April 7, 2016 – 28 Adar B 5776
Israel: Das auserwählte Volk der UNO

Dire Weltorganisation fordert nur von den Juden nicht weniger als den kollektiven Selbstmord

Von Attila Teri

Man stelle sich vor, jemand klingelt an der Haustür einer Familie. Der Vater macht auf, woraufhin der ungebetene Gast sagt, „ich bin gekommen um dich und deine Familie umzubringen und anschließend dein Haus niederzubrennen!“ Er würde vermutlich alles tun, um seine Liebsten zu schützen und sei es, dabei zu den äußersten Mitteln zu greifen. Zu Recht! Höchstwahrscheinlich käme niemand auf die glorreiche Idee ihm vorzuschlagen, den Besucher zu einer Tasse Tee hereinzubitten statt sich zu wehren.

Aber genau das verlangt die Weltgemeinschaft seit Jahrzehnten von Israel. Natürlich im übertragenen Sinne. Und nicht nur das. Zunehmend bekomme ich den Eindruck, als ob es der Welt lieber wäre, wenn die Juden endlich kollektiven Selbstmord begingen. Denn genau das wäre die Folge, würde Israel den Forderungen der UN, EU und USA nachkommen. Auf der einen Seite beweinen Jahr für Jahr Politiker die Opfer der Schoah und verkünden mit ihrem obligatorischen Betroffenheitsgesicht, „es darf nie wieder geschehen“, während sie auf der anderen Seite alles tun, damit es wieder geschieht.

Dabei muss ich betonen, ich bin weder ein Fan der gegenwärtigen israelischen Regierung, noch der Rechten oder der Siedlerbewegung. Mir bereitet die innenpolitische Entwicklung auch Sorgen, zumal es noch keiner Demokratie gut getan hat, wenn keine funktionierende Mitte, geschweige denn Linke mehr existiert. Bekanntlich war Angst schon immer der schlechteste Ratgeber der Menschen. Und die Mehrheit der Israelis hat Angst. Angst vor der Gegenwart und noch mehr Angst vor der Zukunft. Ob in der Situation die adäquate Antwort die Stärkung der Konservativen und Rechten ist, sei dahingestellt. Zugleich ziehen sich die moderaten Kräfte zunehmend ins Privatleben zurück, verlassen zum Teil zermürbt von der Lage das Land oder sind durch die Bank fast restlos desillusioniert.

Aber auch wenn ich über diesen Zustand nicht sonderlich glücklich bin, versuche ich nicht Ursachen mit Wirkung zu verwechseln. Die mehr oder weniger ehrenwerten Damen und Herrn der Weltpolitik tun jedoch genau das. Dabei sind sie in den meisten Fällen nicht einmal unmittelbar betroffen. Sehe ich mal von den Abermillionen von Hilfsgeldern an diverse „palästinensische“ Gruppen ab, die sie Jahr für Jahr bewusst oder unbewusst verbrennen, obwohl es ihnen klar sein müsste, dass sie überall ankommen, bloß nicht bei denen, die es nötig hätten. Trotzdem zahlen sie fröhlich weiter und behaupten, Israel sei nicht an einem Frieden interessiert und tue alles, um die Zwei-Staaten-Lösung zu verhindern. (…)

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