Juli 6, 2015 – 19 Tammuz 5775
Heil Hisbollah!

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Der Hitlergruß ist keineswegs aus der Mode – die Hisbollah benutzt ihn bis heute  

Von Richard Diesing

Offen antisemitisch zeigt sich die Hisbollah nicht nur, indem sie den Hitlergruß benutzt. Auch Politiker der nicht als Terrororganisation geltenden Hisbollah äußern sich offen antisemitisch. Wenn überhaupt wird nur der militärische Arm der Hisbollah als Terrororganisation gelistet.

Mit dem Begriff „ Saluto romano“, zu deutsch „römischer Gruß“, werden wenige Leser etwas anfangen können. Viel bekannter ist uns doch der Begriff „Hitlergruß“. Da klingelt es. Sofort denkt man an 6 Millionen tote Juden, aber auch an Vergangenheit. Wer würde denn, bis auf ein paar glatzköpfige Neonazis mit Springerstiefeln und SS-Tattoos, heute noch den Hitlergruß zeigen? – Von der Hisbollah wird der Hitlergruß bis heute benutzt. Nun als Zeichen dafür, dass Israel zerstört oder zumindest nicht akzeptiert wird.

Schon vor dem Erscheinen der Hisbollah in der Landschaft der Terrororganisationen, die Israel als Hauptfeind sehen, war der Hitlergruß bei der „Arabischen Befreiungsarmee“ bei der Vereidigung vorgesehen. Der Wehrmachtsveteran Fawzi al-al-Qawuqdschi hatte den Hitlergruß während seiner Arbeit für die Nazis kennengelernt. Die Hisbollah benutzt den Gruß allerdings bis heute als Zeichen gegen den Hauptfeind: Israel. Im Vordergrund steht hierbei der „Widerstand gegen die Besatzung“. Dabei wird Israels Existenzrecht schlicht verneint. Stattdessen fallen Sätze wie diese von Hassan Nasrallah, Generalsekretär der Hisbollah, aus dem Jahr 2000: Israel sei „eine böse Bakterie und die Mutter der List“ und habe „keine andere Wahl als den Tod“. Wer daher glaubt, der Hitlergruß sei zufällig gewählt worden und sei nicht antisemitisch geprägt, ist naiv. (…)

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