März 5, 2015 – 14 Adar 5775
Die Anfänge der israelischen Armee

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Dritter Teil der Serie von Karl Pfeifer (Fortsetzung von Ausgabe 5 und 6) 

Ende Februar oder Anfang März erhielten wir die ersten „Panzerwagen”, die nichts anderes waren als Lastautos, die eilig in einer Garage mit Stahlplatten verkleidet worden waren. Es gab da ein paar kleine Schießscharten, und drinnen war es dunkel und unheimlich. Meistens befand ich mich im „Panzer” am Kopf der Karawane. Wenn wir durch ein arabisches Dorf fahren mussten und durch eine Barrikade am Weiterfahren gehindert wurden, bestimmte der Kommandant einen „Freiwilligen”, um diese wegzuräumen. Das war natürlich lebensgefährlich, denn die Araber und auch ein paar ehemalige kroatische und bosnische SS-Männer, die ihnen das Minenlegen beigebracht hatten, schossen auf uns aus unmittelbarer Nähe. Bei einer Gelegenheit, als ein ehemaliger Soldat der Roten Armee − ein baumlanger Junge, der 1947 in Berlin zu den Amerikanern geflüchtet war, um bei
uns mitzukämpfen − aus dem Wagen sprang, um die Barrikade zu beseitigen, gelang ihm das mit einem Stoß, jedoch erhielt er aus nächster Nähe einen Schuss in den Hals. Wir alarmierten das Spital in Nir Am, doch er überlebte nicht. Fast täglich hatten wir einen oder mehrere Toten zu beklagen. Trotzdem war nach den Begräbnissen die Atmosphäre bald wieder heiter und gelassen, man konnte sich nicht der Trauer hingeben, am besten dachte man gar nicht nach, was einem alles passieren konnte.

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