Juli 6, 2015 – 19 Tammuz 5775
Die aktuelle Holocaust-Aufarbeitung in der Slowakei

Interview von Karl Pfeifer mit dem slowakischen Historiker Prof. Dr. Pavol Mest’an, Direktor des Jüdischen Museums in Bratislava

Die Volkspartei wurde seit Mitte der dreißiger Jahre immer mehr zu einer klerikal-faschistischen Partei. War deren Führer, der 1938 verstorbene katholische Priester Hlinka, auch Antisemit?

Andrej Hlinka kam aus der kleinen Ortschaft Ruzemberok und pflegte dort gute Freundschaft mit dem Rabbiner. Die Politik seiner Partei richtete sich eher gegen Ungarn und Tschechen als gegen Juden. Das sollte sich ändern, als Jozef Tiso, der noch während der ungarischen Herrschaft seinen Namen Tiszo schrieb und seine Kariere als Redakteur der ungarischen „NyitraiSzemle“
begann, Vorsitzender der Hlinka-Partei wurde.

Ein anderes führendes Mitglied dieser Partei, Vojtech (Béla) Tuka war doch Ungar?

Er sprach auch nicht gut slowakisch, er war Berater der deutschen Minderheit in der Slowakei während der ersten tschechoslowakischen Republik (CSR) und wurde Ideologe des slowakischen
Nationalsozialismus mit Nahverhältnis zu den Machthabern in Berlin.
(…)

Komplett zu lesen in der Druck- oder Onlineausgabe der Zeitung. Sie können die Zeitung „Jüdische Rundschau“ hier für 39 Euro im Papierform abonnieren oder hier ein Onlinezugang zu den 12 Ausgaben für 33 Euro kaufen.


Sie können auch diesen Artikel komplett lesen, wenn Sie die aktuelle Ausgabe der "Jüdischen Rundschau" jetzt online für 3 Euro statt 3,70 Euro am Kiosk kaufen.

Brief an die Redaktion schreiben

Email This Page