August 5, 2016 – 1 Av 5776
Ein Milliardär für Judäa und Samaria

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Irving Moskowitz ist tot  

Von Chaya Tal

Dr. Irving Moskowitz, amerikanischer Jude polnischen Ursprungs, Arzt, Unternehmer, Milliardär und Philantrop, ist am Freitag, dem 17. Juni 2016, im Alter von 88 Jahren in Miami, Florida, verstorben.

Irving und seine Frau Cherna, beide in den USA geboren, waren in den USA wegen ihres Wohltätigkeitsinstituts, dem „Irving Moskowitz-Fond“, bekannt, welches sie im Jahr 1968 ins Leben riefen. Über den Fonds, der zu einem großen Teil auf den Einnahmen Moskowitz‘ aus einem Bingo-Club in der kalifornischen Stadt Hawaiian Gardens basierte, unterstützte das Ehepaar im Laufe der Jahrzehnte die Stadt Hawaiian Gardens selbst (Investitionen in soziale Strukturen und Stadtentwicklung), Projekte für Studenten in den USA und auch in Israel.

Der Moskowitz-Fonds war bekannt für seine enorme finanzielle Unterstützung von Rettungsoperationen und Hilfsprojekte in Krisengebieten über Jahre hinweg; so beispielsweise 1998 nach dem Hurrikan „Mitch“, 1999 in Kosovo und nach einem Erdbeben in der Türkei, nach dem Terroranschlag des 11. Septembers 2001 in New York, 2004 nach dem Tsunami in Indonesien und Sri Lanka, dem Hurrikan „Katrina“ 2005 und dem Erdbeben in Japan 2011.

In Israel war Irving Moskowitz vor allem im politischen Spektrum als eine kontroverse Persönlichkeit bekannt. Mit seinen Spenden setzte sich Dr.Moskowitz für jüdische Rückkehr und Besiedlung von Judäa und Samaria ein, ebenso für den Erwerb und die Übersiedlung von Juden in die arabisch geprägten Viertel von Ost-Jerusalem.

Seit der Etablierung des Hilfsfonds im Jahre 1968 prägte diese Tätigkeit seinen Ruf in Israel. Hohe Summern für Landerwerb, Häuserkauf, Errichtung von Vorposten und Anlagen in existierenden Siedlungen stammten aus dem Moskowitz-Fonds. Irving Moskowitz verschleierte seine Ausgaben für diesen Zweck nicht und hielt regen Kontakt zu Aktivisten der Siedlerbewegung und unterstützte sie finanziell massiv bis in die letzten Tage hinein. Er war es, der viele Aktivitäten der Bewegung „Women in Green“ für eine Souveränität Israels in Judäa und Samaria finanzierte, den politischen Kampf gegen die Evakuierung von Gusch Katif in 2005 unterstützte; ebenso stand er hinter dem Erwerb des Hauses „Bet haBracha“ nahe des Dorfes El-Arub in Gusch Etzion, dessen Land nun offiziell zum Regionalbezirk von Gusch Etzion gehört; außerdem sorgte er für den Kauf von Immobilien zugunsten der Ansiedlung jüdischer Einwohner in der Altstadt Jerusalems und in den arabischen Viertel wie Sheich Jarrah und Silwan.

Wie einige Medien es formulierten, sorgte Moskowitz dafür, die Käufe zu „risikoreichen“ Zeiten publik zu machen, welche Provokationen nach sich zogen – wie beispielsweise die Forderung des Baustopps in Siedlungen seitens der amerikanischen Regierung. Nichtsdestotrotz blieb Irving Moskowitz seinen Überzeugungen treu. Im Jahr 2008 stifteten Irving und Cherna den „Moskowitz-Preis für Zionismus“. Unter den Preisträgern befinden sich u.a. der heutige Knessetabgeordnete Yehuda Glick, welcher für Religionsfreiheit auf dem Tempelberg aktiv ist, der ehemalige Mossad-Leiter Meir Dagan, der Aktivist Sammy Bar Lev – einer der Gründer der ersten Besiedlungen auf den Golanhöhen nach 1967, wie der heutigen Stadt Katzrin; und Yigal Cohen-Organ, dem Vorsitzenden der Ariel-Universität in Samaria.

Heute wird der Fonds von seiner Frau Cherna im Geiste ihres Mannes geleitet. Yehudit Katzover, eine der Gründerinnen von „Women in Green“, ist überzeugt, dass die Nachfolgerin des Ehepaares Moskowitz ihre Tochter Laurie sein wird. Irving selbst vergleicht sie mit Baron Rothschild, welcher im 19. und 20.Jahrhundert für einen Großteil von Landerwerb im osmanisch besetzten Heiligen Land und für die Errichtung zahlreicher neuer jüdischer Siedlungen und Ortschaften verantwortlich gewesen war.

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