Juli 7, 2017 – 13 Tammuz 5777
Kolumne des Herausgebers DR. R. KORENZECHER

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Liebe Leserinnen und liebe Leser,

mit der Juli-Ausgabe befinden wir uns dank Ihres Interesses und Ihrer aktiven Unterstützung bereits im vierten Jahr unseres Erscheinens.

Auch dieses Mal haben die Redaktion und unsere Autoren akribisch aktuelle, historische und kulturelle Themen für unsere Leser zusammengestellt und freuen sich auf Ihre Reaktionen und Anregungen. Neben der erfreulichen Prosperität Israels, der diplomatischen Annäherung zu Indien und überfälligen positiven Akzentverschiebungen in der UNO, die die israel-freundlichere Haltung der neuen US-Administration und der neuen UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, entgegen der Delegitimierungsversuche durch deutsche und europäische Israel-Gegner vom Schlage Steinmeiers, Gabriels, Schulz, Wallströms, Mogherinis u.a.m. bewirkt hat, gibt es leider auch immer noch mehr als ausreichend aktuelle Anlässe, die hierorts fast Rechtsfolgen-lose und zeitweilig durch die Verfolgungsorgane klein-manipulierte Zunahme Islam-getragenen Terrors und der fortgesetzten Israel-Dämonisierung durch die hiesige Politik und die hiesigen Medien zu beklagen.

Gerade der soeben endende Monat des islamischen Ramadan-Festes hat an Orten mit hohem muslimischen Populationsanteil zu einer erheblichen Verstärkung islamischer Terroraktivitäten geführt. So wurden nahezu ohne nennenswerte Beachtung in den Mainstream-Medien in den ersten 26 Tagen des Ramadan-Monats durch Muslime im Namen des Islam weltweit nahezu 150 Terroranschläge verübt, bei denen nahezu 1.500 Menschen ermordet worden sind. Im gleichen Zeitraum gab es keinerlei Terror, noch überhaupt einen einzigen Anschlag im Namen einer anderen Religionsgemeinschaft. In diesem Licht der Fakten betrachtet zeigt sich die gesamte unhaltbare Verlogenheit unserer hiesigen unbelehrbar suizidalen Islam-Einlass- und Islam-Appeasement-Politik.

Die gleichen hiesigen Politiker, die keine Gelegenheit auslassen, die Politik und die Politiker Israels auch bei fehlenden Anlässen und gegen besseres Wissen zu delegitimieren, die Irans Rohani, in dessen Amtszeiten nahezu 800 Hinrichtungen vorgenommen wurden, und den Terror-Freund Abbas als gemäßigte Politiker sowie den panislamistischen Despoten Erdogan als resozialisierbar ansehen, aber den demokratischen Premierminister Israels und den US-Präsidenten als Scharfmacher bezeichnen, beeilen sich nach jedem noch so bestialischen islamischen Terrormordzug, der im Namen des Islams durch sich als wahre Muslime bezeichnende Mordtäter begangen wird, kleinzureden und ausschließlich vermeintlich besonders radikalisierten Einzeltätern anzulasten, während sie jede Verantwortlichkeit islamischer Ideologie an den Morden leugnen.

Während Christen, Juden und andere religiösen Minderheiten in Islam-dominierten Regionen, aber auch in unseren deutschen und westeuropäischen Städte seitens der Muslime vor allem Anfeindung und gewalttätige Aggression entgegengengebracht wird, übertrifft sich unsere hiesige Islam-Appeasement-Politik in Lobhudeleien und Beglückwünschungen zu den islamischen Festen und Gebräuchen.

Dabei wurde der Versuch unserer Politik und unserer Medien die sogenannten moderaten Muslime zu Opfern ihres eigenen Terrors zu stilisieren gerade in diesen Ramadan-Tagen Lügen gestraft. Haben doch die hiesigen Muslime ebenso wie ihre Verbände und Verbandsfunktionäre trotz gegenteiligen Mainstream-medialen Aufbauschens ihrer vermeintlichen Solidarität mit den Opfern des bestialischen islamischen Terrors von London und Manchester keinerlei Veranlassung gesehen, sich in kraftvollen und eindeutigen Massen-Demonstrationen von den Terrorristen aus den Reihen des Islam zu distanzieren.

Großmundig von unseren Mainstreammedien angekündigte Antiterror-Demos der Muslime brachten unter dem Opferverhöhnenden Vorwand ihrer Verbände, die Muslime seien durch die Fastenzeit allzu geschwächt, eine zu vernachlässigende Anzahl an Demonstranten auf die Straße, von denen noch etwa die Hälfte der Beteiligten aus Presse und nichtmuslimischen Islam-Sympathisanten bestand.

Nicht geschwächt genug waren die Muslime jedenfalls für die Israel-Hass- und Vernichtungsdemos des ebenfalls soeben begangenen al-Quds-Tages, an denen alljährlich in dieser Zeit die Vertreibung der Juden aus ihrer jüdischen Hauptstadt Jerusalem herbeigewünscht wird. Auch sonst verzichten die sogenannten moderaten Muslime keinesfalls auf militante Massenaufläufe. Wenn es zum Beispiel mal wieder darum geht, mit Inbrunst „Juden ins Gas“ zu rufen, den panislamistischen Diktator Erdogan zu unterstützen, Amerika- und Israel-Flaggen zu verbrennen, Freudentänze über von Muslimen ermordete Juden aufzuführen oder sich über Mohammed-Strichmännchen-Zeichnungen aufzuregen, gehen die Zahlen der Demonstranten auf unseren deutschen und westeuropäischen Straßen schon mal leicht in die Zehntausende.

Insgesamt wird die Lebenssituation für die Juden in Westeuropa, die ein offenes jüdisches Leben führen und kein Demarkierungs-Mimikry unter Verheimlichung ihrer Zugehörigkeit zum Judentum betreiben wollen mit dem wachsenden Umbau unserer deutschen und der westeuropäischen Gesellschaften in Richtung wachsender islamischer Populationsanteile zusehends schwieriger. In bestimmten zwischenzeitlich zusehends Islam-dominierten Bereichen unserer westeuropäischen Städte von Stockholm über London bis Berlin, Köln, Brüssel, Antwerpen, Paris, Lyon und Marseille, um nur einige zu nennen, sind unter den Augen der – häufig den Klimawechsel für den größten Feind unserer Zivilisation haltenden – Islam-Einlasspolitiker unter der nicht leicht nachvollziehbaren moralischen Führung der deutschen Kanzlerin und ohne jede vernünftige Gegenreaktion der auf die Wahlstimmen der Muslime schielenden Politik, faktische No-Go-Areas entstanden, in denen man sich schon als männlicher Angehöriger der Mehrheitsgesellschaft nur mit Vorsicht und nur zu bestimmten Tageszeigen aufhalten sollte, geschweige denn als Frau oder noch schlimmer erkennbar als Angehöriger der jüdischen Minderheit.

Während islamisches Leben in jeder Form immer mehr und zahlreicher unsere Stadtbilder prägt, werden jüdische Schüler aus deutschen Schulen mit hohem Islam-Anteil ohne wirkliche Gegen-Reaktion der Lehrer und Behörden hinausgeprügelt, israelische Uni-Gäste an deutschen Unis, wie zuletzt in Berlin, niedergebrüllt und angepöbelt, Rabbiner bespuckt und tätlich angegriffen. Ein Leben ohne Schutz der jüdischen Einrichtungen und ihrer Menschen ist vollkommen undenkbar geworden. Aus Frankreich, Belgien, Holland, Schweden, Norwegen und Großbritannien emigrieren vor allem Familien mit Kindern, die keine Zukunft mehr für jüdisches Leben in diesen Ländern sehen in zunehmender Zahl nach Israel. In Deutschlands nördlichen Großstädten und in Berlin bereiten sich immer mehr jüdische Familien darauf vor, den gleichen Schritt zu unternehmen.

Dies umso mehr als die zentrale Vertretung der Juden unverständlicherweise jeden Eindruck zu verhindern versucht, eine kritische Position gegenüber dem Islam beziehen zu wollen und naiv und unbeirrt an ein aufrichtiges Miteinander mit den Islam-Verbänden zu glauben scheint, während diese nicht einmal gewillt sind, eine entschlossene Position gegenüber dem Terror aus den eigenen Reihen zu beziehen, dagegen aber vielfach Erdogan unterstützen und vielfach massiv den Staat Israel anfeinden. So bleibt es ganz offensichtlich der gegenwärtigen linkslastigen Politik vorbehalten, das Legat der Nazis zu erfüllen und Deutschland, dessen älteste jüdische Spuren noch vor dem schrecklichen Aderlass des Nazi-Holocaust lange zurück vor jeder deutschen Reichsgründung bis in die Limeszeit der Römer zurückreichten, nachhaltig von seinen Juden zu befreien durch faktischen Austausch gegen die zahlenmäßig bereits heute um ein mehrfaches dominierende muslimische Bevölkerungsgruppe.

Was der suizidalen deutschen Politik in ihrer linkslastigen, nicht einmal Multi-Kulti zu nennenden einseitigen Islam-Affinität zu entgehen scheint, ist, dass bei ungebrochener Fortsetzung dieser Politik auf Sicht nicht nur unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung sichtbar erodiert, sondern das bislang jüdisch-christliche Abendland und mit ihm Deutschland große Gefahr laufen wird in wenigen nächsten Jahrzehnten ent-christianisiert zu werden, eine Entwicklung, die andere heute vom Islam beherrschte Staaten bezüglich ihrer genuinen Kultur und Religion bereits hinter sich gebracht haben. So lange der Islam noch nicht die Mehrheit der Bevölkerung vertritt, fordert er Gesellschafts-verändernde Minderheitenrechte für sich und seine Anhänger ein, da wo er mehrheitlich vertreten ist, hat er sämtlich Wüsten der Rechtlosigkeit, Korruption und Gewalt geschaffen, in denen Menschenrechte mit Füßen getreten werden und Schutz oder Rechte für andere Religionen oder ethnische Minderheiten nicht oder kaum noch bestehen.

Wegen des bereits heute verlorenen Geburtenwettlaufs in Westeuropa und des Weiteren kaum gebremsten, vor allem islamischen Zuzugs ist es nur eine Frage der Zeit, wann dieser Umbau des sich abschaffenden Westeuropa vollzogen sein wird. Heute schon werden in Westeuropa – von Synagogen ganz zu schweigen – hunderte von Kirchen geschlossen und hunderte neuer Moscheen gebaut. Dass ausgerechnet Polen, Ungarn und die Tschechei sich dieser suizidalen Politik der westeuropäischen Pseudo-Bessermenschen entziehen, mag eine Ironie des Schicksals sein, die Angst- und quasi Terror-freie Lebensqualität ihrer Bürger und der sich rapide vermehrende Zuzug von westeuropäischen Einwanderern, die in ihren Ländern wegen der Alternativlosigkeit des politischen Wahlspektrums keine Zukunft mehr sehen, scheint ihnen jedenfalls recht zu geben.

Eine Fernseh-Dokumentation, die das oben beschriebene Phänomen dieses, neben dem tradierten ewig gestrigen Antisemitismus zwischenzeitlich virulent hinter dem Deckmantel einer vermeintlich berechtigten politisch linksstehenden Kritik am jüdischen Staat gewachsenen durch und durch Juden-feindlichen Israel-Dämonisierung offenlegt und den ubiquitären, von unserer Politik kaum widersprochenen Islam-getragenen gewalttätigen Judenhass hervorragend manifestiert, wurde von dem mit der Politik aufs engste vernetzten, linksideologisierten Führungskader des öffentlich-rechtlichen Arte/WDR mit fadenscheinigen handwerklichen Begründungen unterdrückt und vorerst an der Sendeverbreitung gehindert. Der zum Sender-Skandal angewachsene Vorgang, in dessen Verlauf eine verkürzte und mit den islamischen und linken Antisemitismus-relativierenden Kommentaren uminterpretierte Version unter internationalem Druck doch noch gesendet wurde, wirft ein weiteres ernüchterndes Schlaglicht auf die Heuchelei unserer Politik und ihrer nachgeschalteten staatlichen Zwangsgebührenmedien, die, koste es was es wolle, gerade im Wahljahr, wenige Monate vor der neuen Bundestagswahl, eine Verbreitung von Erkenntnissen verhindern will, über die nur wenige Jahrzehnte nach Ende des Holocaust wieder prekär gewordenen islamischen und linken Anfeindungen gegenüber dem jüdischen Populationsanteil.

Obwohl die Bundestagswahlen auch dieses Mal keine wirkliche Alternative zu dem hier bereits seit dem Amtsantritt der Kanzlerin durchweg praktizierten Einheitsbrei der jetzigen SPD-beteiligten Führung aus Israel-Vorbehalt und Islam-Anbiederung bietet, reagierten die öffentlich-rechtlichen Staatssender besonders empfindlich auf die Veröffentlichung der Doku über Terrorsympathisierende Finanzierungen seitens der durch unsere Politführung aus Steuergeldern alimentierten Israel-feindlichen, vermeintlichen und zu Unrecht „Menschenrechts-Organisationen“ genannten Gruppierungen, deren eigentliches Ziel die vollkommen einseitige und unausgewogene Unterstützung von arabischen Übergriffen gegen Israel und seine Bürger ist.

Auch wenn sich an einigen Stellen der internationalen Politik eine Verbesserung der politischen Situation für den Staat Israel abzeichnet, gebieten die Entwicklungen in Syrien und jetzt auch der Konflikt mit Katar in diesem Sommer besondere Aufmerksamkeit.

Israel und seinen Bürgern wünschen die Redaktion und ich ebenso wie unseren Lesern und uns allen einen friedlichen und Terror-freien Sommerferien-Monat Juli zum Segen und Wohlergehen des jüdischen Volkes.

Am Israel Chai!
Ihr Dr. Rafael Korenzecher