Oktober 6, 2018 – 27 Tishri 5779
Die Tamimi-Inszenierung zeigt Risse

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Die Familie Tamimi macht auch vor dem qualvollen Verbrennungsmord an einem jüdischen Zivilisten nicht Halt  

Von Stefan Frank

Kürzlich berichtete Audiatur-Online über den geplanten Schweiz-Besuch von Manal Tamimi, die bekannt ist für ihren wüsten Judenhass und ihre Aufrufe zur Ermordung israelischer Juden. Manal Tamimi entstammt einem arabisch-„palästinensischen“ Clan, zu dessen bekanntesten Persönlichkeiten die beiden verurteilten (aber freigepressten) Terroristen Ahlam Tamimi und Nizan Tamimi gehören.

Am 29. Oktober 1993 – sechs Wochen nachdem der israelische Ministerpräsident Jitzhak Rabin im Weißen Haus das Osloer Friedensabkommen unterzeichnet hatte – ermordete Nizar al-Tamimi zusammen mit seinem Cousin Said Tamimi und einem weiteren Komplizen den 30-jährigen Israeli Haim Mitzrachi. Als dieser, wie seit Jahren, zu einer Hühnerfarm in der Nähe von Ramallah fuhr, um Eier zu kaufen, entführten die Tamimis ihn, sperrten ihn in den Kofferraum seines Autos und zündeten das Auto an. Mitzrachi verbrannte bei lebendigem Leib. Wie die britische Tageszeitung „Independent“ schrieb, sei die Tat darauf gerichtet gewesen, „den Friedensprozess zu zerstören“.

Nachdem Nizar al-Tamimi im Zuge der Entführung des Soldaten Gilad Schalit aus dem Gefängnis freigepresst worden war, heiratete er in Jordanien seine Cousine, die ebenfalls zu lebenslanger Haft verurteilte und aus dem Gefängnis freigepresste Mörderin Ahlam Tamimi. Ihr Lebenswerk: der verheerende Anschlag auf die Pizzeria Sbarro in Jerusalem. Damals, im August 2001, war sie 21 Jahre alt und bekannt als Nachrichtensprecherin des Fernsehens der „Palästinensischen Autonomiebehörde“.

Frau Tamimi plante den Kindermord
Am 9. August 2001 verlas sie die Nachricht von einem Bombenanschlag auf eine koschere Pizzeria in Jerusalem, bei dem vor allem Frauen und Kinder getötet worden waren. Sie selbst hatte über neun Tage lang ein passendes Anschlagsziel gesucht, sich wegen der orthodoxen Familien, die dorthin kamen, für die Pizzeria Sbarro entschieden und den Selbstmordbomber dorthin geleitet. In einem Interview, das sie in ihrer kurzen Haftzeit gab, zeigte sie sich „glücklich“ darüber, dass sie es war, die die Pizzeria Sbarro in Jerusalem für den Anschlag ausgesucht hatte. Unter den Toten waren acht Kinder, davon ein ungeborenes. Sie hatte gedacht, sie hätte nur drei Kinder getötet. Als sie von dem Reporter die Nachricht erfuhr, dass es acht waren, nahm sie die Botschaft mit einem freudigen Lächeln zur Kenntnis. Laut „Palestinian Media Watch“ erhielt sie für ihre Haftzeit von der „Palästinensischen Autonomiebehörde“ eine Belohnung von mindestens 52.681 US-Dollar.

2013 heirateten Nizan und Ahlam Tamimi in Jordanien. Zu der Hochzeit der beiden Mörder kam auch die Nichte Ahed Tamimi; auf diesem Video ist sie zusammen mit ihrer Tante zu sehen.

Schon in ihrer frühen Kindheit wurde Ahed von ihren Eltern indoktriniert, israelische Soldaten verbal zu provozieren – oft auf Englisch, für das internationale Publikum. Als das nichts fruchtete, weil sich die israelischen Soldaten nicht provozieren ließen, fing sie an zu schlagen, zu beißen oder nach dem Gewehr des von ihr attackierten Soldaten zu greifen. Und trotzdem ließ sich in den sechs Jahren, die Ahed Tamimi – die sich, weil sie immer die Wütende mimt, den Künstlernamen „Shirley Temper“ erworben hat – dieses Theater nun schon spielt, nie auch nur ein einziger israelischer Soldat zu einer Reaktion provozieren, nicht einmal durch Boxschläge und Tritte. Was die Tamimis nicht bedacht zu haben scheinen, ist, dass die stets folgenlos bleibenden Attacken das Gegenteil von dem beweisen, was sie eigentlich der Weltöffentlichkeit zeigen wollen: Sie demonstrieren, wie harmlos die vermeintlichen „Besatzungs“-Soldaten sind, vor denen sich die arabischen „Palästinenser“ angeblich so fürchten müssen. Würden sie sich trauen, ein wildes Kamel, eine Kuh oder einen großen Hund genauso zu traktieren? Sicherlich nicht. Aber sie wissen: Israelische Soldaten dürfen sich nicht wehren, wenn man sie angreift und sind deshalb ein leichtes Ziel. (…)

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