Wie das Schicksal eines zwangsgetauften jüdischen Kindes das Ende des Kirchenstaates einläutete 

Edgardo Mortaro: Entführung eines jüdischen Kindes im Namen der katholischen Kirche



Diese Episode aus dem Leben einer jüdischen Familie aus Bologna hat sich vor 160 Jahren zugetragen. Dennoch sollte sie eine beträchtliche Rolle sowohl in der Geschichte Italiens, als auch für die Situation der europäischen Juden spielen und wurde sogar zum Anlass für die Abschaffung des Kirchenstaates.

Die Dienstmagd gesteht die geheime Taufe
Am Abend des 23. Juni 1858 kamen die Carabinieri ins Haus des jüdischen Paares Marianne und Salomon Mortara in Bologna, um von den acht Kindern der Familie den sechsjährigen Edgardo abzuholen. Dem gingen folgende Ereignisse voraus:
Eine gewisse Anna Morisi, junge Dienstmagd im Hause Mortara, eine Katholikin, gab während der Beichte zu, vier Jahre zuvor den elfmonatigen Sohn des Ehepaares, Edgardo, heimlich getauft zu haben. Das jüdische Kind sei sehr krank gewesen und sie habe sich bloß für seine Seele gesorgt – sollte das Kind sterben, wäre seine Seele, nach ihrer Vorstellung, in die Hölle gekommen.
Lange hat sie die Taufe geheim gehalten, doch als diese Geschichte von der Taufe eines jüdischen Kindes während der Beichte erzählt wurde, meldete der Pater diesen Vorfall der Inquisitionsbehörde in Rom; so wurde die Anweisung erteilt, das Kind umgehend aus der Familie zu nehmen und im katholischen Glauben zu erziehen. 

Bologna war zu dieser Zeit ein Teil des Kirchenstaates – Stato Pontificio. Laut seiner theokratischen Grundsätze durften Juden keine christlichen Kinder erziehen, selbst wenn es sich dabei um ihre eigenen Kinder handelte. Das Argument, der kleine Edgardo sei heimlich und, im Grunde, zwangsgetauft worden, spielte keine Rolle: Eine solche Taufe fand schon in den Quellen des Christentums ihren Platz; und die Tragödie der Familie Mortara hatte ihre Wurzel tief in der Geschichte des jüdischen Volkes, welche genug Fälle der mitunter brutal durchgeführten Zwangstaufe der Juden der Diaspora kannte.

Das Schicksal der Juden wurde als verdienter Zorn Gottes auf Nicht-Christen betrachtet
Die Zwangstaufe hatte ihre ideologischen Ursprünge in der Lehre der christlichen Kirche, welche besagt, jeder Christ habe Nichtchristen zu bekehren. Das traurige Schicksal der Juden, die Jesus als Messias nicht ankerkannten, sollte den Christen als Beispiel des Zorns Gottes auf diejenigen, die sich Seiner Lehre entziehen, dienen. Diesem Zorn Gottes könnten Juden nur entgehen, wenn sie sich dem Christentum zuwenden, so war deren Heranführen an die christliche Kirche – die Taufe – der Ausdruck des Gebots Jesu „Liebe deinen Feind“.
Die Zwangstaufe der Juden, gezielt und massenhaft zunächst von den Mönchen durchgeführt, begann kurz nach 325 – dem Jahr des Ersten Konzils von Nicäa, wo das Glaubensbekenntnis unterschrieben und die Gottgleichheit Jesu und die oberste Rolle des Christentums beschlossen wurden. Die jüdischen Kinder wurden zum besonderen Objekt der Zwangstaufe – nicht selten wurden sie ihren Eltern weggenommen und zur Taufe „überredet“.

Wer zwangstauft, kommt ins Paradies
Im späten Mittelalter verbreitete sich der Volksglaube, dass jeder Christ, der einen „Ungläubigen“ zur Taufe führt, des Paradieses sicher sei; dies führte zu einer Welle von Zwangstaufen, deren Opfer in erster Linie Kinder waren. Fälle der Kindesentführung nahmen solche Maßstäbe an, dass 1747 Papst Benedikt XIV. in einer Bulle das Konvertieren der jüdischen Kinder unter sieben Jahren ohne Erlaubnis der Eltern verbieten musste.
Dennoch nahmen die Bischöfe Italiens den jüdischen Eltern ihre Kinder zwecks Taufe ganz offiziell weg bis zu der Zeit, als sich auf diesen Territorien die Macht des revolutionären Frankreichs etablierte. Die Römische Kurie wollte aber ihre Vorrechte nicht abgeben, und so kam 1857 ein Erlass, der vorschrieb, dass die zwangsgetauften jüdischen Kinder auch gegen den Willen der Eltern christlich bleiben sollen. So war der Fall Edgardo Mortara keineswegs ein Einzelfall.

Sogar Katholiken stellten sich gegen den Papst
Der Junge wurde nach Rom, in ein Kinderheim für getaufte jüdische Kinder gebracht. Zunächst gab es gar keine Kontakte zur Familie, später wurden die Besuche im Heim erlaubt, allerdings unter Aufsicht.
Die Historiker konnten herausfinden, dass die Anordnung, Edgardo seinen Eltern wegzunehmen, von Papst Pius IX. selbst kam. Er hat es sich auch nicht nehmen lassen, sich persönlich an der Erziehung des jüdischen Jungen zu beteiligen und nannte ihn „Figlio“ – „Söhnchen“. Die Eltern unternahmen alles, um das Kind zurückzubekommen. Inzwischen hatte der Fall Mortara internationale Aufmerksamkeit erlangt. Die Empörung der Öffentlichkeit in Europa war groß. Jüdische Gemeinden des unabhängigen Königsreiches Sardinien wandten sich an ihre Regierung; mehrere deutsche Rabbiner schickten eine entsprechende Petition an Pius IX.; die Juden Großbritanniens organisierten Massenkundgebungen; der berühmte britischer Unternehmer und Philanthrop Moses Montefiore kam nach Rom in der Absicht, den Papst mit einer persönlichen Bitte aufzusuchen. Die katholischen Herrscher Europas – Napoleon III. und der österreichische Kaiser Franz Josef I. – schrieben Pius IX. an und rieten ihm, sich der öffentlichen Meinung zu beugen. Alles war vergebens: Weder die Petition der Rabbiner wurde beantwortet noch Montefiore empfangen. 1859 rügte der Papst auf dem jährlichen Empfang die römische Gemeinde, zu viel Lärm um diese Sache gemacht zu haben, und drohte mit Repressionen. Die Meinung der ganzen Welt, so verkündete er, interessiere ihn nicht.

Von seinen Eltern entfremdet
Im Jahre 1859 wurde Bologna an Sardinien angeschlossen, und Edgardos Eltern unternahmen einen erneuten Versuch, ihren Sohn zurückzubekommen, aber er befand sich in Rom. In 1870 eroberten die Truppen des Königreichs Italien Rom, die päpstliche Armee kapitulierte. Offiziell war es das Ende der weltlichen Herrschaft des Papsttums. Die Familie Mortara ließ nicht davon ab, noch einmal das Schicksal herauszufordern und Edgardo nach Hause zu holen, aber diesmal machte ihnen die Zeit den Strich durch die Rechnung: Edgardo, inzwischen 18 Jahre alt, äußerte den Wunsch, im Schoß der Katholischen Kirche zu bleiben. Erzogen in einem Kloster, erschien er nicht selten auf den Straßen der Gettos, um Juden zu ärgern. Er wurde in den Augustiner-Orden aufgenommen, bekam den Namen Pius, wurde später zum Priester geweiht. Als Pater Pio Edgardo Montara ging er als Missionar nach Deutschland und auch nach New York; wurde zum Kanoniker und Theologieprofessor in Rom. Einige Jahre später verlieh Papst Leo XIII. ihm, dem glühenden Anhänger der Kirche, den Titel „Apostolischer Missionar“.
Seine letzten Lebensjahre verbrachte Edgardo Mortara in einem belgischen Kloster, wo er 1940 verstarb.

Als 1859 eine jüdische Delegation in den Vatikan kam und den Papst anflehte, er möge doch bitte das jüdische Kind den Eltern zurück geben, war Pius´ Antwort darauf, es sei nur dann möglich, wenn die Eltern auch zum Christentum übertreten würden, was sie natürlich ablehnten. Sein Vater war bis zu seinem Tod 1871 das Ziel steter Angriffe der Kleriker. Die Mutter starb 1895 in Florenz, Edgardo war bei ihrer Beisetzung anwesend. (Er schien seine jüdische Familie akzeptiert zu haben und 1900 in einem Brief widerlegte er sogar die Gerüchte, seine Mutter sei vor ihrem Tod zum christlichen Glauben übergetreten, - Anm. d. Übers.) 

Der Fall läutete das Ende des Kirchenstaates mit ein
Der Fall Mortara trug zweifelsohne zur Entmachtung der Römischen Kurie bei, so groß war der durch diese Kindesentführung seitens des Kirchenstaates ausgelöste Skandal. Dem Papst Pius IX. war das bewusst – so meinte er eines Tages Edgardo gegenüber: „Sehr hoch war der Preis, den ich bezahlen musste, um dich, mein Sohn, für die Kirche zu gewinnen.“
Viele Historiker weisen darauf hin, dass der Fall Mortara für das politische Leben des damaligen Europas sehr prägend war. Enttäuscht vom Papst, nicht zuletzt wegen dieses Falles, zog Napoleon III. die französische Garnison aus dem Kirchenstaat ab, was dem König Sardiniens Viktor Emmanuel erlaubte, seine Territorien umgehend dem eigenen Königreich anzuschließen. Nun herrschte der Papst lediglich über Rom, doch 1870 wurde Rom ein Teil des vereinigten italienischen Staates, als Napoleon III. im Zuge des Deutsch-Französischen Krieges gezwungen wurde, Rom zu verlassen.

Der Fall Mortara diente 1860 ebenfalls als Anstoß zur Gründung der französischen jüdischen Organisation Alliance Israélite Universelle, welche sich „den Schutz der Bürgerrechte und der Religionsfreiheit der Juden“ zum Ziel setzte.

Noch heute rechtfertigen katholische Theologen die Entführung
Interessant ist, dass das Echo des Falls Mortara bis zum heutigen Tag zu vernehmen ist. Im Frühling dieses Jahres (April 2018, - Anm. d. Übers.) veröffentlichte die katholische Zeitschrift „First Things“ die Rezension auf ein kürzlich erschienenes Buch von Vittorio Messori „Kidnapped by the Vatican? The Unpublished Memoirs of Edgardo Mortara“, die Rezension verfasste der Theologe Romanus Cessario. Der Buchautor, Kirchenhistoriker Messori, hat das persönliche Archiv Mortaras studiert, und ist zu dem Schluss gekommen, dass eine Entführung stattgefunden habe. Cessario hingegen verweist in seiner Rezension auf das Gesetz, das der Handlung Pius‘ IX. zugrunde lag und spricht davon, dass es „nicht unbegründet“ war. Er schildert die Entführung als ein durchaus positives Ereignis; er geht also davon aus, dass die Entscheidung des Papstes richtig war. „Die Göttliche Fügung war gnädig“, schrieb er, „so wurde entschieden, dass dieses Geschöpf ein christliches Leben bekommt. Die Forderung, dass alle per Gesetz getauften Kinder die katholische Bildung erhalten, war nicht willkürlich: Eine Taufe ist der Anfang eines neuen Lebens in Christus, und die Kinder müssen dieses neue Leben erst erlernen.“ Cessario behauptet, der Ewige hätte die Entführung gutgeheißen. Er schreibt: „Bevor die Gendarmen des Papstes in sein elterliches Haus kamen, war Edgardo Montara ein namenloser Katholik. In seinem Fall geschah der Eintritt in das reguläre katholische Leben durch eine Göttliche Fügung.“

Dieser Artikel wurde von den gemäßigten christlichen Kommentatoren scharf kritisiert. „Die Wegnahme eines Kindes aus seiner eigenen Familie war abstoßend; es wäre peinlich, dies zu rechtfertigen“, schrieb auf Facebook Prof. Robert P. George (University Princeton), ein katholischer Intellektueller. „Alle theologische Syllogismen der Welt können dieses moralische Verbrechen, getätigt durch den Papst gegen diese hilflose jüdische Familie, nicht decken“, schrieb in „The American Conservative“ der christliche Autor Ray Oliver „Rod“ Dreher. „Das Argument von Cessario mag einen emotionalen Sinn für Männer haben, da sie kein Kind zur Welt bringen. Dennoch ist es eine Groteske.“

Der Widerstand
Woher kommt aber dieser innere Zwang einiger konservativer Intellektuellen, Papst Pius IX. zu verteidigen? Antisemitismus ist hier kaum ein Motiv. Messori schreibt: „Ich schätze das jüdische Volk und die jüdische Religion sehr. Das ist die Quelle des Christentums.“ Wie einige Autoren meinen, handelt es sich wohl nicht um die Beziehung des Christentums zu den Juden, sondern vielmehr um die theologischen Kriege innerhalb der Katholischen Kirche. 
Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil ändert sich zunehmend die Einstellung der Kirche gegenüber den weltlichen Moralprinzipen; Papst Franziskus hat diesen Prozess weiter beschleunigt. Die eingetretenen Änderungen lösen Unmut innerhalb der meist traditionalistischen Kreise aus.

Religion ist wichtiger als Bürgerrechte?
Andererseits muss man anmerken, dass, wenn einige Traditionalisten die Kindesentführung durch die Kirche rechtfertigen, dies nicht allein auf die Nostalgie für eine vergangene Ära zurückzuführen ist, für die „guten alten Zeiten“, wo der Papst allmächtig und vollkommen frei in seinem Tun war. Die theologische Position ist hier breiter zu verstehen: Die Lehre Gottes ist höher als die menschliche Moral und die Religion wichtiger als die Bürgerrechte.
Cessario wie Messori sprechen offen darüber. „Sollen etwa die zweifelhaften bürgerlichen Freiheiten höheren Stand haben als die Glaubensforderungen?“ – schreibt Cessario. Das ist eine rhetorische Frage. In seinem Buch vertritt Messori eine ähnliche Position und ruft zu einer katholischen Sicht auf die Welt auf, wo die Seelenrettung wesentlich wichtiger ist als sämtliche andere Probleme.

Dieser Meinung zufolge ist gerade das der Kern des Falls Mortara. Ja, den Eltern ihr Kind wegzunehmen, ist grausam. Und ja, das widerspricht allen unseren menschlichen moralischen Werten. Aber Pius IX. hatte sich vor einer höheren moralischen Autorität zu verantworten – der katholischen Lehre. Und diese Lehre hatte ihm die Pflicht auferlegt, Edgardos „Seele zu retten“. Messori meinte, dieser Entschluss fiel dem Papst nicht leicht: „Pius wusste, welch ein Drama diese Tat nach sich ziehen wird, er hatte aber keine Wahl.“
Nicht jeder Traditionalist würde die Entführung eines getauften jüdischen Kindes lobenswert finden. Nicht Wenige finden diese Idee abstoßend. So nennt der britische katholische Traditionalist Joseph Shaw die Entführung Mortaras „eine der unverzeihlichsten Taten, vollzogen von einem Papst der Neuzeit.“

Traditionalismus ist durch das breite Spektrum der konservativen Katholiken vertreten, zu denen sowohl diejenige gehören, welche bereit sind, gegen den Vatikan einzutreten, als auch solche, die sich seitens des Franziskus einfach etwas mehr Vorsicht wünschen.

Die Katholische Kirche ändert sich statt andere
Aber der Fall Mortara betrifft ein Postulat, welches viele von ihnen verinnerlicht haben: Der durch eine Offenbarung gegebenen Lehre soll man folgen, möge sie auch dem widersprechen, was man sogenannte „universelle humanistische Werte“ nennt. Wenn Papst Franziskus die Position der „Heiligen“ Kirche etwa die Homosexualität, Ehe nach der Scheidung etc. betreffend, mäßigt, sind viele Traditionalisten von dieser Herangehensweise, die menschliche Werte höher stellt als die transzendenten und die sie Anthropozentrismus nennen, irritiert. Sie merken, dass die Kirche ihre Position prinzipiell ändert – sie fordert nicht mehr von den Menschen, sich ihrer Lehre anzupassen, sondern passt die Lehre den menschlichen Werten an.

Abtreibung erlauben, oder staatliches Geld weg
„Eine Spannung zwischen der katholischen und der weltlichen Moral gab es immer“, meint Dan Hitchens, stellvertretender Chefredakteur der katholischen Wochenzeitung „The Catholic Herald“ mit Sitz in London. Er behauptet, viele Katholiken „sind immer skeptischer eingestellt der Idee einer neutralen weltlichen Macht gegenüber, was sich zum Teil durch die letzten Ereignisse erklären lässt.“
Als Beispiel nennt er die Entscheidung der neuen kanadischen Regierung, die besagt, dass „die Kirchen sich schriftlich verpflichten müssen, die „individuellen Rechte“ zu respektieren um bestimmte staatliche Gelder zu bekommen. Die letzten Monate haben gezeigt, dass unter diesen Rechten auch das Recht auf Abtreibung genannt wird.“ 

Der Papst verbot bis 1919 die Teilnahme an den italienischen Parlamentswahlen
Die Wahrnehmung dieser tiefgehenden Spannung zwischen der religiösen und der weltlichen Moral bestärkte in der Vergangenheit einige Völker Europas in ihrer Überzeugung, dass eine Verbannung der Religion aus dem gesellschaftlichen Raum für die Demokratie unvermeidbar ist.
Dies zeigt nicht nur das strenge Konzept eines laizistischen Staates in Frankreich, sondern auch die Geschichte Italiens in der Neuzeit. Während der Entstehung des modernen italienischen Staates, nur drei Jahre nach dem zugetragenen Fall Mortara, traten italienische Nationalisten offen gegen Vatikan auf und kämpften gegen die Truppen des Pontifex. Als Antwort darauf verbot Pius IX. den gläubigen Katholiken an den Parlamentswahlen teilzunehmen. Dieses Verbot wurde erst im Jahre 1919 aufgehoben.

Auch wenn die Meinung, die kirchliche Ethik solle unverändert bleiben, existiert, so war die Kirche de facto immer um die Balance zwischen ihrem moralischen System und dem dominierenden moralischen System der konkreten Zeit bemüht. 
Der Kampf innerhalb der Kirche ist noch im Gange; das zeigt der neueste Konflikt um den Fall Mortara. Auch diejenigen, welche die Entführung und ihre Befürworter missbilligen, geben zu, dass im Kern dieses Streites ein theologisches Problem liegt, das alles andere als trivial ist. Wie es Rod Dreher, der konservativer Denker, welcher Cessarios Argumente „grotesk“ nannte, formulierte: „Theologisch betrachtet stellt der Fall Mortara eine ernsthafte Frage dar, dadurch, dass die Christen tatsächlich an die Unumkehrbarkeit der Taufe glauben. Wir glauben tatsächlich, dass das Christentum eine objektiv richtige Lehre ist. Außerdem sollten Menschen äußerst vorsichtig sein, wenn sie nach heutigen Standards über diejenigen urteilen wollen, welche vor vielen Jahren gelebt haben.“


Übersetzung aus dem Russischen von Irina Korotkina

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