Der Iran-Deal von heute ist so wertlos wie der Nordkorea-Deal von 1994  

Von Daniel Greenfield

Die beiden Atombomben, die auf Japan abgeworfen wurden, trugen die Namen „Little Boy“ und „Fat Man“. Die heutige Welt hat zwei neue Atombomben: Eine heißt „Fat Bill“, die andere „Little Hillary.”

Die „Bill Clinton“-Bombe ist die, die die meisten Schlagzeilen macht: Nordkorea testet weiterhin seine Nuklearwaffen. Die kommunistische Diktatur führt bereits den fünften Test durch und hat damit eine Explosion erzielt, die fast das Ausmaß der auf Hiroschima abgeworfenen Bombe „Little Boy“ erreicht.
Nordkorea hat bekanntgemacht, dass es durch diesen Test in der Lage sein wird, standardisierte Atomsprengköpfe zu produzieren, die „auf strategische ballistische Raketen montiert werden können“, so dass es „nach Belieben viele verschiedene kleinere, leichtere und diversifizierte Sprengköpfe von größerer Sprengkraft produzieren kann“.
Kim will nicht nur eine Atombombe. Er will eine Menge davon. Und bei seiner derzeitigen Geschwindigkeit wird er sie haben. Der Mann, bei dem man sich dafür bedanken kann, ist Bill Clinton.

Im Herbst 1994 sagte Clinton dem amerikanischen Volk, dass sein Deal mit Nordkorea dazu beitragen werde, „die drohende nukleare Proliferation auf der koreanischen Halbinsel zu stoppen“.
„Nach 16 Monaten intensiver und schwieriger Verhandlungen mit Nordkorea haben wir eine Vereinbarung abgeschlossen, die die Vereinigten Staaten, die koreanische Halbinsel und die Welt sicherer machen wird. Im Rahmen dieses Abkommens hat sich Nordkorea bereit erklärt, sein bestehendes Atomprogramm einzufrieren und internationale Inspektionen seiner existierenden Einrichtungen zu erlauben“, versicherte Clinton dem Land.
Er log.

Der Nordkorea-Deal war ebenso wertlos wie der Iran-Deal seiner Frau. Nordkorea hat sich nie an das gehalten, was es vereinbart hat. Wie der Iran-Deal wurde der Nordkorea-Deal nie vom Senat ratifiziert. Das, was „vereinbartes Rahmenabkommen“ genannt wurde, war so wenig, wie der Name schon sagt. Clintons Leute wussten, dass Nordkorea ein laufendes Urananreicherungsprogramm hatte, aber sie entschieden sich dazu, die Verstöße gegen die Vereinbarung lieber zu ignorieren, da diese eine politische Schmach für ihren Boss und seine diplomatische Leistung waren.

Der bereits wertlose Deal wurde schnell noch wertloser, sobald er implementiert war. Wie beim Iran-Deal gab es innerhalb des Deals geheime Nebenabsprachen, von denen einige immer noch geheim sind, wahrscheinlich deshalb, weil sie das Ausmaß von Clintons Ausverkauf an die kommunistische Diktatur enthüllen würden.
Inspektionen wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. Nordkoreas Atomprogramm war bekannt geworden, als es zuvor sieben Jahre lang Inspektionen der IAEA verzögert hatte. Diesmal weigerte es sich, die Inspektionen wiederaufzunehmen, solange bis wir ihnen ein Atomkraftwerk gebaut hätten. Sieben Jahre nach dem Deal versuchte die IAEA immer noch, Zugang zu erhalten. Zum Ende hin war der anvisierte Zeitplan für vollständige Inspektionen auf 2009 verschoben worden.

Im Januar 2003 erklärte Nordkorea: „Wir haben keine Absicht, Atomwaffen zu produzieren. Unsere nuklearen Aktivitäten beschränken sich derzeit auf friedliche Zwecke wie die Produktion von Elektrizität.“ Im April gab es bekannt, im Besitz von Atomwaffen zu sein.
Nordkoreas Verstöße wurden erst unter Bush öffentlich gemacht. Und so schoben Clintons Leute, die uns den wertlosen Deal beschert hatten, die Schuld auf Bushs Leute, weil diese ihr wunderbares Abkommen ruiniert hätten.

Clintons Nordkorea-Deal basierte auf derselben albernen Prämisse wie der Iran-Deal: der Überzeugung, dass das, was Nordkorea in Wahrheit wollte, nicht Atomwaffen waren, sondern Atomstrom. Würden wir Nordkorea nur jährlich mit 500.000 Tonnen Heizöl versorgen und dem kommunistischen Diktator einige leichtere Kernkraftwerke bauen, dann würde er jegliches Interesse daran verlieren, eine Bombe zu bauen.
In einer überraschenden Wendung, die niemand hätte erahnen können, begab es sich, dass Nordkorea doch nicht versucht hat, seiner Bevölkerung von verängstigten hungernden Sklaven niedrigere Stromkosten zu bescheren.
In Wirklichkeit wollte es eine Bombe.

Bill Clinton hat Amerika dieselbe Geschichte erzählt wie Obama über den Iran. Nordkorea würde aus der Isolation kommen, und „unsere Beziehungen“ würden sich entwickeln.
Was dies betrifft, so hatte er Recht. Unsere Beziehungen haben sich zu dem Punkt so weiterentwickelt, dass Nordkorea uns nun mit Atomwaffen bedroht, von denen er versprochen hatte, dass es sie nicht besitzen würde. Bills Beziehungen zu Nordkorea entwickelten sich bis zu dem Punkt, wo er in Nordkorea eine bezahlte Rede halten wollte, was das Ethikbüro des US-Außenministeriums aber ablehnte.

Das ist die erste Clinton-Bombe. Sie trägt den Namen „Fat Bill“. Auch den Iran hat Nordkorea mit Nukleartechnologie versorgt. Und das ist die andere Clinton-Bombe.
Sie heißt „Little Hillary“.

Hillary Clinton war sehr darauf erpicht, dass man ihr den Iran-Deal als Verdienst anrechnet. Tatsächlich erinnert der wertlose Deal, den ihr Boss mit dem atomaren Terrorstaat geschlossen hat, sehr stark an den wertlosen Deal ihres Mannes mit einem anderen atomaren Terrorstaat.
Selbst die Rhetorik ist die gleiche. Bill behauptete in seiner Rede, der Deal mit Nordkorea „hängt nicht von Vertrauen ab“. Obama insistierte in seiner Rede darauf, dass „dieser Deal nicht auf Vertrauen fußt“.
Außer, dass er es damals tat und heute. Der Iran entnimmt seine eigenen Proben und händigt sie der IAEA aus. Das ist die Definition von Vertrauen.

Zwei neue Atomreaktoren werden gebaut. Wie im Falle Nordkoreas sollen sie strikt Leichtwasserreaktoren sein. Geheime Ausnahmen gestatten es dem Iran, eine unbekannte Menge niedrig angereicherten Urans zu lagern, das zu hochangereichertem waffenfähigen Uran veredelt werden kann, sowie heiße Zellen, die benutzt werden können, um Plutonium abzuspalten. Und die Vereinbarung läuft übrigens nicht nach 15, sondern nach elf Jahren aus; ab dann kann der Iran seine Anreicherungsrate verdoppeln und innerhalb von sechs Monaten den Breakout zur Atombombe schaffen.
Selbst mit dieser „konservativen“ Zeittafel wird der Iran schneller zur Atommacht als Nordkorea.

Wie Nordkorea wird der Iran sein echtes Waffenprogramm nebenbei laufen lassen. Er hat kein Interesse an Atomkraft, sondern an Atomwaffen.
Nordkorea hat während der gesamten Laufzeit des Deals seine wahre Agenda zur Schau gestellt, indem es ballistische Raketen entwickelt hat. Jetzt schließt es diesen Prozess ab, indem es Atomsprengköpfe auf diese Raketen setzt.
Wie Nordkorea arbeitet der Iran hart an einem ballistischen Raketenprogramm. Und die iranischen ballistischen Raketen basieren auf nordkoreanischen. Sie dienen demselben Zweck. Bei seinem Test im Juli benutzte der Iran die nordkoreanische ballistische Rakete BM-25 Musudan, die eine Reichweite von 4.000 km hat. Sie basiert auf einer russischen Rakete, die einen Atomsprengkopf mit einer Sprengkraft von einer Megatonne hat.

Damit der Iran-Deal glaubwürdig ist, müssen wir dem Iran vertrauen, dass er keine Atombombe will. Hillary hat dafür gesorgt, dass der Iran weiter Uran anreichern darf. Wie ihr Wahlkampfberater sagt: „Sie sah die Schwierigkeit einer Lösung mit null Anreicherung.“
Wie bei ihrer übrigen Politik hat Hillary Clinton schon eine unendliche Zahl verschiedener Haltungen zur iranischen Nuklearanreicherung eingenommen. Doch hinter verschlossenen Türen war dies ihre wahre Position.

Nordkoreas „Fat Bill“-Bombe und Irans „Little Hillary“ sind miteinander verbunden. Die beiden Terrorstaaten, der eine rot, der andere grün, der eine links, der andere islamisch, helfen einander. Ungefähr so, wie Bill Nordkorea und Hillary dem Iran geholfen hat.

Als Erbe von zwei Politikern namens Clinton, die ihr Land ausverkauft haben, hat die Welt nun die Aussicht auf zwei mit Atomwaffen bewaffnete Terrorstaaten und eine neue Ära des nuklearen Terrors. Wenn die nordkoreanische Bombe in einem Krieg eingesetzt wird, dann wird sie Bills Bombe sein. Und wenn der Iran Atomwaffen einsetzt, dann ist es Hillarys höllische Explosion. Die beiden Clinton-Bomben zu stoppen, ist vielleicht die größte Herausforderung für die nationale Sicherheit, die ein zukünftiger Präsident zu gewärtigen hat.

Übersetzung: Stefan Frank

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