Juli 3, 2014 – 5 Tammuz 5774
«Ich bin verboten»

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von Anouk Markovits 

In aufgeklärten Gesellschaften gilt jede Artdes religiösen Fundamentalismus zu Rechtals Angriff auf die individuelle Freiheit desEinzelnen; gleichzeitig erlaubt unser Pluralismusausdrücklich die Existenz religiöserGemeinschaften, deren Mitglieder sich ausfreiem Willen den jeweiligen religiösen Regeln unterwerfen. Wenn man als Außenstehender jedoch einmal das Wagnis eines Perspektivwechsels eingeht, stellt man dabei oft fest, dass klare religiöse Gebote zur Lebensführung durch ihren überpersönlichen Charakter oft auch als Befreiung von der Last der zahllosen Widersprüche einer modernen Gesellschaft wahrgenommen werden.

In ihrem klugen Roman aus der hermetischen Welt der Satmar-Chassidim erzählt Anouk Markovits die unwahrscheinliche Geschichte einer großen, lebenslangen Liebe, die weder in der einen noch in der anderen Welt ganz heimisch zu werden vermag. Dabei spannt die Autorin einen großen pittoresken Bogen zärtlichster literarischer Welterkundung vom ländlichen Rumänien der Vorkriegszeit bis ins New York

Anouk Markovits, «Ich bin verboten», aus
dem Amerikanischen von Anne Rademacher,
erschienen bei Knaus, 288 Seiten, € 19,99

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