Dezember 7, 2018 – 29 Kislev 5779
Die Legende vom „soften Islam“ Südostasiens

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Malaysias offen antisemitischer Staatschef wird mit allen Ehren in Großbritannien empfangen  

Von Anastasia Iosseliani

Unter den Meldungen, die in den letzten Wochen nur Juden und Menschen, die sich für Menschenrechte in Südostasien einsetzen, gekümmert haben, war auch der Besuch des berühmt-berüchtigten Antisemiten und Premierministers von Malaysia im Vereinigten Königreich.

Mahathir Mohamad ist nicht nur der Premierminister des Schwellenlandes Malaysia, sondern auch ein offener Antisemit, welcher Juden als „hakennasig“ beschreibt und auch sonst gerne mit seiner kruden Sicht in der Welt hausieren geht.

Währenddessen wird im Westen gerne das Mantra wiederholt, dass die beiden Staaten Malaysia und Indonesien einen „liberalen Islam“ vorleben – trotz der Tatsache, dass im indonesischen Bundesstaat Aceh die Scharia inklusive Züchtigungsstrafen gilt und in Malaysia der obengenannte Antisemit Mahathir Mohamad in einer freien Wahl zum Premierminister gewählt wurde.

Eben diesem Premierminister gab man – zuerst bei der UNO-Vollversammlung und bei seinem anschließenden Besuch in Großbritannien – die Möglichkeit für seine antisemitische Weltsicht zu agitieren. Der 93-jährige Regierungschef, Mahathir Mohamad, beschrieb in seinem Buch „The Malay Dilemma“ aus den 1970ern uns Juden nicht nur als „hakennasig“, sondern führte weiter aus, dass wir Juden „Geld instinktiv verstehen“ würden und leugnete zudem den Holocaust. Es versteht sich von selbst, dass dieser Herr auch die sogenannten „Palästinenser“ unterstützt.

Rassismus der niedrigen Erwartungen
Seinen Auftritt bei der UNO-Vollversammlung nutzte der malaysische Premierminister demzufolge auch, um Propaganda für die „Palästinenser“ zu betreiben und Israel zu beschuldigen für alles Übel im Nahen Osten verantwortlich zu sein. Für zivilisierte Menschen wäre ein solcher Auftritt eigentlich ein Grund gewesen jeglichen Kontakt zum Premierminister von Malaysia abzubrechen, doch leider werden wir derzeit von der Plage des Rassismus der niedrigen Erwartungen heimgesucht und so kam es, dass Mahathir Mohamad nach seiner Rede bei der UNO-Vollversammlung in New York auch noch Großbritannien besuchen durfte.

Während seiner Reise ins Vereinigte Königreich, wo er während seines Aufenthalts eine Rede über „gute Regierungsarbeit innerhalb der Islamischen Welt“ am Zentrum für Islamwissenschaften der Universität von Oxford hielt, traf er außerdem den Milliardär Sir James Dyson in London und hielt eine weitere Rede in der altehrwürdigen Denkfabrik „Chatham House“. (…)

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