März 5, 2015 – 14 Adar 5775
Die Schicksalswahlen vom März

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Von Ulrich W. Sahm

In den Wahlkabinen der einzigen Demokratie des Nahen Ostens werden am 17. März 26 Zettel mit hebräischen Buchstaben ausliegen. Jeder Partei, die zur Wahl antritt, ist ein Buchstabe zugeordnet.
Die Wähler nehmen einen Zettel der Partei, die sie wählen wollen, stecken ihn in einen Umschlag und nach Vorlage des Personalausweises dann in die Urne. So selbstverständlich – so ungewöhnlich in dieser Weltgegend.
Die Oberaufsicht über die Wahlen und die Regeln der Demokratie in Israel hat bemerkenswerterweise der arabisch-christlich-maronitische Oberrichter Salim Joubran.

Das Spektrum der Parteien ist vielfältig. Hauptthema bei den Wahlen ist im Moment die Frage, ob Benjamin Netanjahu nach neun Jahren im Amt eine weitere Chance erhalten sollte die Geschicke des Landes zu lenken, oder ob die „Linken“ eine echte Alternative anbieten können. Momentan muss sich der Premierminister, dessen Gedanken sich um weltpolitische Themen wie das iranische Atom-Programm drehen, mit einer Wahlkampf-Posse rumschlagen, bei der seine Gegner ihm mithilfe von Pfandflaschen Knüppel zwischen die Beine werfen wollen. Im Ausland dient allein die Haltung zu den Siedlungen als Kriterium dafür, ob man Politikern den Stempel „links“ oder „rechts“ auf die Stirn drückt. Wenn das korrekt wäre, müsste man eigentlich
den als „rechtsradikal“ oder „Rechtsextremist“ dargestellten Außenminister Lieberman für eine ultralinke Taube halten. Denn der will sogar israelisches Territorium an die Palästinenser abgeben: grenznahe arabische Städte wie Ummel Fachem.

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