September 5, 2015 – 21 Elul 5775
Die Tatenlosigkeit der Weltgemeinschaft

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Jüdischer Publizist Sir Weidenfeld rettet Christen vor dem IS-Terror  

Mit freundlicher Genehmigung von idea

Der jüdische Verleger und Publizist Sir Arthur George Weidenfeld aus London hat eine Rettungsaktion für Christen gestartet, die in Syrien und im Irak von der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) bedroht sind. Der 95-jährige gebürtige Österreicher sieht sich dazu aus Dankbarkeit verpflichtet. Er war 1938 mit einem Transport für jüdische Kinder vor der Nazi-Herrschaft gerettet und von Christen in England aufgenommen worden. Sie gehörten der Brüderbewegung, den sogenannten „Plymouth Brethren“, an. Jetzt will Weidenfeld mit der „Operation Safe Haven“ (Sicherer Zufluchtsort) zusammen mit anderen Philanthropen 2.000 christliche Familien vor dem IS-Terror retten und in Europa ansiedeln. Die ersten 150 Christen wurden am 10. Juli mit Zustimmung des syrischen Assad-Regimes und der polnischen Regierung nach Warschau ausgeflogen. Sie sollen dort mit finanzieller Unterstützung der „Operation Safe Haven“ eine neue Heimat finden. (…)

Weidenfeld, der 1945 in England das Verlagshaus „Weidenfeld & Nicolson“ gründete und als Kolumnist der deutschen Tageszeitung „Die Welt“ (Berlin) tätig ist, begründet seine Rettungsaktion für Christen damit, dass er noch eine ganz persönliche Schuld zu begleichen habe. Christen in England hätten die jungen Leute aus den „Kindertransporten“ aus Nazi-Deutschland aufgenommen: „Wir Juden sollten dafür dankbar sein und etwas für die gefährdeten Christen tun.“ Weidenfeld weist die Kritik wegen angeblicher religiöser Diskriminierung zurück: „Ich kann nicht die ganze Welt retten, aber es gibt Möglichkeiten für Juden und Christen. Andere können etwas für Muslime tun.“
Insbesondere wären da sicher der Iran und die Türkei gefragt, die ihr Geld in Flüchtlingshilfe statt in Rüstung oder Rüstungsexport stecken könnten. (…)

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