. Und es wirft ein mehr als besorgniserregendes Schlaglicht auf die Verteidigungsbereitschaft und Verlässlichkeit des jahrzehntelang den Fortbestand Europas und des Weltfriedens garantierenden transatlantischen NATO-Paktes. Kein einziges westeuropäisches Land dieses Bündnisses hat sich auf die Seite der USA gestellt.
Statt Geschlossenheit zu zeigen, verbiegt man gegen jedes bessere Wissen sogar die geschichtliche Grundlage des judäo-christlichen Abendlandes, um gemeinsam mit islamischen Diktaturen Position zu beziehen gegen den wichtigsten, verlässlichsten, den Fortbestand der NATO überhaupt erst garantierenden Verbündeten USA und gegen Israel, die einzige echte Demokratie im gesamten Nahen Osten.
Dieses kurzsichtige und unsolidarische Verhalten belegt dazu in aller Deutlichkeit die Berechtigung der von Präsident Trump gleich zu Beginn seiner Amtszeit aufgeworfenen Frage nach der Sinnhaftigkeit der NATO-Bündnis-Farce, auf die wohl im Ernstfall nicht der geringste Verlass wäre.

Nicht weniger deutlich wird, dass die westeuropäischen Staaten, allen voran Deutschland, die eigentlich stets die größten Nutznießer der gemeinsamen transatlantischen Verteidigungspolitik waren und sind, mit ihrer widersinnigen, links-ideologisierten Anti-USA-Politik die wirklichen potentiellen Totengräber des NATO-Bündnisses sind. Keinesfalls ist es etwa der neue amerikanische Präsident, wie es uns unsere Trump-Hasser aus Politik und Medien glauben lassen wollen.
Besonders auffällig und abstoßend ist hier der geradezu hysterische Ablehnungs-Eifer der deutschen Politik und ihrer Zwangsgeld-finanzierten Regierungs-Medien. Vor allem unsere drei fatalen Fehlbesetzungen in den höchsten deutschen Staatsämtern – Frau Merkel, Herr Gabriel und Herr Steinmeier – spielen hier eine übergeordnet negative Rolle und werden diese, sollte die Große Koalition der Verlierer wie beabsichtigt glücken, wohl auch noch einige Jahre weiterspielen.

Sie alle hätten schon im Vorfeld der absurden UNO-Resolution gegen jeden Anstand, jede Wahrheit und jede Vernunft die berechtigte Trump’sche Einlösung des bereits vor seiner Amtszeit, seit 1995 bestehenden amerikanischen Jerusalem-Versprechens geradezu hyperventilierend und zornig am liebsten in Grund und Boden gestampft. Zusätzlich angefeuert und bejubelt wurde diese Haltung von den Zierden unserer bundesrepublikanischen Anti-Trump- und Anti-Israel-Propaganda-Journaille, den Klebers, Slomkas, Miosgas und wie sie alle heißen mögen. Die Zahl der journalistischen Claqueure und Überzeugungstäter für die Dämonisierung Israels und seiner demokratisch gewählten und legitimierten Regierung ist in den öffentlich-rechtlichen Medien und großen Teilen der Mainstream-Journaille immer noch Legion.

Aber auch hier beginnt der positive Effekt zu wirken, den die Trump-Administration aus Übersee sendet. Auch in den Mainstream-Medien (wenn auch nicht in den Regierungs-verwobenen öffentlich-rechtlichen) werden Stimmen immer lauter, die sich auflehnen gegen diese geradezu zur Doktrin unserer Staatsmedien gewordene Israel-feindliche Haltung.

Dass der Ermächtigungs-Gesetz-Diktator, Judenfeind, Panislamist und Unterdrücker der Pressefreiheit aus dem seinerzeit den Christen geraubten Konstantinopel immer noch NATO-Mitglied ist und dass ausgerechnet die iranischen Holocaust-Leugner und – wenn es nach ihnen ginge – Bereiter eines neuen, diesmal atomaren Holocaust gegen das jüdische Volk ausgerechnet in bestem Einvernehmen und engem Schulterschluss mit diesen deutschen Israel-Feinden und offensichtlichen Leugnern der jüdischen Geschichte gegen die USA und das Herzensanliegen des jüdischen Volkes stehen, hätte von keiner Ironie des Schicksals übertroffen und kafkaesker nicht sein können.

Was ist das überhaupt für eine maximal kranke westliche Welt, in der nur ein Donald Trump eine absolute Selbstverständlichkeit, wie sie die Anerkennung des ungeteilten Jerusalem als Hauptstadt des jüdischen Staates Israel darstellt, anerkennen will? Die Politiker und Medien Deutschlands und West-Europas verunglimpfen Israel und beschimpfen die USA und ihren Präsidenten. Sie faseln jedem elementaren Schulbuchwissen Hohn sprechenden historischen Unsinn daher und machen dabei besorgte Mienen und Gesichter, die man bei ihnen allerdings während der bereits besten eingefädelten Ausstattung des iranischen Mordregimes mit der Atombombe zur Vernichtung Israels vergeblich versucht hat zu entdecken.
Dass die USA den West-Europäern, der deutschen Politik und der UNO diesen Mangel an unverzichtbarer Solidarität nicht vergessen werden, macht die hervorragende Rede von Nikki Haley deutlich. Die couragierte und scharfsinnige Diplomatin stellt eine großartige Besetzung Donald Trumps im Amt der amerikanischen UNO-Botschafterin dar und hätte im Gegensatz zu Hillary Clinton durchaus das Zeug zu einer überzeugenden ersten weiblichen Präsidentin der USA nach der hoffentlich zweiten Amtszeit des gegenwärtigen Präsidenten.

Leider hat die jüdische Gemeinschaft in Deutschland bei der Bestimmung ihrer Vertreter auf Bundesebene nicht diese glückliche Hand gehabt wie Herr Trump in der UNO. Nur so ist es wohl zu erklären, dass die Überwindung der feindseligen Politik eines B. Hussein Obamas gegenüber Israel und die historische, positive Trendwende des Präsidenten Trump in den Beziehungen zum jüdischen Staat, nicht nur wie erwartet keinen Niederschlag gefunden hat bei der politischen Führung dieses Landes, sondern auch nur sehr verhaltenes oder gar kein Lob von der Seite der von der deutschen Regierung bestens domestizierten hiesigen offiziellen Vertretung der Juden erfahren hat. Ein eindeutiges Signal oder gar eine Aufforderung des Zentralrats an die deutsche Regierung, es hier, wie es gerade für Deutschland angemessen wäre und von anderen Staaten auch schon vorgemacht wurde, gerade in der historisch berechtigten Herzensangelegenheit der Anerkennung Jerusalems den USA gleichzutun, blieb bis heute aus.

Hier hat wohl die Mittelbarkeit der Wahl und Berufung der jüdischen Funktionäre zu einer derartigen Entfernung zwischen den hier lebenden jüdischen Menschen und ihren sogenannten Vertretern geführt, dass die wirklichen Interessen, Anliegen und mehr als berechtigten Ängste der vermeintlich vertretenen Juden hinter den Ambitionen und Andienungen ihrer Funktionäre an die Islam-affine gegenwärtige Politik in diesem Staate auf der Strecke geblieben sind.

Auch nur so ist zu erklären, dass die hier systematisch betriebene Leugnung des jüdischen Ursprungs uralter jüdischer Kulturwerte, wie etwa der Thora-Rollen von Qumran, durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Frau Monika Grütters, nur lauwarm und unzureichend problematisiert wurde.

Einen wirklichen Skandal stellt die ausgerechnet von dem als bundeseigene Stiftung geführten Jüdischen Museum ausgerichtete gegenwärtige Jerusalem-Ausstellung dar. Obwohl der Zentralrat im Stiftungsrat vertreten ist, wird hier der Name des größten jüdischen Museums Europas dazu missbraucht, Jerusalem medial und suggestiv eine arabische Eigentümerschaft anzudichten. Auf dem Werbeplakat zur Ausstellung ist offensichtlich mit Billigung des Stiftungsrats ausschließlich eine islamische Halbmondsichel über der Stadt Jerusalem. Selbst den geringsten Hinweis auf einen Davidsstern über dem vom jüdischen König David zur Hauptstadt auserkorenen Jerusalem sucht man vergeblich. Auch hier hat bezeichnenderweise wieder Frau Grütters den Vorsitz im Stiftungsrat.

Israel und das jüdische Volk werden sich dadurch nicht von ihrem richtigen Weg eines durch und durch demokratischen und religionstoleranten Staates mit seiner multireligiösen ungeteilten historischen Hauptstadt Jerusalem abbringen lassen. Nur in Israel leben Juden und Muslime ungeachtet ihrer religiösen Ausrichtung sicher und ohne Angst vor Verfolgung.

Das wird ungeachtet der vielstimmigen Anfeindungen der Juden- und Israelfeinde hier und weltweit auch in Zukunft so bleiben.

Dem Staate Israel, unseren Lesern, uns und allen Menschen wünschen wir ein friedvolles, glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2018.

Am Israel Chai!

Ihr
Dr. Rafael Korenzecher