August 7, 2015 – 22 Av 5775
Die Nakba der Juden

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Die jüdischen Flüchtlinge wurden integriert und dafür mit internationaler Nichtbeachtung gestraft  

Von Monika Winter

Zahlreiche Mythen gehören zu der arabischen Propagandamaschinerie, um Israel und den Zionismus in Verruf zu bringen. Dazu gehört auch der Mythos um den 15. Mai 1948, dem Tag nach der israelischen Unabhängigkeitserklärung, wenn die „Palästinenser“ den jährlichen Tag ihrer „Nakba“, ihrer „Katastrophe“ oder „Unglücks“ begehen. Angeblich begannen die Israelis an diesem Tag mit der Vertreibung von rund 700.000 Palästinensern. Unter der Türkenherrschaft (Osmanisches Reich) war „Palästina“ kaum bevölkert, ein vernachlässigtes, dürres und fast menschenleeres Land. Reisebeschreibungen aus dem 19. Jahrhundert erzählen davon, seine Einwohnerzahl war in dieser Zeitepoche grade einmal bei 300.000. Die folgende jüdisch-zionistische Besiedlung in dem osmanisch beherrschten Palästina leitete eine wirtschaftliche Blüte ein – auch zum Vorteil der Araber.

Zu Beginn der Mandatszeit zählte die Einwohnerzahl bereits etwa 700.000. Während der Mandatszeit führte die jüdische Einwanderung zu einem Anwachsen der arabischen Bevölkerung, was eine Steigerung des arabischen Einkommens und Steigerung des Bildungsniveaus mit sich zog. Hauptsächlich ermöglichte dies die jüdische Gemeinschaft, sie erhob Steuergelder, die auch zugunsten der arabischen Gemeinschaft ausgegeben wurden. Aufgrund der besseren Beschäftigungsmöglichkeiten mit höheren Löhnen, der medizinischen und schulischen Versorgungsleistungen zogen Araber aus den umliegenden Ländern nach Israel. Sie kamen sogar illegal, also ohne Genehmigung oder Anmeldung. Die Zahl der Araber, die ins Land kamen, betrug mindestens 60.000. Nach 1948 räumte die UNRWA ein, dass ein Teil der bei ihr gemeldeten arabischen Flüchtlinge eben nicht ständige Bewohner Palästinas waren, sondern aus anderen Gegenden kamen.

Bis 1939 wuchs die arabische Bevölkerung nahe den jüdischen Gegenden, in rein arabischen Gegenden nahm sie ab. Bis 1939 wuchs die arabische Bevölkerung in Jerusalem um 97 Prozent, in Jaffa um 134 Prozent und in Haifa um 216 Prozent. Während dieser Zeit gab es nur geringfügige Steigerungen in rein arabischen Städten wie Nablus, Jenin, Bethlehem, Hebron und Gaza. „Das Anwachsen der arabischen Bevölkerung ist am stärksten in den jüdischen Entwicklungsgebieten“, so die Peel-Kommission 1937. Eine weitere Feststellung bestand darin, dass der Zustrom jüdischen Kapitals nach Palästina sich allgemein auf das Wirtschaftsleben im ganzen Land auswirkte. (...)

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