Mai 13, 2015 – 24 Iyyar 5775
Eine aktuelle Geschichte aus dem Mittelater

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Portugal ist jetzt das zweite Land neben Israel, das speziell Juden ein „Rückkehrrecht“ einräumt  

Von Kevin Zdiara

Mit der Veröffentlichung des Gesetzes 30A/2015 am 27. Februar 2015 im Amtsblatt ist in Portugal ein Prozess zum Abschluss gekommen, der es zukünftig den Nachfahren der während der Inquisition vertriebenen sephardischen Juden erlaubt, die portugiesische Staatsbürgerschaft zu erhalten. Damit ist Portugal zusammen mit Israel das einzige Land weltweit, das Juden ein sogenanntes Rückkehrrecht und damit einen privilegierten Zugang zur Staatsbürgerschaft einräumt.

Die jüdische Gemeinde in Portugal ist mit etwas mehr als 3.000 Mitgliedern eine der kleinsten Europas. Allerdings waren es bei der Volkszählung im Jahr 2001 gerade einmal 1.773 Portugiesen, die sich zur jüdischen Religion bekannten – somit hat sich die Gemeinde innerhalb eines Jahrzehnts fast verdoppelt. Im heutigen Europa ein eher ungewöhnlicher Trend, was nicht zuletzt damit zu tun haben könnte, dass Antisemitismus in Portugal nahezu nicht existent ist. Allerdings sind diese Zahlen nichts im Vergleich zu den geschätzten rund 200.000 Juden, die vor der Einführung der Inquisition im Jahr 1536 in Portugal gelebt haben sollen.
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Alles begann vor rund fünf Jahren mit einem Facebook-Eintrag des konservativen Parlamentsabgeordneten José Ribeiro e Castro, der damals jüdische Freunde aufforderte, die Staatsbürgershaft zu beantragen, um zu sehen, was passieren würde.

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