Von Monika Winter

26. Juni 2015: In Frankreich kam es schon wieder zu einem grausamen islamistischen Anschlag. Terroristen haben am Freitagvormittag einen Anschlag auf die Fabrik Air Products in Saint-Quentin-Fallavier, südöstlich von Lyon gelegen, verübt. Laut den ersten Ermittlungsergebnissen sind kurz vor 10 Uhr morgens zwei Angreifer in einem Auto vorgefahren. Am Fahrzeug sei ein Banner mit arabischer Schrift befestigt gewesen. Dann gab es eine Explosion, sagte ein Ermittler. Mindestens ein Angreifer sei auf das Gelände vorgedrungen, sagte ein anderer Ermittler, er habe eine islamistische Fahne in der Hand gehabt und mehrere Gasflaschen in der Fabrik in die Luft gesprengt. Am Zaun der Anlage wurde der vom Rumpf abgetrennte Kopf eines Menschen gefunden. Der Kopf des Opfers wurde auf den Fabrikzaun gespießt und mit arabischen Schriftzeichen beschrieben. Bei dem 54-jährigen Opfer handelt es sich um den Chef des Attentäters, der kein Mitarbeiter des Unternehmens war, sondern selbständiger Transportunternehmer. Der bestialisch Hingerichtete hieß Hervé Cornara.
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Wer ist Yassin Sali? Einer der Angreifer wurde nach Angaben des französischen Innenministers Bernard Cazeneuve bei dem Angriff erschossen. Ein Sicherheitsmann habe den Mut aufgebracht sich den Terroristen entgegen zu stellen. Den zweiten mutmaßlichen Attentäter, nahm die Polizei am Mittag am Tatort fest. Es handelt sich um den 35-jährigen Yassin Sali, der der Anti-Terror-Behörde des Landes bekannt war. Die französische Polizei hat nach dem Attentat vom 26. Juni 2015 eine Akte aus dem Jahre 2006 geöffnet, in der Yassin Sali in Verbindungen zu einer radikalen Salafisten-Gruppe gebracht wird. Die Überwachung wurde 2008 gestoppt. Im Jahr 2012 war Yassin Sali an einem antisemitischen Übergriff auf einen jüdischen Jugendlichen beteiligt; der Angriff erfolgte in einem Zug von Toulouse nach Lyon.
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In Frankreich, wo die arabischen Einwanderer trotz ihres perfekten Französisch (nach dem Glauben einiger Politiker ist die Sprache ja der Schlüssel zur Integration) so gut wie gar nicht in die französische Gesellschaft integriert sind, gärt es. Man braucht kein Prophet zu sein, um zu wissen, dass in den heruntergekommenen Banlieues von Paris, Reims und Straßburg – gegen die „Problemviertel“ wie Neukölln Gold sind – und wo sich kaum mal ein Tourist hinverirrt, schon der nächste islamistische Terrorist in den Startlöchern steht.

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