Juni 2, 2016 – 25 Iyyar 5776
Iran auf dem Weg zur Atommacht

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Die Rede des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu vor der UNO  

  • Juni 2, 2016 – 25 Iyyar 5776
  • Politik, Welt
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Übersetzt von Gerd Buurmann

Meine Damen und Herren,

ich bringe Ihnen Grüße aus Jerusalem. Die Stadt, in der die Hoffnungen und Gebete des jüdischen Volkes für den Frieden für die gesamte Menschheit im Laufe der Jahrhunderte widerhallen.

Seit drei Tagen höre ich die Führer der Welt, wie sie das Atomabkommen mit dem Iran loben. Darum beginne ich meine heutige Rede mit den Worten: „Meine Damen und Herren, geben Sie Ihren Enthusiasmus an der Garderobe ab!“

Schauen Sie sich einfach an, was der Iran allein in den letzten sechs Monaten getan hat. Der Iran hat die Lieferung von verheerenden Waffen nach Syrien erhöht. Der Iran schickte mehr Soldaten der Revolutionsgarden nach Syrien. Der Iran schickte Tausende afghanische und pakistanische schiitische Kämpfer nach Syrien. Der Iran hat dies alles getan, um Assads brutales Regime zu stützen. Der Iran verschifft auch Tonnen von Waffen und Munition an die Huthi-Rebellen im Jemen, einschließlich einer Sendung erst vor zwei Tagen.

Der Iran droht, Jordanien zu stürzen. Irans Hisbollah-Vertretung schmuggelt SA-22-Raketen in den Libanon, um unsere Flugzeuge abzuschießen und Yakhont-Marschflugkörper, um unsere Schiffe zu versenken. Der Iran beliefert Hisbollah mit präzisionsgelenkten Boden-Boden-Raketen und Kampfdrohnen, um punktgenau ein beliebiges Ziel in Israel treffen zu können. Der Iran unterstützt Hamas und den islamischen Dschihad beim Aufbau bewaffneter Drohnen in Gaza.

Der Iran macht auch keinen Hehl aus seinen Plänen, zwei neue Terrorfronten gegen Israel zu eröffnen und verspricht, die Palästinenser im Westjordanland zu bewaffnen und schickt seine Revolutionsgarden-Generäle auf die Golanhöhen, von wo aus erst vor kurzem Raketen auf Nordisrael abgefeuert wurden.

Israel wird weiterhin mit Nachdruck auf alle Angriffe aus Syrien reagieren. Israel wird weiterhin alles tun, um die Lieferung strategischer Waffen an die Hisbollah aus und durch syrisches Gebiet zu verhindern.

Alle paar Wochen errichten der Iran und die Hisbollah neue Terrorzellen in Städten in der ganzen Welt. Drei solcher Zellen wurden erst vor kurzem in Kuwait, Jordanien und Zypern entdeckt.

Im Mai durchsuchten Sicherheitskräfte in Zypern die Wohnung eines Hisbollah-Agenten in der Stadt Larnaca. Sie fanden dort fünf Tonnen Ammoniumnitrat-Sprengmittel. Das ist in etwa die gleiche Menge an Ammoniumnitrat, das verwendet wurde, um das Bundesgebäude in Oklahoma City in die Luft zu sprengen. Und diese Durchsuchung fand nur in einer Wohnung statt, in einer Stadt, in einem Land. - Der Iran errichtet jedoch dutzende dieser Terrorzellen rund um die Welt.

Meine Damen und Herren,
diese Terrorzellen werden auch in dieser Hemisphäre errichtet. Ich wiederhole, der Iran hat all dies, alles, was ich gerade beschrieben habe, nur in den letzten sechs Monaten getan, in der Zeit, in der die Welt davon überzeugt werden sollte, die Sanktionen zu entfernen.

Stellen Sie sich nur mal vor, was der Iran erst tun wird, wenn die Sanktionen aufgehoben sind. Von der Leine gelassen und ohne Maulkorb, wird der Iran auf die Pirsch gehen und immer mehr Opfer verschlingen. In der Folge des Atomabkommens wird der Iran Abermillionen Dollar für Waffen und Satelliten ausgeben.

Im Jahr 2013 begann Präsident Rohani seine sogenannte Charme-Offensive hier bei den Vereinten Nationen. Zwei Jahre später hat der Iran mehr politische Gefangene hingerichtet als sonst und weitet seine regionale Aggression und sein schnell wachsendes globales Terrornetzwerk aus.

Man sagt, Taten sprechen lauter als Worte. Aber in diesem Fall des Iran, sprechen die Worte so laut wie die Taten. Hören Sie einfach mal auf den stellvertretenden Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden Quds Force. Das hier sagte er im Februar: „Die islamische Revolution ist nicht durch geographische Grenzen beschränkt.“

Er prahlte damit, dass Afghanistan, Irak, Libanon, Syrien, Palästina und Jemen zu den Ländern gehören, die „von der Islamischen Republik Iran erobert“ werden. Erobert!

Und für diejenigen unter Ihnen, die glauben, das Abkommen in Wien wird eine Änderung in der iranischen Politik bringen, sei Irans oberster Führer Ajatollah Chamenei zitiert, der fünf Tage, nachdem das Atomabkommen erreicht war, dies sagte: „Unsere Politik gegenüber den arroganten Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika wird sich nicht ändern. Die Vereinigten Staaten“, schwor er, „werden auch weiterhin der iranische Feind sein.“

Den Mullahs mehr Geld zu geben, wird voraussichtlich mehr Repressionen im Iran schüren, es wird aber definitiv die Aggressionen außerhalb des Irans befeuern. Als Führer eines Landes, das sich jeden Tag gegen Irans wachsende Aggression verteidigen muss, wünschte ich, ich könnte Trost finden in dem Glauben, dass diese Transaktion Irans Weg zu Atomwaffen verhindert. Aber ich kann es nicht, weil es nicht so ist.

Also hier ist eine allgemeine Regel, die ich gelernt habe, und Sie müssen diese Lehre in Ihrem Leben auch gelernt haben: Wenn schlechtes Verhalten belohnt wird, wird alles nur noch schlimmer. (...)

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