August 7, 2014 – 11 Av 5774
«Was für eine Schlagzeile»: «Nur ein toter Palästinenser ist ein guter Palästinenser!»

Ein Gastkommentar von David Klein auf dem Blog www.est-herstagebuchauszichronyaacov.blogspot.de vom 29. Juli 2014 Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Was für eine Schlagzeile, Sie sind zurecht empört. Aber es kommt noch schlimmer: «Neger, Neger, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!», «Wir müssen die Muslime ausrotten!» oder «Die Schwulen brauchen einen Hitler!».

Mittlerweile ist Ihr Puls auf Hundert, aber keine Bange, Abhilfe naht. Ersetzen Sie einfach Palästi- nenser, Neger, Muslime und Schwule durch Juden und Sie lesen die Beschimpfungen und Parolen, die im Rahmen der pro-palästinensischen Aktivitäten anlässlich des aktuellen Gaza-Konflikts im Netz gepostet und weltweit an antiisraelischen Demonstrationen skandiert werden.

Sogleich werden Sie Erstaunliches beobachten: Ihr Puls wird ruhiger, die Empörung ebbt ab und macht einer heiteren Gelassenheit Platz: Das sind ja bloß Juden, die hier beleidigt, verhöhnt und mit dem Tod bedroht werden, deren Geschäfte, wie in der Pariser Vorstadt Sarcelles, niedergebrannt und deren Synagogen und Gemeindezentren attackiert werden.

Und die sind schliesslich selbst schuld, so wie diese zionistischen Kriegstreiber mit den Paläs- tinensern umspringen.

Lehnen Sie sich also ruhigen Gewissens zurück und ergreifen Sie als Mitglied der westlich- demokratischen «Wertegemeinschaft», weiterhin Partei für die mörderische islamistische Hamas, in deren Charta die Vernichtung der Juden festgeschrieben steht. Verteidigen Sie störrisch das «Recht auf legitimen Widerstand» einer theokratischen Terrororganisation, die seit Jahren in flagranter Verletzung des humanitären Völkerrechts Raketen auf unschuldige israelische Zivilisten regnen lässt. Raketen, die sie nachweislich in denselben Schulen versteckt, in denen sie bereits die Kleinsten zum antisemitischen Jihad erzieht.

Lauschen Sie verzückt den Medien, von denen die meisten in trautem Einklang Israel als Schuldigen der jüngsten «Eskalation» ausgemacht haben. Lassen Sie sich anhand der unausgewogenen Berichterstattung über die selbst gebastelten «Kleinraketen» und «Feuerwerkskörper» der «Freiheitskämpfer» der Hamas und die «unverhältnismässige» Reaktion Israels, in Ihrem friedensbewegten Mitgefühl bestärken.

(...)

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