September 5, 2015 – 21 Elul 5775
Die israelische Entwicklungshilfe

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Der Judenstaat hilft keineswegs nur Juden  

Von Wolfgang Seibert

(…) Was Israel vor nicht allzu langer Zeit nach dem großen Erdbeben in Nepal geleistet hat, wurde ausführlich in der August-Ausgabe der JÜDISCHEN RUNDSCHAU dargestellt. Erinnert sei nur daran, dass sofort nach dem Erdbeben über 260 medizinische Fachkräfte aus Israel nach Nepal flogen, dass ein Feldlazarett mit Operationssälen und Röntgengeräten geliefert wurde. Dazu kamen noch 95 Tonnen Hilfsgüter und ausgebildete Suchtrupps.

Ähnliches leistete Israel in Haiti 2010 nach dem Erdbeben mit mehr als 300.000 Toten, im März 2011 nach dem Tsunami in Japan, 2012 in Texas/USA nach dem verheerenden Wirbelsturm Sandy und auf den Philippinen nach dem Wirbelsturm Yolanda, der im November 2013 mehr als 6.000 Menschen das Leben kostete und weite Landstriche der Inseln verwüstete.

Erfindungen und Neuentwicklungen
Israel ist ein Land, in dem sehr viel Wert gelegt wird auf technischen Fortschritt und auf Innovationen in allen Gebieten der Wissenschaft. Viele nützliche Dinge wurden in Israel erfunden oder wesentlich weiter entwickelt. Dinge, die auch in der israelischen Hilfe zur Entwicklung anderer Staaten eingesetzt werden. Hier einige Beispiele:

• Etwa 50% der Getreideernte in Entwicklungsländern gehen durch Schädlinge oder Schimmel zugrunde. In Israel wurden Getreidebehälter entwickelt, die das verhindern.

• Das System der „Tröpfchenbewässerung“ ermöglicht es Bauern ihre Erträge mit einem nur geringen Wasseraufwand wesentlich zu steigern. MASHAV gibt diese Technik in großem Umfang an andere Länder weiter.

• Unbehandeltes Trinkwasser führt jedes Jahr zu etwa 1,6 Millionen toter Kinder in Entwicklungsländern. Israel entwickelte ein Wasserreinigungssystem, das in der Lage ist Wasser, selbst aus den am schlimmsten verseuchten Brunnen, zu Trinkwasser zu machen. Das System wurde bis jetzt in Taiwan, Myanmar und Haiti mit Erfolg eingesetzt.
(…)
Die Lieferung von Baumaterial ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Israelische Motivation für diese Lieferungen ist, dass die Bewohner von Gaza nach den Zerstörungen des letzten Krieges schnell wieder in feste Wohnungen kommen sollen.

Vom 1. Januar bis zum 6. Juli 2015 wurden nach Gaza geliefert: 3.281 LKW mit 131.240 Tonnen Zement, 353 LKW mit 12.355 Tonnen Stahl, 3.380 LKW mit 135.200 Tonnen Kies, 276 LKW mit 11.040 Tonnen Zement und 19.628 LKW mit 785.120 Tonnen Kies für Wiederaufbauprojekte, die von Katar bezahlt werden.

Leider verschwindet ein großer Teil dieser Lieferungen in dunklen Kanälen der Hamas. Es wird spekuliert, dass niemand auch nur einen Sack Zement erhält, da der Zement ausschließlich für den Bau von Bunkern und Angriffstunneln verwendet wird. (…)

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